30 Days Of Night

Informationen

Drehland
  • Neuseeland
  • USA
Drehjahr 2007
Laufzeit ca. 108 Minuten
Regie David Slade
Darsteller Josh Hartnett Ben Foster Melissa George Danny Huston u.a.
Bild
  • 2
  • 35:1 (anamorph / 16:9)
Ton
  • DD5.1
  • DTS
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel Deutsch
LC 2
FSK KJ
30 Days Of Night

Story

30 Tage ohne Sonnenlicht.

In Form der Polarnacht bricht jährlich die Dunkelheit über das kleine Dörfchen Barrow in Alaska ein. Daher verschwindet die meisten der Einwohner am letzten Sonnentag, um der großen Depression zu entfliehen. Einige bleiben allerdings, da sie kein Interesse haben, ihre Heimat zu verlassen.

Als der letzte Flieger das kleine, von der Außenwelt abgeschnittene, Örtchen verlassen hat, geschehen seltsame Dinge. Der Sheriff findet verbrannte Handys, zerstückelte Hunde und wenig später den ersten Toten. Nachdem auch die technischen Anlagen den Geist aufgeben, ist Sheriff Eben Oleson und den Verbliebenen klar, dass sie in großer Gefahr sind.

Ein seltsamer Kauz, der das Dorf besucht, gibt dann den entscheidenden Hinweis darauf, dass fremde Gestallten über Barrow herfallen. Der verstörte Mann behauptet, dass nicht der Winter, sondern der Tod für das kalte Klima zuständig ist. Und er soll recht behalten. Eine Schar Blutsauger macht sich über Barrow und seine Bewohner her. Mit der Absicht, alles zu töten…

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Kritik

Vampir-Filme gibt es viele. Da fällt es den geneigten Machern schwer, etwas Neues zu kreieren. Das Alte hat sich bewährt und einige Ausflüge in das Genre mit modernen Ideen, sind gescheitert. Bei „30 Days Of Night“ ist das aber anders. Hier wurde quasi eine neue Spezies geschaffen, die zwar eindeutig vampirisch ist, aber ein anderes Verhalten an den Tag legt. Sie erinnert in ihrer Art zwar stark an die Zombies aus „28 Days Later“ und dessen Sequel „28 Weeks Later“, dass sollte den Betrachter aber nicht im geringsten stören, sondern vielmehr (positiv) verstören. Denn die neumodischen Blutsauger bringen richtig Schwung und Irritation in die Geschichte respektive auf die Leinwand.

Die Geschichte dreht sich um ein eingeschneites Dorf, welches für einen Monat keine Sonne sehen soll. Leute die Angst haben, dass alles im tiefsten Dunkel abläuft und so die Guckqualität nicht so hoch ist, können beruhigt werden. Aufgrund des Restlichts und des hellen Schnees hat man oft den Eindruck, dass helllichter Tag wäre. Spannung gibt es von Beginn an. Diese baut sich langsam auf und hält sich bis zum Ende. Fast ohne Unterbrechung. Nur beim einzigen Schwachpunkt des Films, dem zähen Showdown, kommt ein wenig Langeweile auf.

Zwischendrin gibt es aber nichts, was nur annähernd mit Langeweile in Verbindung gebracht werden kann. Die düsteren Figuren und die klasse Atmosphäre lassen den Betrachter kaum zur Ruhe kommen. Zudem will er wissen, warum die Fremden da sind, was sie vorhaben und warum sie so sind, wie sie sind. An dieser Stelle soll jetzt nicht zuviel verraten werden. Aber als Interessierter kommt man durchaus auf seine Kosten, da die Lösung nicht einfach auf dem Silbertablett serviert wird. Die Masken der Vampire müssen fast schon als sensationell eingestuft werden. So böse hat man Vampire nur selten gesehen. Mit ihren komischen Köpfen, den pechschwarzen Augen und ihren üblen Zähnen tragen sie maßgeblich zur Erzeugung der Atmosphäre bei. Und sie sind auch dafür verantwortlich, dass es relativ hart zu Sache geht. Mit Kunstblut wurde auf jeden Fall nicht gespart und wie schick sich das auf weißem Schnee macht, müsste sich jeder vorstellen können.

Die Geschichte beruht auf einer Comic-Serie namens „30 Days Of Night“, die von Steve Niles und Ben Templesmith im Jahre 2002 geschaffen wurde. Jung-Regisseur David Slade bekam die Chance das ganze umzusetzen und so einen guten Start bei seinem ersten Auftritt im Horror-Genre hinzulegen. Unterstützt wurde er von keinem Geringerem als Sam („Tanz der Teufel“) Raimi, der die Produktion des Streifens übernahm. Raimi und Slade haben bei der Auswahl des Drehortes ein gutes Händchen gehabt. Gedreht wurde in Neuseeland. Die mit der Kamera eingefangenen Bilder erinnern bei einigen sensationellen Aufnahmen tatsächlich an die Schönheit des 49.Bundesstaat der USA. Was den Machern des Films ebenfalls hoch angerechnet werden muss, ist die Tatsache das sie es schaffen in einigen Szenen eine klaustrophobische Stimmung zu erzeugen. Gerade wenn die Überlebenden unter dem Dach ihres Schutzhauses lungern, meint man sich atmosphärisch in Filme wie „Night Of The Living Dead“ versetzt.

Schauspielerisch bewegt man sich bei „30 Days Of Night“ nicht auf allerhöchstem Niveau. Besonders auffällig ist Josh Hartnett („Halloween H20“ uva.). Allerdings nicht im positiven Sinne. Er wirkt hölzern in seiner Art und hat zudem das Pech, dass er als Hero, gerade in der Anfangsphase, schon wie ein Überheld wirkt. Neben der schauspielerischen Masse hebt sich sonst nur noch Ben Foster (Viele TV-Produktionen und einige nicht Horror-Produktionen) ab. Dies hat er aber mit Sicherheit seiner schmutzig, fiesen Rolle als Hilfshansel der Vampire zu verdanken.

Unterm Strich ist „30 Days Of Night“ ein Film, der positiver ausfällt als man es annehmen durfte. Die negativen Seiten an ihm sind gering, was für beste Unterhaltung sorgt. Er ist zwar nicht perfekt, könnte sich aber als wichtiger Bestandteil einer neuen Vampir-Ära herausstellen. Zu hoffen wäre es.

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DVD

Die DVD, die über eine nicht zu kritisierende Bild- und Tonqualität verfügt, kommt als Doppelstück daher. Auf der ersten DVD findet man den Hauptfilm, auf der zweiten die Extras. Neben einem CD-ROM Part gibt es den Kinotrailer zum Film, ein fünfminütiges B-Roll, Cast & Crew Informationen auf Texttafeln, ein umfangreiches Making Of, welches in mehrere Kapitel unterteilt ist und eine Foto-Galerie. Wer mehr über „30 Days Of Night“ erfahren möchte, wird hier, ohne Frage, fündig.

Bewertung

Splatter 2008_4.gif
Spannung 2008_4_5.gif
Story 2008_5_5.gif
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Atmosphäre 2008_5.gif
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