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Im
Jahr 1916 durchlebt New Jersey einen extrem heißen Sommer, während in
Europa der Krieg tobt. Die Bewohner eines kleinen Küstenortes leiden sehr
unter der Hitze und nutzen deshalb jede Möglichkeit, die sich ihnen bietet,
um am Strand schwimmen zu gehen. Alex (Colin Egglesfield) ist als
Rettungsschwimmer dafür verantwortlich, auf die Badegäste aufzupassen und
diesen Job erledigt er auch überaus verantwortungsbewusst. Eines Tages
ereignet sich etwas, womit niemand gerechnet hätte. Ein Hai nähert sich
dem Badestrand und greift einen Schwimmer an, der darauf an seinen
Verletzungen stirbt.
Für Alex ist klar, dass schnellstens etwas geschehen muss, damit nicht noch
mehr Menschen zu Schaden kommen. Doch trotz der offensichtlichen Gefahr,
weigert sich der Bürgermeister, den Strand schließen zu lassen. Mit der
Behauptung, dass es ebenso gut ein Torpedo von einem Deutschen U-Boot
gewesen sein könnte, übersieht der Bürgermeister die drohende Gefahr, um
die Touristen nicht zu verlieren. Das jedoch soll bald Konsequenzen haben,
denn natürlich schlägt der Hai erneut zu. Zusammen mit einem erfahrenen
Captain (John Rhys-Davies) macht es sich Alex zur Aufgabe, den Hai
aufzuhalten...
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Zugegeben:
Die Story von "12 Days of Terror" hat schon so einen Bart, dass
man den Film im ersten Augenblick am liebsten im Regal liegen lassen würde.
Bereits Spielberg erzählte vor vielen Jahren exakt die selbe Geschichte,
woraufhin es im viele gleich taten und immer wieder den selben Brei
anrührten. Dennoch gibt es genau zwei Gründe, wieso ich mir von "12
Days of Terror" doch noch ganz gute Unterhaltung erhoffte. Zum Einen,
weil er auf Tatsachen beruht, die sich so wirklich 1916 abgespielt haben und
zudem weil Jack Sholder für die Inszenierung verantwortlich war. Sicherlich
werden nur die wenigsten etwas mit diesem Namen anfangen können, doch
eingefleischte Horror-Nerds werden sich dabei sofort an Filme wie
"Nightmare 2" oder "Arachnid" erinnern.
Gerade in Zeiten, in denen jeder drittklassige Horrorfilm mit der Werbezeile
"Nach einer wahren Begebenheit" das Publikum zu ködern versucht,
sollte man in dieser Hinsicht immer äußerst vorsichtig sein. Wie ich
allerdings in Erfahrung bringen konnte, haben sich die in "12 Days of
Terror" geschilderten Ereignisse wirklich so ähnlich zugetragen. Es
wurde auch bereits ein Buch darüber geschrieben, in welchem die
tatsächlichen Ereignisse niedergeschrieben wurden. Das ist an und für sich
sicherlich ein Pluspunkt, doch realistisch betrachtet bringt es einen Film
nicht weiter, wenn er auf einer wahren Begebenheit beruht, seinem Publikum
aber nicht viel bieten kann.
Die tolle Anfangssequenz hat dafür gesorgt, dass ich dem Ganzen zuerst sehr
zugetan war. Uns werden Aufnahmen aus dem frühen 20. Jahrhundert zur Zeit
des Krieges gezeigt, was mit einer passenden Musik unterlegt ist, dazu
erzählt uns Alex dann die Geschichte seiner Heimatstadt. Bis dato waren
meine Erwartungen noch ziemlich hoch, doch die Ernüchterung sollte sich
dann bald melden. Der Streifen präsentiert sich in einem eher günstigen
B-Movie Look und scheint 1:1 von "Der Weiße Hai" kopiert zu sein.
Natürlich war "Der Weiße Hai" damals von den Ereignissen 1916
beeinflusst, keine Frage. Doch als Verfilmung kam er nun einmal lange vor
"12 Days of Terror". Das Plagiat ist hierbei ganz klar Jack
Sholder's Werk und nicht Spielberg's, da erstgenannter absolut keine eigenen
Ideen in seinen Streifen einbringt.
Schon der Hauptdarsteller wird als viel zu gutmütig dargestellt und wirkt
mit seiner weißen Weste und seinem tollen Charakter absolut unglaubwürdig.
Es ist nicht so recht verständlich, wieso sich der einfache
Rettungsschwimmer plötzlich als Haijäger sieht und es mit dem
gefährlichen Tier aufnimmt. Auch alle anderen Figuren die im Film
auftauchen wirken klischeehaft und so schon tausende Male gesehen. Die
Schauspieler können an dieser Stelle nicht viel herumreißen. Colin
Egglesfield erfüllt den Hauptpart, wie es von ihm gefordert wurde, kann
dabei aber keineswegs überragen. Lediglich John Rhys-Davies's Schauspiel
würde ich als zufrieden stellend bezeichnen. Der Gute war auch schon in der
"Herr der Ringe" Trilogie als Gimli zu sehen und konnte in über
100 Filmen Erfahrungen anhäufen. Er agiert in "12 Days of Terror"
als alter Seebär, was gut zu ihm passt.
Enttäuschend ist an "12 Days of Terror" insbesondere die
gravierende Spannungsarmut. Sholder schuf hiermit keinen gänzlichen
Langweiler, aber dennoch einen Film, der sich lasch dahinzieht und nie
wirklich begeistern kann. Mal wird ein Badegast beim Schwimmen von einem Hai
geschnappt, dann werden wir wieder von Alex' Vergangenheit unterrichtet, bis
wir dann wieder den kläglichen Versuch eines Spannungsaufbaus miterleben
müssen. Tut mir leid, aber nach unzähligen Haifilmen ist es irgendwann
nicht mehr unheimlich, wenn plötzlich eine Haiflosse aus dem Wasser
auftaucht und auf einen hilflosen Schwimmer zuschnellt. Alles, was Sholder
bietet, hat man so schon gesehen.
Auch splattertechnisch hält sich das Werk übrigens zurück. Hier und da
gibt es mal einen Beinstumpf oder etwas aufsprudelnde rote Farbe zu sehen,
doch das ist alles kaum der Rede wert.
"12 Days of Terror" ist nicht ganz so schlecht, wie manch einer
nun vielleicht annimmt doch leider auch weit davon entfernt, als innovativer
Tierhorrorfilm durchzugehen. Nur weil das Ganze auf wahren Ereignissen
beruht, heißt das noch lange nicht, dass man als Regisseur ein 08/15
Programm abspielen darf, das so schon etliche Male zuvor zu sehen war.
Sollte der Streifen irgendwann mal im TV gezeigt werden, kann man durchaus
mal reinschalten, doch ein DVD-Kauf lohnt sich hier nicht wirklich. |