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Als ein amerikanisches
Atom-U-Boot verschwindet, wird ein zweites Unterwasser-Boot
losgeschickt, um es in der Nähe des Marianas-Graben zu bergen.
Doch der Plan geht nicht ganz so auf, wie man sich das vorgestellt
hat. Die Besatzung des Rettungsschiffs wird gefangen genommen und
auf das U-Boot des seltsamen Kapitän Nemo, der Nautilus,
gebracht.
An eine Bergungsaktion ist von da an nicht mehr zu denken. Denn
der verrückte Wissenschaftler hat verrückte Sachen mit den Entführten
vor... |
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Unbekannt dürfte die
Geschichte um Kapitän Nemo und seine Nautilus nicht sein. Die
Geschichte(n) von Jules Verne wurden ja schon einige Male verfilmt
und auch zu Papier gebracht. Was an dem Film „30.000 Meilen
unter dem Meer“ neu ist, ist die Tatsache, dass es wohl noch nie
so eine unmotivierte und dilettantische Verfilmung zum Thema gab.
Anfangs bekommt man schön Unterwasseraufnahmen gezeigt, die einen
noch hoffen lassen, dass der Film für gute Unterhaltung sorgt.
Man freut sich auf mehr solches Material. Doch das gibt es im
Verlauf nur noch allzu wenig. Low-Budget ist danach angesagt.
Sowohl als auch. Denn die Geschichte von Jules Verne wurde für
die Neuverfilmung nicht sonderlich ausgearbeitet. Das Drehbuch ist
etwas plump und von zahlreichen Dialogen geprägt. Die sind dann
so, wie man es für eine Billigproduktion erwarten darf: billig.
Es passiert fast nichts, gequatscht wird aber, als ob es kein
Morgen geben würde. Und leider ist die deutsche Synchronisation
nicht sonderlich gut gelungen. Im Original kann man das Gelabere
noch einigermaßen ertragen, in der Muttersprache bereitet einem
das Lauschen Probleme. Der bekannteste Darsteller im Film, Lorenzo
Lamas, hat eine Stimme bekommen, die überhaupt nicht zu ihm
passt. Getoppt wird das nur noch durch die Synchronstimme eines
Latino-Bordmitglieds. Sein Gebrabbel ist dermaßen unpassend, dass
man es nur schwer in Worte fassen kann.
Aber kommen wir zurück zu der eigentlichen Geschichte. Wie
gesagt, sind die Dialoge dominierend. Und die eigentlichen
Geschehnisse taugen nicht wirklich dazu, die anhaltende Langeweile
zu unterbrechen. Es gibt zwar hier etwas und da etwas, eine
richtige und vor allem gute Story sieht aber anders aus.
Darstellerisch wird zwar auch nicht gerade hochwertiges präsentiert,
man sieht aber allerdings, dass die engagierten Schauspieler den
Job erlernt haben und ein gewisses Talent mitbringen. Lorenzo
Lamas („Snake Eater“, „The Hitchhiker“ uva.) ist ohne
Frage das Aushängeschild des Streifens und wird auf der DVD
entsprechend präsentiert. Seine Leistungen gehen durchaus okay,
allerdings werden diese durch die deutsche Synchronstimme arg getrübt.
Unterm Strich ist „30.000 Meilen unter dem Meer“ ein Film, dem
der unbekannte Regisseur Gabriel Bologna keinerlei Leben
einhauchen kann und der über weite Strecken einfach nur
langweilig ist. Dazu kommt das Problem mit der deutschen
Synchronisation, das ja immerhin mit der Original-Tonspur umgangen
werden kann. Aber auch so ist es ein Streifen, dessen Kauf auf DVD
kaum lohnt. Hätte man versucht, die Geschichte etwas trashiger
anzulegen, wäre sicherlich auch etwas mehr Freude bei der
Betrachtung aufgekommen. So ist der Film aber nicht viel mehr als
eine langweilige Billigproduktion. |