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Das kleine, verschneite Dörfchen Barrow in
Alaska wird einmal im Jahr Zeuge eines faszinierenden Naturschauspiels –
einer 30-tägigen Dunkelheit, hervorgerufen durch die Polarnacht. Da
während dieser Zeit der Ort fast gänzlich von der Außenwelt abgeschlossen
ist, zieht es auch viele der Bewohner während dieser Zeit aus dem Dorf
heraus in die nächst gelegene, größere Stadt. Nur ein hart gesottener
Kern von Bewohnern bleibt selbst in dieser Zeit in dem kleinen Dorf
zurück.
Alle Bewohner sind mit den Vorbereitungen für
die 30-tägige Nacht beschäftigt und nutzen noch das letzte Tageslicht.
Doch dieses Mal scheint etwas nicht zu stimmen, da es zu einigen seltsamen
Vorkommnissen kommt. Sheriff Eben findet auf seinem Rundgang eine
Feuerstelle mit lauter verbrannten Handys und dann werden auch noch alle
Schlittenhunde brutal abgeschlachtet aufgefunden, kurze Zeit später
funktionieren auch die Telefonleitungen nicht mehr und schließlich fällt
auch noch der Strom aus. Dazu kommt ein seltsamer Fremder, der plötzlich im
Dorf erscheint und etwas von Fremden die kommen würden, von sich
gibt.
Mit
der Dunkelheit wird es immer beängstigender in Barrow und spätestens als
die ersten Leichen (bzw. Leichenteile) auftauchen wird schnell klar, dass
die Dorfbewohner nicht alleine in dem Ort sind und etwas Unmenschliches hier
sein Unwesen zu treiben scheint… |
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Regisseur David Slade gelang mit seinem Debüt
„Hard Candy“ ein Film, der dem Zuschauer noch lange im Gedächtnis
blieb, da er auf gewisse Art und Weise zu schockieren wusste, ähnliches
versuchte er nun auch bei seinem Zweitfilm „30 Days of Night“, der
meiner Meinung nach jedoch einige Schwächen in sich beinhaltet.
Bereits 2002 erschufen die beiden
Comic-Autoren Steve Niles und Ben Templesmith einen 3- bändigen Comic Roman
namens „30 Days of Night“, der sich bereits nach kurzer Zeit einer recht
großen Fangemeinde erfreuen durfte. Diesen nahm sich Regisseur David Slade
zum Vorbild und versuchte die spannende Vampirgeschichte auf die Leinwand zu
bringen, allerdings war vieles nicht so zu verfilmen wie gewünscht und auch
die Geschichte selbst geriet teils etwas ins stocken, da einfach zu viele
Fragen unbeantwortet bleiben und die Story somit teils aus dem Zusammenhang
gerissen wirkt. Hier hätte man sicherlich noch etwas mehr ins Detail
stecken können, vielleicht auch ein wenig mehr zur eigentlichen Geschichte
der Vampire bringen können…aber man kann halt nicht alles haben.
Äußerst Positiv fällt die Wahl des
Schauplatzes ins Auge, da hierbei auf die reale Stadt Barrow in Alaska
zurückgegriffen wurde, wo in der Tat zwischen dem 18.11. und 24.01. kein
Sonnenlicht herrscht. Die so erzielte Atmosphäre ist grandios und wirkt
durchaus bedrohlich. Ein Gefühl von Einsamkeit und Angst zieht sich durch
den ganzen Film.
Die Darsteller wirken teils recht lustlos und
können somit nicht alle überzeugen. Besonders die Vampire wirken etwas „gelangweilt“
und wurden relativ lieblos gestaltet, lediglich mit Blutverschmierten
Mündern und ein paar hin und wieder zu sehenden Reiszähnen versuchen sie
zu schockieren. Ebenfalls sehr negativ finde ich die eigene Vampirsprache,
die man natürlich nicht versteht und somit auf Untertitel zurückgreifen
muss. Zu gute halten muss ich dafür jedoch die Brutalität mit der die
Vampire vorgehen und wo so einiges für Liebhaber blutiger Filme gezeigt
wird und weswegen er auch keine Jugendfreigabe erhielt! Es darf gesplattert
werden! Glücklicherweise sieht man nicht wie die Hunde zu Beginn des Filmes
getötet werden, sonst würde der Film bei mir einen weiteren Minuspunkt
erhalten. Es gibt Dinge, die will z.B. ich nicht wirklich sehen in einem
Film, Menschen dürfen in Filmen gerne abgeschlachtet werden, das macht mir
nichts aus, aber bei Tieren schalte ich lieber weg!
Ansonsten verfolgt „30 Days of Night“ ein
genretypisches Muster, eine anfangs recht große Gruppe wird stetig
dezimiert bis nur noch ein Bruchteil der Gruppe gegen Ende des Filmes dem
bösen Feind, hier in Form der Vampire, gegenüber steht und es zum Endkampf
kommt. Bis es jedoch soweit ist, erfährt man noch so einiges über die
Charaktere der Menschen und darf sich auch über kleinere Anekdoten im
Mensch – Vampir – Kampf erfreuen (zumindest die, die auch schwarzen
Humor besitzen). Sehr gefallen hat mir z. B. eine Szene wo ein kleines Kind
bzw. ein nun kleiner Vampir mit einer Axt gemeuchelt wird. Sehr blutig, denn
dass Kinder gemeuchelt werden, kommt nicht sonderlich oft in Filmen vor, da
es für viele Regisseure ein Tabuthema ist. Doch David Slade bewies bereits
in „Hard Candy“, dass er gerne das Publikum schockiert.
FAZIT:
Ein recht nettes Vampirfilmchen für
Zwischendurch, zu viel sollte man jedoch nicht erwarten, da der Film
durchaus seine Schwächen besitzt. Eine Empfehlung jedoch eindeutig für
Horrorfilmfreaks und Leute die auch nichts gegen schockierende, blutige
Filme haben! |