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Vor ungefähr 10 Jahren mussten die Bewohner
eines kleinen Tals einem großen Staudamm-Projekt weichen, gegen das
zahlreiche Proteste wirkungslos blieben. Einer der heimischen Bauern
weigerte sich, sein Haus aufzugeben und ertrank in den Fluten. Nun treffen
sich die Verantwortlichen von damals, Senator Wells (Bobb Hopkins) mitsamt
Sekretärin, ein Bankier, sowie die Projektleiterin wieder. Aufgrund eines
Schneesturms sind sie gezwungen, die kommende Nacht in einer nahegelegenen
Pension zu verbringen, was schnell die einheimischen Rednecks auf den Plan
ruft. Als plötzlich eine Leiche gefunden wird, ist dies nur der Auftakt
für einen Kampf auf Leben und Tod, denn scheinbar fordern die
Hinterbliebenen des vor 10 Jahren Ertrunkenen blutige Rache... |
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Was kommt dabei
raus, wenn ein gelegentlich in TV-Serien und B-Movies auftretender
Schauspieler, den niemand kennt, auf die Idee kommt, unbedingt ein Projekt
auf die Beine stellen zu müssen, bei dem er die Funktionen des Regisseurs,
des Produzenten, des Drehbuchautoren und des Hauptdarstellers übernimmt?
Nun, in diesem Fall nennt sich das Resultat "3 Below" und ist eine
absurd-unentschlossene Mischung aus klassischem Thriller und Horrorszenario,
die aber zu keinem einzigen Zeitpunkt beim Zuschauer zünden will.
Stattdessen sorgt der Streifen für 87 Minuten hilfloses Kopfschütteln, dem
man letztendlich nur mit totaler Resignation ein Ende setzen kann.
"3 Below"
dürfte wohl, aus welchen Gründen auch immer, dem einen oder anderen
B-Movie-Fanatiker doch noch in die Hände gelangen, wird aber selbst bei den
abgehärtetsten Fans dieser Filmgattung lediglich für ein großes
Fragezeichen auf der Stirn sorgen. Das Desaster beginnt schon bei der Story,
die in Kurzform zwar noch nach Horrorfilm klingt, in der Umsetzung aber nur
wenig damit zu tun hat. Die Geschichte
um eine kleine Gruppe von Menschen, die den Zorn einiger Rednecks auf sich
geladen haben, da sie diese ihrer Heimat
beraubten, scheint in der Theorie annehmbar. Was Bobb Hopkins allerdings aus
dem Plot hervorbrachte, kann nur als schlechter Witz betrachtet werden. Die
meiste Zeit über findet "3 Below" einfach nicht die richtige
Linie, taumelt irgendwo auf der Suche nach dem roten Faden vor sich hin, bis
sich auch schon der Abspann offenbart. Der Streifen ist ein Ärgernis von
vorne bis hinten, der selbst nicht weiß, was er sein will und den Zuschauer
schamlos 87 Minuten seiner Lebenszeit beraubt.
Das Unheil wäre
halb so schlimm, wenn sich Hopkins zumindest einmal auf die Art von Film
festgelegt hätte, die er eigentlich in den Kasten bringen will. Das
Ergebnis ist eine vollkommen lachhafte Mischung aus Pseudo-Horror und
Beinahe-Thriller, dem es aber derart allumfassend an Spannung und
Dramaturgie fehlt, dass die Motivation, sich diese Gurke bis zum Ende
anzusehen, ganz schnell rapide in den Keller sinkt. Leider sind auch die
Einführungen der Charaktere absolut misslungen. Der überhebliche und
lediglich auf seinen Ruf bedachte Senator Wells ist der Einzige, der auch
nur annähernd in Erinnerung bleibt, die anderen Figuren sind allesamt
derart blass, dass man auch nach einer Stunde noch keinerlei Ahnung von
deren Motivationsgründen und Charakteren hat. Die Rednecks wurden zwar
verblödet, aber viel zu harmlos dargestellt, so dass von ihnen keinerlei
Bedrohung ausgeht, während die feinen Investoren einfach nur unglaubwürdig
agieren.
Horror
gibt es im Verlauf des Films zu keinem Zeitpunkt zu sehen. Wer auf die
angekündigte Rache aus der Tiefe hofft, darf bis ans Ende aller Tage auf
den Bildschirm starren und wird noch immer nichts davon finden. Mit
Übernatürlichem hat "3 Below" nichts am Hut, auch wenn der Titel
anderes suggeriert. Ein Großteil der Handlung beschäftigt sich mit der
Entsorgung einer Leiche, die dem Senator gefährlich werden könnte. Das war
es dann auch schon. Später kommt es dann noch zu weiteren Morden, die aber
auch nichts mehr herumreissen können. Eine völlig unentschlossene,
spannungslose und dämliche Story sorgt in diesem Fall schnell dafür, dass
der Zuschauer die Lust an dem Film verliert, auf diese Weise kommt der rote
Faden noch schneller abhanden. Schauspielerisch bekommt man auch nicht viel
geboten. Es spricht für sich, dass Hopkins einige Nebenrollen mit seinen
Verwandten besetzte. Er selbst spielt noch annehmbar, doch der restliche
Cast erledigt seinen Job unterdurchschnittlich und nur wenig glaubhaft. Mit
Ernest Borgnine findet sich überraschenderweise noch ein halbwegs bekannter
Name im Cast, doch der Akteur absolviert hier lediglich einen Kurzauftritt.
Prinzipiell gibt es
zu diesem Machwerk nicht viel zu sagen. Eine Gruppe reicher Leute kommt in
ein ländliches Gebiet, stirbt dort der Reihe nach und das in der
bedeutungslosesten, unentschlossensten Inszenierung, die man sich nur
vorstellen kann. "3 Below" ist weder Horror, noch Thriller,
sondern eine aufgeblasene Farce eines Filmes, ein angehäufte Ansammlung von
Elend und absolutem Unvermögen in jeder Hinsicht. Die besten Momente sind
zwei kurze Nacktszenen, was natürlich nicht gerade für diesen
Totalreinfall von einem Film spricht. Meiden!
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