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| OT: 8MM |
| ca. 119 Minuten |
| A 1999 |
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| Regie |
| Joel Schumacher |
| Darsteller |
Nicolas
Cage
Joaquin Phoenix
James Gandolfini
Peter Stormare
u.a. |
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Tom Welles ist Privatdetektiv
und besonders bekannt für seine Diskretion. Aufgrund dessen wird er von
einer älteren Frau, deren Mann verstorben ist, beauftragt sich diskret um
eine Sache zu kümmern, die der verstorbene angerichtet hat. Hierbei handelt
es sich um einen alten Super 8 Film, der zeigt wie ein junges Mädchen von
einem maskierten brutal vergewaltigt und schlussendlich getötet wird.
Die Witwe möchte das Tom herausfindet ob das Band mit echten oder
gespielten Szenen gedreht wurde und so macht er sich auf den mühseligen Weg
das auf dem Band gezeigte Mädchen zu finden. Tom verändert sich zusehend,
weil er sich das Band immer und immer wieder ansehen muss und die gezeigte
Brutalität nicht verarbeiten kann. Er denkt dabei oft an seine eigene junge
Tochter und steigert sich, ohne Rücksicht auf Verluste, in den Fall hinein.
Die Witwe hat ihn und nicht die Polizei mit dem Fall beauftragt, damit der
gute Ruf der Familie nicht angekratzt wird. Daher erhält Tom auch alle
finanziellen Freiheiten die er braucht um dem eventuellen Verbrechen auf die
Spur zu kommen.
Abgesichert und mit steigendem Hass macht er sich daran die Vermisstenkartei
der Polizei zu durchsuchen. Nach unzähligen gesichteten Fotos wird er
fündig. Er besucht die allein lebende Mutter des vermissten Mädchens, die
seit dem Verschwinden schon von der zuständigen Behörde besucht wurde. Das
Haus der Mutter wurde zwar schon durchsucht aber durch seine präzise Arbeit
findet Tom das Tagebuch der Vermissten im Toilettenkasten, einer seit dem
Verschwinden nicht mehr benutzten Toilette.
In dem Buch liest er, dass das Mädchen vor hatte mit einem Freund
abzuhauen. Der namentlich erwähnte Freund sitzt aber in Gefängnis der
Stadt und gibt Tom lediglich den Tipp das sie nach Hollywood abgehauen sein
könnte, weil sie nicht mehr in einer Oben-ohne-Bar arbeiten wollte sondern
eine Karriere beim Film anstrebte.
Tom fährt nach Hollywood und deckt sich in einem Pornogeschäft mit
Material ein um Hinweise zu finden wo sich das Mädchen aufhalten könnte.
Ein junger Mann, der Verkäufer indem Laden ist, biete sich mit seinem
Szenewissen an, Tom zu unterstützen. Die beiden entwickeln eine
freundschaftliche Beziehung und dringen immer tiefer in eine bizarre Welt
von Bondage-Sex und gewaltbereiten, geldgeilen Psychos ein, was schließlich
so aussieht als könnte es gar kein gutes Ende nehmen... |
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"8mm" ist einer der
wenigen Filme, die man wohl nicht richtig einordnen kann. Es wäre wohl
zuviel verlangt in aufgrund seines Inhalts als ein Meisterwerk zu preisen,
obwohl die unumstrittenen schauspielerischen Fähigkeiten des Nicolas Cage
und die ungewöhnliche Story mit der bizarren Atmosphäre dies wohl durchaus
verdient hätten.
Aber Regisseur Joe Schumacher hat hier ein Thema aufgegriffen mit dem man
sich verständlicher Weise nicht so recht anfreunden kann. Snuff ist nichts
für die moderne Gesellschaft, was hoffen lässt, dass es so eine Art von
Film nicht gibt, auch wenn man sich das auch durchaus anders vorstellen
kann. Der durch die Medien geprägte Alltag zeigt es immer wieder das es
leider, leider sehr viel durchgeknallte Leute gibt.
Die düstere Atmosphäre zieht sich durch den ganzen Film und lässt einen
zwei Stunden lang hoffen, dass der vom Betrachter erhoffte Ausgang nicht
zutreffen wird. Auch die Arbeite des Detektivs Tom, die er, wie oben schon
erwähnt, sehr präzise durchführt und seine sich ändernde Art sind sehr
gut anzugucken.
Die Härte des Films kommt eigentlich aufgrund des Films im Film zustande.
Das FSK 18 ist durchaus gerechtfertigt. Der Film auf dem 8mm Band und auch
zwei nachgemachte Snuff-Filme sind harte Kost, die Tom im Laufe des Films
für teueres Geld ertragen muss.
Fan von Kampf und Actionszenen haben die Hollywoodproduzenten
selbstverständlich auch nicht vergessen. Dies ist eigentlich eine
Nebensächlichkeit, die man getrost hätte weglassen können. Aber wenn mit
einem nicht so filmreifen Thema Geld verdient werden muss ist dies eine
logische Konsequenz und wird gegen Ende des Films kameratechnisch gelungen
und sehr hart umgesetzt.
Über die Bewertung muss man sich intensive Gedanken machen, man kann aber
nicht leugnen, dass der Film etwas faszinierendes hat und glänzend
unterhält. Manchmal halt nicht immer so wie man will, aber der
Unterhaltungsfaktor ist da. Für Leute, die an einem ungewöhnlichen Film
interessiert sind, der nicht zwingend gut ausgehen muss, ist "8MM"
eine unbedingte Empfehlung wert.
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