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Die junge Sportlerin Martha
geht an einem sonnigen Aprilmorgen ihrer Lieblingsbeschäftigung nach. Sie
joggt durch die schöne Umgebung ihrer Heimat, doch dann muss sie plötzlich
stoppen. Irgendeine fremde Kraft drückt sie zu Boden und alsbald wird die
junge Frau ohnmächtig.
Später wird sie dann wieder wach und kann sich an nichts mehr erinnern.
Doch dieses Ereignis hat in Martha etwas ausgelöst, denn nach und nach
bekommt sie Visionen, Angstzustände und den begründeten Verdacht, dass sie
von Außerirdischen entführt wurde. In ihrer Verzweifelung will ihr niemand
so richtig glauben, nicht mal ihre ältere Schwester Lisa glaubt das sie von
Außerirdischen entführt wurde. Martha ist nach einer Unterredung mit Lisa
so aufgeregt, dass sie meint eine Runde joggen zu müssen. Doch von diesem
Sportausflug soll Martha nicht wieder zurückkehren, da sie von fremden
Männern erschossen wird.
Vor ihrem Tod hatte Martha noch versucht zu einem Schriftsteller Kontakt
aufzunehmen, einem Mann der sich mit übernatürlichen Ereignissen
beschäftigt und behauptet das Hunderte Alien mitten unter uns leben. Mark
hatte leider keine Gelegenheit mit ihr selbst zu sprechen, doch nach dem er
von dem Anruf erfahren hat, macht er sich auf um Martha zu besuchen. Da nun
aber keine Möglichkeit besteht mit Martha zu reden, sucht er ihre Schwester
auf, die davon allerdings nicht sonderlich begeistert ist. Als Mark Lisa
eines abends besucht, scheint diese sehr verwirrt zu sein und nicht mehr in
der Lage, die Zeit einzuschätzen. Wie sich später herausstellt wurde nun
auch Lisa von Außerirdischen gekidnappt und ist nun komischerweise
schwanger. Mark scheint sich mit der Situation auszukennen und bietet Lisa
Hilfe an. Diese ist auch dringend notwendig, da es eine Organisation gibt,
die MJ-12, die von Alien geschwängerte Frauen aufspürt und eliminiert. Die
beiden müssen nun fliehen und all ihren Mut zusammen nehmen, das sie gegen
den übermächtigen Gegner bestehen können. |
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Zugegebenermaßen klingt die
Story gar nicht mal so schlecht, die Umsetzung lässt aber leider etwas zu
wünschen übrig. Das sollte aber nicht verwundern, da wir es hier mit einem
astreinen B-Movie zu tun haben, bei dem offensichtlich an allen Ecken und
Kanten gespart wurde. Es gibt keine vernünftigen Alien, keine Trickeffekte
und auch bei der Darstellerauswahl und dem Erstellen des Skriptes hätte man
ruhig ein paar mehr Dollar berappen können.
Gleich zu Begin merkt man, dass es etwas seltsam losgeht, da man einige
Bildwechsel miterleben muss, die wohl ausdrücken sollen was die eben
entführte Frau empfindet. Es gibt Bilder aus der Realität, die mit
fiktiven (oder vielleicht Erinnerungen... das weis man aber nicht) gemischt
werden, was ein unüberblickbares Potpourri an Eindrücken hinterlässt,
welches kaum durchschaubar ist. Noch unüberschaubarer wird die Sache, wenn
man zuvor den Covertext des deutschen Videos studiert hat, da dieser hinten
und vorne nicht stimmt. In ihm wird berichtet das Martha die Protagonistin
sei, diese glänzt aber nach wenigen Minuten durch ihr Ableben, was im
übrigen die einzige Szene ist, die ein FSK 18 rechtfertigen würde. So
richtig übel nehmen kann man es dem Erstellter des Covertextes nicht, dass
er sich den Film offensichtlich nicht bis zum Ende angesehen hat, denn nach
der Anfangssequenz wird es doch etwas langweilig...
Zwar lernen wir hier die beiden Hauptdarsteller kennen, der Film verliert
aber einiges an Fahrt, da es viele, nicht aussagekräftige Dialoge gibt und
an Informationen gespart wird. Hier und da kommt es zwar mal zu einigen
Schiessereien und Autoverfolgungsfahrten, eine richtige Spannung will aber
nicht aufkommen und in Stimmung kommt der Betrachter auch nicht gerade. Man
quält sich daher, bis es dem Ende entgegen geht, da man Ausgang der
Geschichte durchaus interessiert sein könnte. Hier und da gibt es nämlich
immer wieder Hinweise auf die Identität des ungeborenen Kindes in Lisas
Bauch, die auf einen guten Schluss der Geschichte hoffen lassen.
Während es dem Film etwas an Spannung fehlt, wird stellenweise eine recht
gute Atmosphäre aufgebaut. Allerdings gibt es nicht sonderlich viele
Horrormomente in dem Streifen, sodass düstere Augenblicke leider etwas
Mangelware sind. Die meiste Zeit ist „Alien Seed“ eher im Action- denn
im Horrorgenre einzuordnen, was die Sache für den Freund des Horrorfilms
natürlich nicht gerade versüßt. Auf Effekte muss man eh verzichten, da,
wie erwähnt, die schlimmste Szene ein Kopfschuss ist, der heute in vielen
FSK 16 Filmen zu finden ist.
„Alien Seed“ preist auf dem Videocover zwar an, dass Eric Estrada mit
von der Partie ist, der ja schon in einigen bekannteren Produktionen wie „Loaded
Weapon 1“ oder „Party Animals ...Wilder geht's nicht!“ mitgewirkt hat,
ein wirkliches Schauspielen kann man aber keinem der Beteiligten
attestieren. Viele wirken überdreht und die Tatsache, dass es ne Menge
Dummdialoge gibt, macht die Darsteller nicht unbedingt glaubhafter.
Alles in allem ist „Alien Seed“ nicht gerade eine gute B-Produktion. Der
Film verfügt zwar durchaus über genügend Potential, welches aber nicht
mal ansatzweise ausgeschöpft wurde. Der Anfang und die Geschichte an sich
sind zwar ganz nett, dass war es dann aber auch schon. Somit sollte „Alien
Seed“ nur etwas für Sammler und Extremgucker sein... |