|
Nikos ist mit seiner Familie
im Urlaub. Als er, seine schwangere Frau und sein Kind plötzlich auf das
offene Meer getrieben werden, scheint die Lage aussichtslos. Sie treiben
tagelang ohne Nahrung auf dem Meer und werden von der Sonne verbrüht. Als
sein Kind stirbt, kommt Nikos die Idee es zu verspeisen um sich und seine
Frau zu retten. Seine Angetraute will dies aber nicht und greift Nikos an.
In seiner Verbissenheit tötet der Hungerleidende seine Ehefrau und macht
sich alsbald über die beiden toten Körper her ...
Einige Jahre später ...
Eine Gruppe Urlauber möchte ihre arbeitsfreie Zeit zusammen in Südeuropa
verbringen. Sie touren ein wenig auf einer Insel rum und bemerken das hier
irgendwie nichts los ist - Alle Menschen sind verschwunden. Als die Gruppe
dann auf die ersten Leichen trifft und sich auch die ersten von ihnen
verabschieden, ist klar was los ist. Nikos hat die Bootsfahrt überlebt und
ist auf diese Insel angeschwemmt worden. Er ähnelt mehr einem Untoten als
einem Lebenden und er ist nur an einem interessiert ... frischem
Menschenfleisch! |
|
Wenn jetzt irgendjemand
gewisse Parallelen zu einem Kultfilm von dem Kultregisseur Joe D´Amato
festgestellt hat, dann liegt er komplett richtig. Andreas Schnaas, der mit
Filmen wie „Violent Shit“ oder „Zombie 90: Extreme Pestilence“
bekannt wurde hat versucht ein Remake des Films „Maneater – Der
Menschenfresser“ zu drehen und ist meiner Meinung nach kläglich
gescheitert.
Ich halte es generell nicht für sonderlich originell ein Remake zu drehen,
wenn man es aber macht muss man höllisch aufpassen um sich nicht zu
blamieren. Wenn man lediglich eine Kamera mit integriertem Mikrofon, keine
professionellen Schauspieler und unterdurchschnittliche Spezialeffekte hat,
dann sollte man sich nicht an einem Remake eines Klassikers versuchen.
Die Spezialeffekte sind zwar stark vertreten, es fehlt meiner Meinung nach
aber noch eine ganze Menge Training, bis sie einigermaßen realitätsnah
sind. Ich denke das ich 50% der Effekte ohne viel zu Üben hinbekommen
würde. Auch die schauspielerischen Leistungen würde ich mir ohne weiteres
zutrauen, da sie einfach absolut laienhaft sind. Eigentlich sind die
Schauspieler ja ein generelles Problem im Amateurfilm, aber irgendwie wirken
die Akteure in diesem Streifen besonders albern.
Der Film selber baut leider nur wenig Atmosphäre auf, was aufgrund der
genannten Mängel auch nicht verwunderlich ist, die Spannung hält sich in
Grenzen und leider gibt es auch einige Längen, obwohl die Gesamtspielzeit
nicht mal die 80 Minuten erreicht. Splatterfans werden sicherlich auf ihre
Kosten kommen, auch wenn der miserable Ton einem das Guckvergnügen
schmälern kann. |