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Dr. Chris Leeder
(Jack Buddliner) entdeckt eines Tages beim Ladenbummel ein altes Buch in
einem Antiquitätenladen, das ihn sofort neugierig macht. Es enthält
Aufzeichnungen des legendären Dr. Jekyll, der sich nach Einnahme eines
Trankes in den monströsen, sexbesessenen Mr. Hyde verwandelte. In dem
Tagebuch findet sich eine Anleitung zur Herstellung dieses Trankes, weshalb
Leeder nicht lange fackelt, den Ladenbesitzer umbringt und das Buch mitgehen
lässt.
Zu
Hause darf er gleich mal einige der Nebenwirkungen des Buches kennen lernen,
denn Leeder ist plötzlich ungewohnt triebhaft und gewalttätig, weshalb es
nicht lange dauert, bis der Doktor die ersten Frauen vergewaltigt. Als er
sich dann dazu entschließt, den Trank nachzubrauen, hat das noch weitaus
drastischere Folgen, denn nach dessen Einnahme wird aus dem hässlichen Mann
eine vollbusige Blondine mit starkem Drang zur Nymphomanie, so dass er sich
auch in dieser Form schnell eine vielzahl weiblicher Sexpartner
verschafft... |
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Angesichts dieser
lieblosen Verfilmung der weltbekannten "Dr. Jekyll und Mr. Hyde"
Geschichte, die zu den Klassikern des Horrors zählt, würde Robert Louis
Stevenson, Autor derselben, sicherlich im Grabe rotieren. Etliche Filme
nahmen sich bereits die Story um den angesehenen Arzt, der durch Einnahme
eines Serums zum mörderischen Mr. Hyde wurde, zum Vorbild und orientierten
sich daran, doch bei dem, was uns die beiden Regisseure Byron Mabe und Lee
Raymond hier vorsetzen, bleibt einem wirklich die Spucke weg. "The
Adult Version of Jekyll & Hide" will also die Erwachsenenversion
der berühmten Geschichte sein, doch bei dem Bockmist, der hier auf
Zelluloid gebannt wurde, muss ich mich ernsthaft fragen, ob sich das auch
nur ein Erwachsener länger als 10 Minuten antun würde. So wäre die
korrekte Bezeichnung wohl eher "The Jekyll & Hide Version for
freaks that are too stupid to look for real porn", denn was einem hier
aufgetischt wird sind 90 Minuten lang nackte Mädels und fette Männerarsche
und das in einer derart dilettantischen Art und Weise, dass es jeder
ernsthaften Beschreibung spottet.
Sicher, der
Streifen entspringt den 70ern, wo die Erotikbranche noch nicht das war, was
sie heute ist, einer Zeit, als auch "The Adult Version of Jekyll &
Hide" noch ein Publikum fand, so absurd dies aus heutiger Sicht auch
klingen mag. Haufenweise unrasierte Frauen und fette Männer tummeln sich
auf dem Bildschirm, mehr sollte man aber absolut nicht erwarten. Mit
"The Adult Version of Jekyll & Hide" schufen Raymond &
Mabe einen Sexploitation Streifen, der all die Kriterien erfüllt, um mit
einem Machwerk aus diesem Subgenre ein bisschen Geld beim anspruchslosen
Publikum verdienen zu können.
Das hauptsächlich
größte Problem bei alledem ist, dass der Film sich einzig und allein auf
die Merkmale eines (S)exploitation Films konzentriert und alles andere
gänzlich außen vor lässt. Ein bisschen sleaze her, ein bisschen sleaze
da, aber alles in allem zu wenig, um als richtiger Film durchgehen zu
können. Eine Handlung ist nur insofern zu erkennen, dass Dr. Leeder wie ein
Besessener mit seiner Assistentin vögelt, wahnsinnig wird, Frauen
vergewaltigt, sich in die hübsche Mrs. Hide verwandelt und als diese
weitervögelt. Das wars dann auch schon, nachdem Jack Buddliner gute zehn
Mal seinen fetten, haarigen Arsch ins Bild halten durfte, ist der ganze
Spaß auch wieder vorbei und man fragt sich als Zuschauer ernsthaft, wo denn
der eigentliche Film war.
Hier will einfach
nichts stimmen. Angefangen bei den Schauspielern, die nichts mehr können,
als sich ihrer Kleidung zu entledigen, bis hin zu einem Spannungsaufbau, der
nicht einmal im Ansatz vorhanden ist. "The Adult Version of Jekyll
& Hide" ist langweiliger Softcore, der sich öde langsam dahinzieht
und letztendlich ein Gefühl von Frustration zurücklässt, für solch einen
Schund Geld ausgegeben zu haben.
Nun, wenn "The Adult Version of Jekyll & Hide" typischer
Sexploitation ist, dann weiß ich nun, dass das definitiv kein Genre ist,
mit dem ich mich über einen längeren Zeitraum hinweg befassen werde. Wenn
mir nach Sex, gepaart mit gehörig viel Trash ist, greife ich zum
nächstbesten Seduction Cinema Titel, für die tägliche Dosis an Gewalt tun
es die Splatterfilme in meinem Regal. Dazu brauche ich dann keinen 30 Jahre
alten Film, der in dreckig anmutender Qualität wohl schmuddelig daherkommen
will, tatsächlich aber nichts weiter als abturnend und einfach inhaltslos
ist. Wer vor 30 Jahren zum ersten Mal zu den Bildern eines schmuddeligen
Sexploitation-Filmes die ersten sexuellen Erfahrungen sammelte, wird wohl in
nostalgischer Stimmung an die gute, alte Zeit zurückdenken können, doch
für alle anderen ist "The Adult Version of Jekyll & Hide",
trotz einigen beachtlichen weiblichen Rundungen, absolut NICHT zu empfehlen. |