|
„Alligator“, der auch unter den Titeln „Horror-Alligator“
respektive „Killer-Alligator“ vertrieben wurde, ist sicherlich der beste
Streifen seiner Art. Es gibt zwar einen großen Fundus an Alligatorfilmen,
doch keiner schafft es dem „Original“ von 1980 das Wasser zu
reichen.
Regisseur Lewis Teague, der später unter
anderem noch „Cujo“ drehte, hat es geschafft, einen unterhaltsamen
Monster-Tierfilm zu schaffen, der abwechslungsreich ist, viele Wendungen
bietet und nur wenige Stellen hat, die etwas langatmig sind. Dies ist für
dieses Subgenre sicherlich nicht der Normalfall und somit kann man bei „Alligator“
von einem Ausnahmefilm reden.
Der Plot macht echt Spaß und ist im Gegensatz
zu vielen Artgenossen nicht nur ein Watscheln durch den Dschungel oder ein
anderes Dickicht, sondern spielt mitten in der Stadt. Dadurch konnte man
einige alltägliche Elemente einbauen, die ein wenig vom eigentlichen
Geschehen ablenken und somit etwas Vielfalt in die Geschichte bringen. Im
Mittelpunkt steht ein geplagter Cop, der am Rande der Legalität handelt und
schließlich suspendiert wird. Dies hält ihn aber nicht davon ab, sein
Leben für seine Mitmenschen zu riskieren...
Gespielt wird dieser Draufgänger von keinem
geringeren als Robert Forster, der seine Rolle auch bemerkenswert gut in den
Kasten bringt. Neben ihm können Freunde des
Exploitation-Kinos noch den B-Movie Star Henry
Silva bewundern, der natürlich mal wieder sein Bestes gibt.
Ein
ebenfalls bemerkenswertes Kriterium, das zwangsläufig zu einer positiven
Bewertung führt, sind die Spezialeffekte. Zum einen hat man ein wirklich
gutes Monster geschaffen, dass in vielen Szenen von einem richtigen
Alligator ersetzt wird, der natürlich zwangsweise real wirkt. Viele Filme
dieses Subgenres haben ja nicht umsonst so einen schlechten Ruf, denn was
man sich in einigen Streifen als Monster angucken muss ist mehr als
lächerlich.
Zum
anderen gibt es bei den Spezialeffekten dann noch jene, die das Herz der
Splattergemeinde höher schlagen lassen und trotz einer Einstufung von FSK
16 gibt es einige nette Szenen zu betrachten, die für solche Verhältnisse
überdurchschnittlich hart sind.
Somit
kann man zusammenfassend sagen, dass „Alligator“ sicherlich einer der
besten Tier-Horrorfilme ist und mehr bietet als trashige Szenen, die
aneinandergereiht Spaß machen sollen. Ohne Trash kommt „Alligator“ zwar
auch nicht aus, dieser ist aber lediglich positiv und nicht allzu sehr im
Mittelpunkt. |