|
Ein geistesgestörter Killer terrorisiert den
hiesigen Campus:
Erst scheint es in einem amerikanischen
Städtchen völlig normal zu laufen. Die Schüler der Highschool füllen
ihre Rollen als Cheerleader oder Sportler gut aus und es gibt keinen Grund
zur Klage, denn bald steht die Abschlussveranstaltung an und die
Vorbereitungen laufen gut. Doch dann werden zwei Jugendliche, die sich
gerade miteinander vergnügt hatten, brutal abgeschlachtet.
Der
Täter scheint schnell gefunden zu sein, da das Mädchen von einem
stadtbekannten Drogendealer schwanger war. Aber als weitere Morde geschehen,
rücken andere Verdächtige ins Rampenlicht. Ist es ein Serienmörder? Oder
eine Pflegerin, die hinter einem großen Erbe her ist? Oder der Pfarrer, der
ewig von sündigen Jugendlichen spricht? Oder der stets spannende
Hausmeister? Fest steht nur, dass die Stadt vor einem Problem steht. Aber
der heimische Sheriff probiert sein Bestes, um den Fall bestmöglich zu
bearbeiten. |
|
Hört sich doch nicht schlecht an, oder? Und
in der Tat – „American Killer“ beginnt nach einem leicht verkorksten
Start recht nett. Verkorkst ist der Start deswegen, weil der Betrachter mit
einem etwas billigen Blickfang auf den Film eingestellt werden soll, indem
minutenlang irgendwelche Cheerleader gezeigt werden, die aber eigentlich
niemand sehen will. Dann wird die Handlung aber klar besser und im Nu
bekommt man es mit einem eiskalten Slasher in bester 80er Jahre Manier zu
tun.
Der Killer killt und keiner weiß wer es ist
und warum er tötet. Es kommen einige Leute in Frage, sodass der Betrachter
des Streifens munter mitraten kann. Nach dem temporeichen Start kommt „American
Killer“ dann aber fast zum Stillstand, auch wenn einem wichtige Details
über die Protagonisten erzählt werden. Das Ganze ist aber nicht besonders
gut und vor allem nicht besonders unterhaltsam umgesetzt. Die Morde gehen
zurück, Nacktaufnahmen und wenig unterhaltende Dialoge nehmen zu. Man
bleibt als Zuschauer aber am Ball, da man schließlich wissen möchte, wer
dieser Killer ist.
Und dann kommt es: Die Hammerwendung! Der Mörder wird enttarnt und durch
diese Situation wird aus einem Slasher eine Trash-Produktion. Allerdings ist
der Trash weniger unterhaltsam als nervig. Durch das Bekannt werden des
Mörders formieren sich Grüppchen, die zuvor noch als potentielle Killer in
Frage kamen, um aus der Situation einen Vorteil zu erlangen. Wollen wir mal
hoffen, dass die Kehrtwendung dadurch resultierte das der Drehbuchautor John
Russo erkrankte und irgendjemand, der sich mit der Thematik nicht auskannte,
den Job übernahm...
Durch den Wechsel der Story ist es schwer,
Sachen wie Spannung und Atmosphäre zu bewerten. Anfangs sind sicherlich die
spannenderen und atmosphärisch dichteren Momente vorhanden, insgesamt
betrachtet bleibt einem aber nur Mittelmass, dass weit aus mehr Potential
hatte, als es gezeigt hat. Unterdurchschnittlich müssen allerdings die
Darsteller und die deutsch Synchronisation bewertet werden, die beide
wirklich schlecht sind.
Freunde des Splatters kommen leider nicht auf
ihre Kosten. Das deutsche Tape von UFA ist zwar cut, ihm fehlen aber nur
wenige Einstellungen, weswegen sich ein Kauf des Originals nicht lohnen
wird.
Insgesamt gesehen ist „American Killer“
ein mittelprächtiger Film, mit einer negativ bemerkenswerten Geschichte,
die so nicht alle Tage erzählt wird. Am Rande muss man noch anmerken, dass
sowohl Regisseur Bill Hinzmann als auch Drehbuchautor und Produzent John
Russo beim Kultstreifen „Die Nacht Der Lebenden Toten", Romeros
erstem Zombiefilm, beteiligt waren. Hinzmann als Zombie, Russo als Cutter
und Drehbuchautor. |