Amputiert

OT: The Severed Arm
ca. 90 Minuten
USA 1975
 
Regie
Thomas S. Alderman
Darsteller
Deborah Walley
Paul Carr
David G. Cannon
Marvin Kaplan

u.a. 
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Eine Gruppe von Hobby-Höhlenforschern wird bei einer Erkundungstour in einem stillgelegten Bergwerks-Stollen verschüttet. Als nach mehreren Tagen die Lage aussichtslos erscheint, da die Nahrungsmittel aufgebraucht sind und keine Rettung in Sicht ist, beschließen die Männer zum Überleben, den Arm eines Gruppenmitgliedes zu verspeisen. Per Losverfahren wird der Kollege Ted als Nahrungsspender ermittelt. Da dieser wenig begeistert von der Idee ist, seinen Arm herzugeben, wird er kurzerhand mit Gewalt zur Einlösung seines „Lotteriegewinns“ gebracht.  Dumm gelaufen: Just in dem Moment, als der Arm abgetrennt ist, vernehmen die Eingeschlossenen ein Klopfen. Ein Rettungstrupp naht!! Entsetzt über ihre Tat und voller Panik über deren mögliche Konsequenzen, beschließen sie, der Öffentlichkeit zu erzählen, Ted’s Arm sei eingeklemmt worden und hätte amputiert werden müssen.

Ted ist jetzt in doppelter Hinsicht „arm dran“:  Da man ihm seine Version der Geschichte nicht abnimmt, wird er nun einarmig auch noch als geisteskrank in die Psychiatrie eingeliefert. Seine Kollegen wähnen sich durch diesen Verlauf der Geschichte aus dem Schneider. 5 Jahre später:  Jeff, einer der Höhlenforscher von damals, erhält der Post ein Paket mit einem abgetrennten Arm.  Schon bald darauf verliert ein Mitglied der ehemaligen Forscher-Truppe nach dem anderen durch einen einarmigen beilschwingenden Unhold seinen Arm bzw. sein Leben. Jeff ist klar, dass nur Ted als Täter in Frage kommen kann, der sich für die erlittenen Qualen rächen will. Mit Hilfe von Ted’s Tochter versucht er ihn aufzuspüren. Doch das Wiedersehen mit Ted hatte er sich wohl etwas anders vorgestellt... 



 

Ginge es um die Kür zum „reißerischsten Filmtitel ever“ würde „Amputiert – Henker der Apokalypse“ sicherlich einen der vorderen Ränge belegen. In Erwartung eines blutigen Slashers mit deftigen Splattereinlagen wird man dann jedoch leider etwas enttäuscht sein, da der Film weniger auf Effekthascherei aus ist, sondern sich vielmehr auf seine doch recht krude Story konzentriert.

„Amputiert“ ist ein eher ruhigerer Vertreter des Genres, der aber durch seine düstere Stimmung sehr gut zu gefallen weiß, da die Geschichte (trotz kleinerer Längen im Mittelteil) doch recht kurzweilig rüberkommt. Zwar werden in Anlehnung an den Titel auch ein paar Gliedmaßen verhackstückt, die Effekte fallen allerdings relativ unspektakulär, um nicht zu sagen billig, aus. Doch kann man als Betrachter gerade dieser Naivität (die u.a. auch in der Darstellung der Höhlentour zu tragen kommt)  einen gewissen Charme nicht absprechen. 

Allein das Kannibalismus-Thema in der Rückblende am Anfang des Filmes kann als überaus innovativer Drehbucheinfall bezeichnet werden, da es ja schließlich mal einen etwas anderen Aufhänger für eine Revenge-Story liefert. Überhaupt besitzt der Film für seine Zeit eine gelungene Atmosphäre, die ein wenig an die düsteren Werke eines Pete Walker erinnern. Untermalt wird das ganze von einer trashig-schönen Elektromusik, wie sie auch in manchen Splatterfilmchen der frühen 80er Jahren Verwendung fand. Einen besonders dicken Bonuspunkt erhält der Film für sein überraschendes und sehr finsteres Ende. Dazu sei an dieser Stelle nicht mehr verraten. Nur soviel: Ein Happy-End sieht anders aus ;-)

Fazit: Naiv-schönes Slasher-Revenge- Filmchen mit einer schrägen Story und gelungenem Ende!!! 

Review by MiP

Der Autor

Splatter
Spannung
Story
Ekelfaktor
Atmosphäre
Gesamt

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The Burning - Brennende Rache 

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