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Ein kleines Mädchen füttert
im Garten den Hund, ihr Vater im innern des Hauses greift wie in Trance nach
einem Beil und macht sich auf den Weg zu ihr…
Jahre später sind Tommy, seine beiden Schwestern und sein Vater in eben
dieses Haus eingezogen. Tommy ist ein Außenseiter wie er im Buche steht.
Eines Tages findet er auf dem Dachboden des Hauses eine alte, verschlossene
Kiste. Der Inhalt ist ein Spiegel und ein Tagebuch, das scheinbar von einem
Verrückten geschrieben wurde, da es darin um Dämonen geht. Tommy legt das
Tagebuch zur Seite und hängt den Spiegel in seinem Zimmer auf.
Kurze Zeit später kommt Tommy mit Petra zusammen und als Petra ihn besuchen
kommt und in den Spiegel blickt, wird ihr Blick leer und sie läuft auf die
Straße und direkt vor ein Auto. Wenig später erliegt sie im Krankenwagen
den Folgen des Unfalls. Tommy kommt nur sehr schwer mit ihrem Tod zurecht.
Schreckliche Alpträume, in denen ihm seine tote Freundin erscheint und er
versucht sie zu töten, quälen ihn von Nacht zu Nacht und werden immer
brutaler und erschreckend realer. Seine tote Freundin versucht sogar ihn zu
warnen, er solle den Spiegel zerstören... |
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Endlich habe ich nun auch das
Erstlingswerk von Regisseur Olaf Ittenbach zu Gesicht bekommen. Eines gleich
vorweg, dies ist kein Film für Leute mit nervösem Magen oder die eher auf
anspruchsvollere Kost stehen. Es handelt sich hierbei um einen Low Budget
Streifen, in dem reichlich viel gesplattert wird. Die Kosten für den Film
beliefen sich auf nur 10.000 DM.
Die Story ist eher als nebensächlich anzusehen, aber immerhin besitzt der
Film sogar noch etwas Story, im Gegensatz zu manch anderem Erstlingswerk
diverser Regisseure dieses Genre (z.B. „Violent Shit“). Ein klein wenig
erinnert die Story an manchen Stellen auch an „Tanz der Teufel“.
Die Darsteller sind allesamt Laien und das merkt man auch deutlich,
Regisseur Olaf Ittenbach spielt selbst die Rolle des Hauptdarstellers Tommy.
Namentliche Filmgrößen sind somit natürlich nicht vorhanden. Oftmals
fehlt es an passender Mimik bzw. die Rollen kommen teils recht gelangweilt
und banal rüber, aber darüber lässt sich hinweg sehen. Sehr lustig fand
ich auch, wie oft sich Tommy immer wieder einen neuen Pulli anzieht, er
wechselt z.B. den Pulli, weil er stinkt, das T-Shirt darunter bleibt jedoch
immer an. Sehr logisch auch, einmal zieht er sich einen frischen Pulli an,
geht ins Bad und zieht ihn dort sogleich wieder aus. Die sprachliche
Umsetzung ist übrigens stark von bayrischem Dialekt begleitet was dem Film
hin und wieder eine wohl eher unfreiwillige Komik beifließen lässt.
Die Splattereinlagen dagegen sind hervorragend gelungen, es fließt
reichlich Blut, es wird zerstückelt und selbst ein paar Szenen sind dabei,
bei denen wohl so mancher Zuschauer lieber den Saal verlässt oder laut
aufschreit, wobei ich bei letzterem ganz besonders an die männlichen Wesen
denke (ich sage nur des Mannes bestes Stück, ein Hammer und ein Nagel, den
Rest überlasse ich eurer Phantasie!). Bei der Verwandlung in einen Dämon
musste ich irgendwie an Dario Argento´s „Dämonen“ denken. Hier scheint
mir etwas abgeschaut worden zu sein, denn auch bei Ittenbach wachsen die
dämonischen Fingernägel aus den Händen und die Dämonenzähne treten
genauso hervor, jedoch wirkt dies hierbei weniger professionell als bei
Argento. Außerdem kam hier zum ersten mal eine der viel geliebten
Höllenszenen von Ittenbach zum Zuge, die er auch in seinen späteren Werken
„The Burning Moon“ und „Beyond the limits“ gerne wieder in
ähnlichem Ausmaße aufnahm.
Dass Ittenbach mit diesem Film seinen Durchbruch im Splattergenre schaffte
war ebenfalls nicht geplant, da der Film eigentlich gar nicht so groß
rauskommen sollte, jedoch verirrte sich ein Exemplar davon zu „Splatting
Image“, die dann für den Rest sorgten.
^v^ FAZIT: ^v^
Ein, meiner Meinung nach, sehr gelungener Fun-Film, der jedoch nur den
Geschmack von hartgesottenen Horror- und Splatterfreaks befriedigen dürfte.
Leute, die nichts mit solchen Filmen anfangen können, sollten einen großen
Bogen darum machen! |