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| OT: Tuno
Negro |
| ca. 103 Minuten |
| Spanien 2001 |
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| Regie |
Pedro L. Barbero
Vicente J. Martin |
| Darsteller |
Silke
Jorge Sanz
Fele Martinez
Patxi Freytez
u.a. |
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Schauplatz des Geschehens ist
die Universität in Salamanca, einem kleinen verschlafenen Nest in Spanien.
Hier sind in der letzten Zeit zwei Morde geschehen, die auf ein Ritual
deuten lassen. Die Opfer sind Studenten, die nicht unbedingt zu den
erfolgreichsten hörten und viel Zeit im Internet-Chat verbrachten, was
Anfangs aber nicht für sonderlich große Aufregung sorgt.
Alexandra ist neu an der Uni und bekommt natürlich mit, was hier passierte.
Sie ist äußerst begabt, sehr clever und entwickelt bald Interesse an
diesem ungewöhnlichen Fall. Im Internet lernt sie jemanden kennen, der
offensichtlich Gefallen an einer mittelalterlichen Maske gefunden hat, denn
er präsentiert sich stolz in einer solchen, ohne seine Identität
preiszugeben. Irgendetwas scheint mit dem Typen nicht zu stimmen und dies
soll sich nach kurzer Zeit auch bewahrheiten. Der unbekannte speist
Live-Videos in den Chat-Raum ein, die aus Alexandras Umgebung stammen.
Als wenig später weitere Studenten ums Leben kommen, steht für die junge
Frau fest, dass der seltsame Mann aus dem Internet ist der Mörder sein
muss, der sich selbst „Tuno Negro“ nennt. Sie bekommt es mit der Angst
zu tun und intensiviert daher ihre Recherchen. Die Spuren, die der „Tuno
Negro“ hinterlässt, führen sie bis ins Mittelalter, wo in einer
Kathedrale etwas grausames geschehen sein musste. Dank der Kenntnisse aus
ihrem Geschichtsstudium, ist ihr diese Materie nicht fremd, sodass sie ihren
Nachforschungen auf den Grund gehen kann.
Denn wenn sie das Geheimnis um den „Tuno Negro“ nicht bald lösen kann,
geht es ihr sicherlich an den Kragen. Die mit dem Fall beauftrage Polizei
ist nämlich machtlos... |
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„Scream in seiner
europäischen Variante – Edeler, spannender, blutiger“ So ziert es das
Cover, doch meine Meinung weicht da etwas ab. Ich finde es zu einfach diesen
Streifen mit den zu unrecht so erfolgreich gewordenen Teenie-Slashern aus
dem Amiland zu vergleichen. Als Eyecatcher ist solch ein einfacher Spruch
sicherlich nicht das schlechteste, aber wer sich den Film anschaut wird
schnell feststellen das man sich sehr viel Mühe in Spanien gemacht hat um
einen guten Film zu präsentieren.
Sicherlich ist das Strickmuster ähnlich wie bei anderen Filmen dieses
Horrorsubgenres. Hübsch anzusehende Teenager ( sie dürfen auch ruhig ein
wenig älter sein ) werden von einem, mit einer Maske bekleideten Phantom
gejagt und meist mit einem Messer niedergemetzelt. Natürlich gibt es auch
hier einen Protagonisten, der sich versucht seiner Haut zu wehren und das
natürlich mit Glück und Geschick. Aber das ist noch lange nicht alles, was
„Black Serenade“ zu bieten hat. Neben dem üblichen Krams gibt es einen
historischen Hintergrund, der nicht einfach erzählt wird, sondern im Film
erforscht werden will und es wird das neue Medium, das Internets mit
einbezogen. Sicherlich ist das Internet nicht mehr neu aber bei vielen
Filmen dieser Sparte ist es noch nicht in Erscheinung getreten.
Doch die Einbindung ist nicht sonderlich geglückt, so positiv ich sie auch
finde. Das sie nicht viel Bezug zu dem standarisierten, aus Amerika
stammenden Standart hat, ist weniger störend als die Tatsache, dass alles
zu perfekt ist. Jeder weiß das eine Live-übertragung nicht derartig gut
sein kann, wie sie im Film dargestellt wird und das finde ich schon etwas
unrealistisch.
Seine Stärken hat „Black Serenade“ allerdings ganz eindeutig in der
Unterhaltung, der Atmosphäre und den Kulissen. Diese drei Punkte stehen im
direkten Zusammenhang, da uns die ansehnlichen Schauplätze einen Blick in
Spaniens Vergangenheit werfen lassen. Ob die im Hintergrund spielende
Nebenhandlung auf wahren Begebenheiten beruht oder eine Schöpfung der
Macher ist vermag ich nicht zu beurteilen, meiner Meinung nach ist das aber
auch nicht wichtig, denn man wird unweigerlich in ihren Bann gezogen und das
ist es ja, was gutes Unterhaltungskino ausmacht.
Die agierenden, mir gänzlich unbekannten Darsteller passen sehr gut in den
Film und das nicht nur weil einige bereit sind die Hüllen fallen zu lassen,
wie es ja so oft in Filmen mit ähnlicher Thematik verlangt wird. Die Musik
passt auch bestens, da sie metallisch und unabhängig aus den Boxen dröhnt,
wenn nicht gerade die einheimischen Sänger ihr spanisches Liedgut
präsentieren.
Alles in allem ist „Black Serenade“ ein überdurchschnittlich guter
Slasherfilm, der zwar nicht viel Gewalt aufweist (ein FSK 16 hätte da wohl
genügt) und Schwächen in der Darstellung des Internets hat, aber ansonsten
voll überzeugt. Alles passt irgendwie und erinnert nicht wirklich an die
mittlerweile vermurkste Scream Trilogie. |
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