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Der ägyptische
Delikatessenhändler Fuad Ramses ist in Wirklichkeit nicht der
Speisenzubereiter, für den er sich ausgibt. Er ist religiös tief
verwurzelt. Als Anhänger einer uralten Sekte betet er eine Göttin namens
Ishtar an, die vor vielen tausend Jahren gestorben ist und nun wiedererweckt
werden soll.
Dafür benötigt Fuad Körperteile von jungen Frauen. Eine Dame nach der
anderen fällt ihm zum Opfer, und die Polizei ist machtlos, da der
Ishtar-Jünger professionell handelt.
Eines Tages bekommt Fuad den Auftrag, ein ägyptisches Festmahl bei einer
Geburtstagfeier zuzubereiten. Eine junge Frau, die sich sehr für Ägypten
interessiert, feiert ihren Jubeltag und soll mit dem besonderen Essen
überrascht werden. Fuad ist sehr erfreut über das Angebot, da es gut in
seinen Wiederbelebungsplan passt. Das "Blood Feast" kann also
serviert werden... |
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Einst ein Meilenstein im
Splatter-Film, dann eine Beschäftigungstherapie für Paragraphenreiter.
"Blood Feast" ist auf jeden Fall in aller Munde (zumindest bei
Horror-Fans) und darf sich auch noch Jahre nach der ersten Veröffentlichung
als sehr begehrenswerter Film bezeichnen. Doch ist er für heutige
Verhältnisse immer noch so schockierend und provozierend wie damals? Gewiss
nicht!
Denn wenn man heute einen Film dreht, in dem eine junge Frau ein blutiges
Schnitzel im Nacken hat und von oben bis unten mit roter Farbe beschmiert
ist, kann man sicherlich niemanden mehr weiß machen, dass diese Person
soeben brutal ermordet wurde. Die Zeiten haben sich glücklicherweise
geändert und dank Sam Raimi, CGI und Co. kann man heute geschauspielerte
Gräueltaten besser in den Kasten bringen. Also lange Rede, kurzer Sinn: So
brutal und blutig ist "Blood Feast" eigentlich gar nicht.
Und warum ist er dann zum Klassiker geworden? Sicherlich nicht wegen der
begnadeten Darsteller, denn keiner der Akteure scheint über viel Talent zu
verfügen. Sie plappern meist ihre Dialoge wie Roboter runter und wirken
alles andere als locker. Die Story ist zwar nicht schlecht, hat aber selbst
für einen Einstünder zu wenig vorzuweisen, sodass das Ganze mit eben
beschriebenen Dialogen aufgepeppt werden musste. Die Spannung hält sich in
Grenzen und auch die Atmosphäre ist nur in wenigen Momenten dicht genug um
eine verstörende Stimmung zu verbreiten.
Die Gründe, warum "Blood Feast" zum Klassiker wurden können also
nur an der Mischung des Ganzen und vielleicht der Vorfreude auf das
Bevorstehende, wenn man den Film zum ersten Mal betrachtet, liegen. Ein
Überflieger ist er sicherlich nicht und mit neuzeitlichen Splatterfilmen
kann er nicht mal ansatzweise mithalten. Dennoch muss die Arbeit des
Herschell Gordon Lewis gewürdigt werden, da er mit "Blood Feast"
1963 dem Splatter- bzw. Gore-Film das Leben eingehaucht hat. Danke,
Herschell! |