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Ein Killer fährt durch die
Wüste. Er ist offensichtlich noch in Gedanken bei seinem letzten Mord, als
plötzlich eine junge, gutaussehende Anhalterin am Wegesrand steht. Er nimmt
sie natürlich mit. Es kommt, wie es kommen muss: Nur kurze Zeit später ist
die junge Frau tot. Allerdings nicht lange: Sie kehrt aus dem Reich der
Toten zurück und rächt sich grausam an ihrem Peiniger.
Wenig später fahren vier Teenager durch die Wüste. Ihr Ziel: Kalifornien,
Party machen! Sie heben es eilig, denn sie liefern sich ein Wettrennen mit
ihren Freunden. Da sehen sie eine Anhalterin am Straßenrand. Sollen sie die
Frau mitnehmen? Die Damen in der Gruppe sind dagegen. Anhalter bergen immer
eine Gefahr. Die Herren sehen das aber ein wenig anders. Die Tramperin ist
schließlich auch nur leicht bekleidet...
Also nehmen sie die hübsche Frau mit. Ein tödlicher Fehler... |
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„Bloody Highway“ ist ein
Amateur-Film, der nach Aussage des Regisseurs mit geringstem Budget in den
Kasten gebracht wurde. Anzusehen ist das dem Film aber nicht wirklich. Mal
abgesehen von einigen Spezialeffekten – aber dazu später mehr.
Der Film ist ein wilder Mix sämtlicher Subgenre des Horror- und des „gewöhnlichen“
Films. Einerseits ist er ein Road-Movie, eine leichte Abwandlung einer
Teenie-Komödie, dann wieder ein Monsterfilm, mit minutiösen
Telepathie-Einlagen. Andererseits ist er natürlich ein Slasher, mit
gesegneten Gore-Einlagen. Die Story ist nicht sonderlich einfallsreich,
versteht es aber, den Betrachter an den Film zu fesseln. Eigentlich wird
nicht viel erzählt. Langeweile kommt aber nicht auf. Das mag zum einen
daran liegen, dass immer wieder Spezialeffekte eingestreut werden. Zum
anderen können die Darsteller überzeugen. Auch die Synchronisation ist
gut. Die letzten beiden Punkte sind des öfteren ein Manko in Low-Budget
Produktionen und führen nicht selten zu einem Verriss des jeweiligen
Streifens.
Aber man merkt natürlich auch deutlich, dass es sich um ein C- oder B-Movie
handelt: Haufenweise Fehler beim Schnitt, genügend Dummdialoge, billige
Spezialeffekte. Last but not least gibt es einen lustigen Kurzauftritt von
Pornostar Ron Jeremy. Wohl das deutlichste Indiz für einen C-Movie...
hehe...
Das Markenzeichen von „Bloody Highway“ sind sicherlich die grafischen
Spezialeffekte, die massenweise vertreten sind. Sie sind stets sehr blutig,
hart, mit Gedärmen gespickt. Leider aber meistens sehr einfach gestrickt.
Das bedeutet, dass sie nicht wirklich sehr real erscheinen. Sicherlich ist
das bei Billig-Produktionen meistens der Fall. Der SFX-Mann, Joe Castro, hat
sich sicherlich viel Mühe gegeben und ganz neue Ideen eingebracht. Doch
einige der hier gezeigten Tricks sind wirklich grottig. Irgendwann gehen
einem die dargebotenen Effekte doch auf den Senkel. Vielleicht hätten die
Macher doch lieber 10.000 $ mehr investiert...
Die Darstellerriege schlägt sich, wie gesagt, extrem gut. Angeführt wird
sie von Phoebe Dollar („Goth“, „The Hazing“). Sie überzeugt nicht
nur durch ihre hellblauen Augen und den charmanten Blick. Phoebe Dollar
spielt die Rolle der dämonischen Lucinda sehr gut, auch wenn sie in der
Kettensägen-Szene leicht überfordert wirkt. Bei ausgeschalteter
Kettensäge ist ein glaubwürdiger Auftritt allerdings auch schwer
möglich...
Der Film, der aus dem legendären „Brain Damage“ Hause stammt, wurde in
Deutschland von Adrena rausgebracht und leider von der Zensur etwas
beschnippelt. Allerdings fällt das nicht auf. Hier rollen auch Köpfe,
hängen auch Gedärme an der Stoßstange des Autos. Lediglich eine
Messer-Bohr-Aktion fehlt. Trotz dieser Schnitte ist der Streifen im Januar
2006 auf den Index gekommen.
Insgesamt gesehen ist „Bloody Highway“ ein herausragender
Low-Budget-Streifen, der Freunden des Splatter und Gore sicherlich gut
gefallen wird. Mit seiner kurzen Spielzeit von nicht mal 70 Minuten (Die
Angabe auf dem DVD-Cover ist falsch) ist er sehr kurzweilig und allemal
einen Blick wert! |