|
Duane
Bradley ist, wie zu erwarten war, nach den schrecklichen Ereignissen in
Madame Ruths Obdach völlig verrückt geworden. Sein Versuch, sich wieder
mit Bruder Belial zu verbinden ist fehlgeschlagen. Dafür steht er jetzt
aber in direkter Verbindung mit einer Zwangsjacke…
Madame Ruth hat unterdessen ganz andere Probleme: Mutanten-Zwilling Belial
hat eine ihrer Freaks geschwängert, die jetzt zur Entbindung muss. Dafür
wird die komplette Mutanten-Familie in einen Bus gesetzt, der sie in
Richtung Süden bringen soll. Dort wartet Madame Ruths Mutanten-Sohn, der
den Neuankömmlingen ein Zuhause geben will.
Erst sieht alles so aus, als könnten die Neugeborenen zusammen mit den
Eltern in ein ruhiges Leben steuern, doch dann kommt alles ganz anders... |
|
Nachdem
uns der zweite Teil der „Basket Case“ Reihe entzücken konnte, da er
seinen Vorgänger mit einer ordentlichen Portion Komik und Trash
überflügelte, war der Erwartungsdruck auf Teil 3 natürlich groß. Und, um
es gleich vorweg zu nehmen, der Druck war offensichtlich zu groß für die
Henenlotter & Co, um noch mal etwas Außergewöhnliches auf den
Bildschirm zu bringen.
“Basket Case 3“ will und kann nicht so recht überzeugen.
Mit gleicher Besetzung ist es hier wohl zu einem filmischen
Schnellschuss gekommen, der seinem Vorgänger so gar nicht gleichen will.
Die Handlung ist ebenfalls sehr dünn geraten und ist mit der aus „Basket
Case 2“ durchaus vergleichbar: Alle jagen die Mutanten. Die Umsetzung des
Ganzen ist aber etwas lieblos ausgefallen und zudem hat man als Betrachter
das Problem, dass einem die Mutanten nicht mehr so entzücken wollen, wie es
vorher noch der Fall war. Sie sind ebenfalls gut gelungen und meistens die
gleichen Puppen. Doch was einen vorher noch begeistert hat, gerät hier zur
Gewohnheit. Leider.
Darstellerisch wird ebenfalls Schmalkost geboten. Die Rolle von Duane ist
noch psychopatischer angelegt worden, womit Darsteller Kevin
van Hentenryck so seine Probleme hat. Ein Problem für die restlichen
Darsteller ist es sicherlich auch, dass ihre Charaktere nicht sonderlich
durchleuchtet werden und der Betrachter oft nicht ahnt, was sie vorhaben.
Alles in allem sind die Leistungen der Schauspieler aber nicht so schlecht,
dass es auffällig wäre.
Blut- und Splatterszenen gibt es in „Basket Case 3“ wieder etwas
vermehrt, aber das Ganze ist schon auf zwei bis drei Szenen beschränkt. Die
dargebotenen Effekte sind ebenso übertrieben, wie der Rest des Films und
unterstreichen somit die nicht vorhandene Ernsthaftigkeit des Streifen. In
diesen Szenen kommt es auch zu den wenigen Lachern im Film. Das Fehlen von
mehr lustigen Elementen ist neben der eher uninteressanten Handlung das
Hauptproblem des Films. Das Geschehen zieht sich etwas in die Länge und hat
kaum Höhepunkte. Spannende Momente fehlen ebenso, wie eine Atmosphäre.
Das Ganze wirkt irgendwie wie eine ideenlose Kopie der Vorgänger. Ohne viel
Eigenständigkeit. Die Geburt der Mutanten-Kinder und die Roboter-Maschine
für Belial sind da Ausnahmen, die viel zu wenig vorkommen. Freunde
der Reihe werden zwar sicherlich auf ihre Kosten kommen, man muss aber
feststellen, dass hier viel mehr drin war. Das hat „Basket Case 2“
seiner Zeit bewiesen. |