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Saya
ist halb Mensch und halb Vampir. Seit Jahrhunderten wandelt sie
auf der Erde umher, um Dämonen in Menschengestallt zu
eliminieren. In den 1970er Jahren treibt sie ihr blutiger Feldzug
in den Vietnamkrieg. Unter den amerikanischen Besatzern hat es
viele Tote gegeben. Grund hierfür sind Dämonen und Vampire, geführt
von Sayas Erzfeindin Onigen. Saya kämpft sich durch die Reihen
der Untoten, um Onigen in einem finalen Kampf stellen zu können... |
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„Blood
– The Last Vampire“ ist die Real-Verfilmung des
Anime-Streifens gleichen namens aus dem Jahre 2000. Damit sollte
klar sein, dass man es hier nicht mit einem „normalen“
Vampir-Film zu tun hat. Das Geschehen und die damit verbundenen
Story kommen einem beim Betrachten tatsächlich so vor, als
entstammen sie einem Cartoon. Was ja nicht zwingend schlecht ist.
Die Geschichte um die Protagonistin und ihr untotes Umfeld ist
nicht sonderlich kompliziert gestrickt. Es geht eigentlich nur um
Gut gegen Böse. Mit einem marginalen Hintergrundgeschehen. Von
daher braucht man, als geneigter Betrachter, erst gar nicht auf
irgendwelche Innovationen warten. Derjenige, der die gezeichnete
Vorlage zu diesem Film bereits betrachten durfte, geht in dieser
Hinsicht eh leer aus.
Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass sich die Macher um
Regisseur Chris
Nahon („Das Imperium der Wölfe“, „Kiss Of The Dragon“)
viel Mühe mit den Effekten gegeben haben. Davon gibt es wirklich
zahlreiche. Die meisten recht gelungen, einige der
computerkreierten Figuren schaffen es aber auch, einen zum Lachen
zu animieren. Fast alles ist im Computer entstanden. Zudem gibt es
auch eine Menge Blut. Man hat sich allerdings dazu entschieden,
dass Blut im Film ein wenig künstlich aussehen zu lassen. Dies
geht optisch in Ordnung. Man hat es ja mit einer Comic-Adaption zu
tun und hätte man auf echtes Blut gesetzt, wären den deutschen
Betrachtern dieses Films mit Sicherheit einige Szenen
„erspart“ geblieben. Denn splattertechnisch geht es gut zur
Sache. In den zahlreichen Schwertkampfszenen wird so ziemlich
alles durch- und abgeschlagen, was man sich vorstellen kann.
Wenn das Filmgeschehen dann mal vom Kampffeld in andere Gefilde
schwenkt, wird es sofort ruhiger. Die Szenen sind zwar nicht
unbedingt als langweilig zu bewerten, sie hauen aber auch
niemanden vom Hocker. Wie bereits erwähnt, gibt die Geschichte
nicht allzu viel her und so taugen einige Szenen eher als Füllmaterial
mit unterdurchschnittlichen Unterhaltungswert und wenig
informativen Dialogen. Kenner der Szene dürfte dies nicht überraschen,
da die Vorlage ja lediglich eine Laufzeit von 48 Minuten hat und
die Real-Verfilmung dahingegen satte 84 Minuten dauert.
Zu den Action-Szenen gehören natürlich auch Kampfeinlagen. Diese
sind wirklich gut anzusehen und von einem hervorragenden Tempo.
Hier hat man sich ebenfalls eine Menge Mühe gegeben. Weniger Mühe
wurde offensichtlich in die Charakterisierung der Personen
gesteckt. Selbst die Charaktere der Hauptdarsteller wirken flach
und steril. Auch an guten darstellerischen Leistungen hapert es.
Sicherlich ist es schwierig, in einem total überdrehten Film
ernsthaft zu agieren, so richtig weiß aber niemand der relativ
unbekannten Darsteller zu überzeugen.
Alles in allem hat man es bei „Blood – The Last
Vampire“ mit einem mittelprächtigem Film zu tun, der nicht
verneint, dass er einem Comic entspringt. Freunde der Vorlage oder
von Fantasy-Prügelorgien
kommen sicherlich auf ihre Kosten, da der Film flott verfilmt
wurde. Vampir-Fans dürfte dieser Streifen dagegen eher weniger
ansprechen, da der Vampirismus hier minimal gehalten wird. |