BloodRayne 2 - Deliverance

OT: Bloodrayne II: Deliverance
ca. 94 Minuten
Kanada 2007
 
Regie
Uwe Boll
Darsteller
Natassia Malthe
Zack Ward
Michael Paré
Michael Eklund

u.a. 
Filmundo - Die Filmauktion: FSK-18 DVDs, Erotik, Horror, Action, Hardcore, Porno...!!!

Zurück zur Horror-Page


 

Das kleine Wild West-Dörfchen Deliverance soll an das Eisenbahnnetz angeschlossen werden. Aus diesem und auch anderen Gründen ist Reporter Newton Pyles eingereist, um einige Geschichten aus dem näheren Umfeld zu schreiben. Pyles stellt allerdings schnell fest, dass es hier nicht mal ansatzweise so aufregend ist, wie er es sich erhofft hatte. Alles ist öde, staubig und es gibt nichts zu berichten. Doch Pyles scheint ziemlich genau zum richtigen Zeitpunkt in die Einöde gereist zu sein. 

Denn der Vampir Billy the Kid ist mit seinem treuen Gefolge in Deliverance eingezogen und verbreitet Terror und Schrecken. Die hiesige Bevölkerung wird zum Teil ausgesaugt und in Vampire verwandelt. Kinder werden als Drohmittel in Geiselhaft genommen. Billy the Kid will seinen Plan, die neue Zuganbindung zur Verbreitung des Vampirismus zu nutzen, auf jeden Fall und unter allen Umständen umsetzen. 

Doch er hat seine Kalkulationen ohne die Halbvampirin Rayne gemacht, die mittlerweile in der Stadt eingetroffen ist. Sie sagt den Blutsaugern natürlich ohne zu zögern den Kampf an...



 

Uwe Boll... So fangen wohl die meisten Reviews über die Filme an, an denen der deutsche Trash-Regisseur herumgepfuscht hat. An dieser Stelle soll allerdings nicht so sehr auf dem „Künstler“ herumgetrampelt werde, da mittlerweile jeder Filmfan von seiner Talentfreiheit überzeugt sein müsste.

Kommen wir also zum Film „BloodRayne 2“, der wie leicht zu erraten ist eine Vorsetzung des Films „BloodRayne“ ist. Oder viel mehr sein soll. Denn was die beiden Filme verbindet sind nur die Filmrolle der Rayn und das Vampiraufkommen. Die Geschichte spielt in einer anderen Zeitepoche (Teil 1 spielte im Mittelalter, Teil 2 im Wilden Westen) und die Hauptdarstellerin aus dem ersten Teil, Kristinna Loken, wurde gegen die etwas weniger bekannte und nicht so freizügige Natassia Malthe ausgetauscht. Der Bekanntheitsgrad der Akteure ist in diesem Film sowieso stark gesunken. Wo im ersten Teil noch Namen wie Kristanna Loken, Michelle Rodriguez, Michael Madsen, Matt Davis, Ben Kingsley, Udo Kier, Geraldine Chaplin, Billy Zane, Meat Loaf zu sehen respektive lesen gab, muss man sich hier Namen wie Zack Ward begnügen. Immerhin ist Ward kein Unbekannter. Ein richtiger Erfolg blieb ihm in seinem Beruf bis jetzt aber verwehrt.

Das man keine bekannten Stars auf der Matchscheibe zu sehen bekommt stört aber nicht weiter, wenn man sich „BloodRayne 2“ betrachtet. Die
niveaufreie Computerspiel-Unterhaltung braucht keine Gesichter um zu unterhalten. Die mäßige Spannung wird an einigen Stellen durch das inszenierte Leid von Kindern gebildet, was nicht unbedingt ein gewöhnliches und massentaugliches Stilmittel ist. Ansonsten hält sich die Spannung eher in Grenzen. Atmosphärisch sieht es da schon etwas besser aus. Die Landschaft ist sehr schön anzusehen und die Sets perfekt gewählt .Wenn der erstaunlich gute Score einsetzt, kommen richtig schöne Western-Gefühle auf, selbst wenn es ab und an viel zu albern für einen Cowboy-Film ist. Kameratechnisch hätte man einige Sachen besser machen können, dann hätte man wohl noch bessere Bilder eingefangen.

Besser ist auch das Stichwort bei den Spezialeffekten. Das Filmteam sagte sich sicher: „Wir verzichten besser auf die üppigen Spezialeffekte aus „BloodRayne“, da diese da ja funktioniert haben...“. Und in der Tat. Der Vorgänger konnte bekanntlich die deutsche Splatter-Ikone Olaf Ittenbach für sich gewinnen, der dann mal mächtig Gas gegeben hat. Ittenbach fehlt in diesem Streifen und zwangsweise sind die Spezialeffekte rückläufig. Es gibt zwar trotzdem jeden Menge Kunstblut zu sehen, aber halt auf eine nicht so splatterige Art und Weise.
 

Unterm Strich ist „BloodRayne 2 - Deliverance“ ein Film für Leute die seichte Unterhaltung mögen. Mittelprächtige Darsteller, ein löchriges Computerspiel-Script, mäßige Action-Einlagen und ebenso mäßige Spezialeffekte bilden die Negativpunkte. Denen stehen eine gute Optik, eine gewisse Prise Trash und nette Vampirszenen gegenüber. Für einen Direct-To-DVD-Horror-Western ist das erträglich. Etwas Besonderes bekommt man hier aber nicht geboten.

Review by ThS

Der Autor

Splatter
Spannung
Story
Ekelfaktor
Atmosphäre
Gesamt

Ähnlicher Film:

BloodRayne

Zurück zur Filmübersicht

Zurück zur Horror-Page

Bildmaterial
Kein Bild vorhanden
Kein Bild vorhanden
Kein Bild vorhanden
Kein Bild vorhanden