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Der Zweite Weltkrieg tobt. Es ist
1943. Die Ostfront ist stark umkämpft. Unter den einheimischen
Kämpfern befinden sich Nathaniel, Vasyl und Magda, die ihr Leben
verteidigen müssen. Der deutsche Gegner macht es ihnen nicht
einfach. Der Nachschub der verfeindeten Truppe scheint nicht
abzureißen.
Verantwortlich für die Invasoren und deren Logistik ist
Kommandant Brandt. Da er sich zudem damit beschäftigt, wie man
Vampiren den Garaus macht, gesellt sich Rayne, die halb Mensch
und halb Vampir ist, zu den Widerstandskämpfern, um den
Kommandanten zu bekämpfen. Doch bei einer Begegnung kommt es zu
einem Unglück. Brandt infiziert sich mit Vampir-Blut und will
daraufhin eine Armee von Untoten aufbauen. Um Nazi-Berlin
unsterblich zu machen… |
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Im Jahre 2005 wurde mit „BloodRayne“
etwas geschaffen, das zwar über eine dumme Story verfügte, beim
Betrachten aber durchaus Spaß gemacht hat. „BloodRayne 2 –
Deliverance“ erschien 2007. Die Geschichte wurde dümmer und die
Unterhaltung weniger. Mit welchen Erwartungen soll man dann an
den 2010 erschienenen „Bloodrayne: The Third Reich“ gehen? Am
besten mit gar keinen, denn dann ist die vorprogrammierte
Enttäuschung auch nicht so groß.
Mal wieder zeigt sich, dass man sich seitens der Macher nicht
viel Zeit genommen hat, ein vernünftiges Skript zu erstellen.
Wenn man den Aussagen glauben schenken darf, die da behaupten,
dass Boll sich für andere Filme ein Nazi-Set besorgt hat und
daher, um die Kosten klein zu halten, schnell einen dritten Teil
von „BloodRayne“ gedreht hat, macht das mit dem minimalen
Drehbuch durchaus Sinn.
Glücklicherweise ist das ideenlose Treiben von Regisseur Dr.
Boll einigermaßen so in den Kasten gebracht worden, dass man
nicht vor Langeweile eingeht. Es passiert eigentlich immer was.
Auch wenn dies den Film nicht zwingend voran bringt, Spannung
oder Atmosphäre erzeugt. Aber es passiert was. Im Gegensatz zu
Teil 2 passiert hier auch mal wieder CGI- und kunstbluttechnisch
etwas, was die Splatterfraktion erfreuen dürfte. Gepaart mit
einem unfreiwillig komischen, trashigen Charme funktionieren die
Szenen ganz gut.
Action-Szenen stehen in „Bloodrayne: The Third Reich“ an
vorderster Stelle. Die eigentliche Geschichte, die durchaus
Potential gehabt hätte, gerät dabei in den Hintergrund. Aber
nicht nur wegen die vielen Action-Einlagen. Alles wirkt
zusammengeschustert und ein Roter Faden ist nicht wirklich zu
erkennen. Klar, die schöne Rayne muss Nazis kaputt machen um
Schlimmeres zu verhindern. Aber kann das schon alles sein? Die
Kulissen sind nett und wirken nicht ganz so billig, wie der Rest
des Films. Nachdem man im ersten Teil im Mittelalter war, im
zweiten im Wilden Westen ist man nun an der Ostfront. Das bringt
ein wenig Abwechslung in die Sache. Zumindest wenn man sich alle
drei Teile der Reihe nach reinziehen möchte.
Die Protagonistin Rayne wird von Natassia Malthe („BloodRayne 2:
Deliverance“) gespielt. Die zeigt dann oft, wie gut sie
aussieht. Auch in Schmuddelszenen. Für solch einen günstigen
Schnellschuss sind die gezeigten Leistungen okay. Aber auf
schauspielerische Qualitäten dürften wohl nur die Wenigsten bei
der Betrachtung achten.
Was nach knapp 70 Minuten Spielzeit übrig bleibt, ist ein
durchwachsener Eindruck. Filmtechnisch ist „Bloodrayne: The
Third Reich“ alles andere als ein Meisterstück. Dafür geht der
Streifen aber ruck zuck vorbei, erheitert mit unfreiwilliger
Komik und langweilt einen nicht. Zumindest nicht allzu sehr. Man
muss schon sein Hirn beim Einschieben der DVD auf den Player
legen und es dort bis zum Ende des Films auch liegen lassen.
Sonst funktioniert das ganze Dingen nicht. |