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Das Geschwisterpaar Lacey und
Willy sieht versehentlich zu, als sich ihre Mutter und deren Freund
miteinander amüsieren. Da dies der Liebhaber der Mutter gar nicht so
anregend findet, bestraft er Willy, indem er ihn an sein Bett fesselt. Lacey
hat das mit ansehen müssen und da ihr der Bruder leid tut, geht sie in die
Küche, holt ein Fleischermesser und befreit ihn aus seiner misslichen Lage.
Als Willy frei ist nimmt er sich das Messer, geht in das Schlafzimmer seiner
Mutter und sticht wie wahnsinnig auf ihren Freund ein...
20 Jahre später leben Lacey und Willy weit weg von ihrer alten Heimat. Aber
die Spuren aus der damaligen Nacht sind noch sichtbar. Lacey plagen seitdem
schlimme Alpträume und Willy hat seit der Nacht kein einziges Wort mehr
geredet. Aber trotz allen leben die beiden in einer gewissen Distanz zum
damaligen Geschehen. Dies ändert sich allerdings, als ihre Mutter anruft
und den beiden mitteilt, dass sie nicht mehr lange zu leben hat und sie das
Recht hätte, sie noch einmal zu sehen. Nach dem Anruf werden Laceys
Alpträume und Visionen so schlimm, dass es für sie und ihren Ehemann kaum
erträglich ist.
Daher beschließt ihr Gatte, dass Haus, in dem die Bluttat stattfand,
zusammen mit Lacey besuchen und hofft, dass er ihr Leiden so lindern kann.
Doch nach dem Besuch verbessert sich nichts. Es scheint sogar so, als wäre
alles viel schlimmer geworden. Lacey und Willy können jetzt sogar fühlen,
dass irgendetwas da ist, was vorher nicht da war. Und das, obwohl die Lacey
und ihr Mann nur einen zertrümmerten Spiegel aus ihrem ehemaligen Haus
mitgebracht haben... |
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„The Boogey Man“, was
übersetzt soviel wie „der schwarze Mann“ bedeutet, ist im Horrorgenre
ein recht bekannt gewordener Film. Allerdings nicht weil er so
außergewöhnlich gut ist, sondern weil sein Sequel der Beschlagnahme zum
Opfer fiel. Wenn man also die „Sammelliste“ der BPjS durchforstet,
trifft man immer wieder auf diesen Filmtitel und behält ihn unweigerlich im
Gedächtnis. Dies ist wohl auch der Grund, warum sich viele Filmlabel
bemüht haben, den Streifen neu aufzulegen, denn es gibt mittlerweile neun
verschiedene Versionen des Streifen auf DVD, VHS und Laserdisk und das
obwohl der Film ja, wie erwähnt, alles andere als ein Meisterwerk ist.
Gleich zu Beginn merkt man, dass das Gezeigte wenig glaubhaft wirkt, denn
die Mutter der beiden Kinder treibt eine Art SM-Spielchen mit ihren Lover,
dass wirklich sehr künstlich aussieht. Dann kommt es zu einer kleinen
Szenen, die zeigt was für ein Rüpel der Typ ist und wenige Minuten später
hat er auch schon ein Messer im Rücken...
Sicherlich ist zu diesem Zeitpunkt ein Hauch von düsterer Atmosphäre zu
spüren, die stoppt aber abrupt, als es dann 20 Jahre später weitergeht und
erst einmal ein bisschen über das Leben der beiden erzählt wird. Dann
kommt es wie es kommen muss: Alte Erinnerungen werden geweckt, die im
Zusammenhang mit einem Besuch im Elternhaus zu einem Blutbad führen. Dabei
gibt es zwar einige mystische Momente, die auch gute Spannungsmomente
bieten, so richtig gruseln kann man sich aber nicht und das man vom Film in
seinen Bann gezogen wird, kann man auch nicht gerade behaupten.
Selbst Splatterfans kommen nicht voll und ganz auf ihre Kosten, denn die
Spezialeffekte sind zum einen recht rar und zum anderen nicht wirklich
überzeugend. Blutig sind sie allemal, doch was nutzen einem Unmengen von
Kunstblut, wenn die ganze Sache irgendwie unecht aussieht? Und wo wir gerade
bei unecht sind... Die Schauspieler wirken allesamt wenig authentisch, was
natürlich zwangsläufig dazu führt, dass alles einen unechten Touch hat.
Sicherlich wissen alle, die diesen Film gucken, das die Story zu weit
hergeholt ist um echt zu sein, aber trotzdem gibt es ja Filme, die es
einigermaßen schaffen, einem das vorzutäuschen...
„The Boogey Man“ ist also ein mysteriöser Streifen, den man dem
Slasher-Subgenre zuordnen kann, der nicht wirklich überzeugt. Besonders
blöd ist, dass nicht wirklich geklärt wird, was passiert, aber an dieser
Stelle sollen natürlich keine Details des Endes erzählt werden, da der ein
oder andere diesen Film sicherlich noch gucken will. Alles in allem ist es
leider nur ein Durchschnittsfilm, den man schnell wieder vergessen würde,
wenn da nicht der zweite Teil wäre... |