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Nach „Ritter der Dämonen“ ist „Bordello
Of Blood“ die zweite Spielfilmproduktion der bekannten „Geschichten aus
der Gruft“ Reihe. Und ebenso wie sein Vorgänger weiß er durchaus zu
gefallen. Die Story ist für einen Horror-Streifen relativ komplex und
einfallsreich geraten. Mit Logik muss man an einen Streifen natürlich nicht
rangehen, über die kleinen Schwächen im Drehbuch kann man aber auch
getrost hinwegsehen.
Gleich zu Beginn wird man auf das vorbereitet,
was einem im weiteren Verlauf erleben soll: Einen stimmungsreichen
Gruselfilm mit deftigen Splattereinlagen. In einer atmosphärischen Höhle
erweckt ein kleinwüchsiger Möchtegernforscher einen attraktiven weiblichen
Vampir und opfert erst mal seine schwer schuftende Crew. Dann kommt kurz der
Cryptkeeper zu einem lustigen Einsatz und kurz darauf geht es dann mit der
eigentlichen Geschichte los. Die interessante und vielschichtige Story wird
eigentlich nie richtig langweilig und weiß stets zu unterhalten. Einige
sinnlose Dummdialoge tauchen zwar hier und da immer mal wieder auf, stören
aber nicht weiter. Es gibt immer wieder nette Ideen im Film und auch einige
lustige Szenen, die mal wieder zeigen, dass sich die gesamte „Geschichten
aus der Gruft“ Reihe nicht ernst nimmt.
Im Zentrum des Geschehens stehen sicherlich
die zahlreichen Spezialeffekte, die blutreich und zumeist sehr gelungen
sind. Todd Masters hat eine sehr gute Arbeit abgeliefert. In Sachen Effekte
kann es „Bordello Of Blood“ sicherlich mit den großen Blutorgien des
Horror-Films wie zum Beispiel „From Dusk Till Dawn“ aufnehmen.
Schauspieltechnisch wird einem nicht
sonderlich viel geboten, was aber auch nicht stört. Corey Feldman hat eine
anspruchslose Rolle, Dennis Miller versucht sich als Detektiv tapfer zu
schlagen und weswegen Baywatch-Schönheit Erika Elaniak und das Super-Model
Angie Everhart mit von der Partie sind, kann man sicherlich leicht erraten…
Und weibliche Rundungen sind sicherlich immer wieder ein gutes Mittel zum
Zweck, denn bekanntermaßen sellt Sex ja…
Insgesamt betrachtet ist „Bordello Of Blood“
ein überdurchschnittlich guter Genrebeitrag für Fans der „Geschichten
aus der Gruft“ und für Freunde des amüsanten Splatterfilms. Einige
kleine Schwächen gibt es zwar, diese zerstören das Guckvergnügen aber in
keinem Fall. |