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Der Amerikaner Paul Conroy,
seines Zeichens Truckfahrer im Irak und Familienvater, findet sich
selbst und ein paar Kleinigkeiten, wie Feuerzeug, Flachmann und
Handy, in einer Holzkiste wieder. Voller Panik versucht er mit dem
Handy Kontakt mit irgendwelchen amerikanischen Behörden
aufzunehmen, doch die, die er erreicht, sind eigentlich nur damit
beschäftigt, kein großes Aufsehen der Medien zu erregen –
obwohl sein Kidnapper ihn sterben lassen wird, wenn nicht fünf
Millionen Dollar für seine Befreiung bezahlt werden. |
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Wer
denkt schon, dass ein Film spannend sein kann, dessen
Hauptdarsteller auch der einzige Akteur überhaupt ist? Die
meisten denken da wohl: Laaangweilig!
Rodrigo
Cortés („The Contestant – Der Kandidat“, 2007) belehrt uns
da eines besseren.
Und
der Film spielt wirklich nur in einem Sarg, zwei Meter lang,
vielleicht einen breit.
Und
bis auf die Leute, die wir durchs Handy hören oder auch sehen,
ist Ryan Reynolds („X-Men Origins: Wolverine“ als Deadpool)
auch wirklich der einzige Schauspieler. Und als Alleinunterhalter
für die Zuschauer ist er wirklich prächtig. Der Kanadier regt
durch seine glaubwürdige Darbietung gar zum Mitschwitzen und
–fiebern an.
Splatter
gibt es, bis auf die Abtrennung eines Körperglieds, nicht. Das
muss hier aber auch nicht unbedingt von Nöten sein, da man vor
lauter Spannung nicht unbedingt mitkriegen würde, ob Pauls Blut
fließt. Viel wichtiger ist das Mitleid, das von Minute zu Minute
mehr steigt und seine traurige Vollendung findet, wenn Paul im
Angesicht des Todes seiner Frau, die ihn endlich anruft, sagt,
dass sie sich wiedersehen werden.
Genial
in der Umsetzung und vor allem auch im Hinblick auf die
Gesellschaftskritik: Seine Arbeitgeber, mit Sitz in der USA,
feuern Paul, sobald sie von seiner Entführung und
„Beerdigung“ hören. Die Regierung will unter allen Umständen
die Veröffentlichung dieser grausamen Entführung verhindern.
Gerade in einem Land, in dem Patriotismus großgeschrieben wird,
ist dies ein ziemlich bitterer Aspekt. Man mag sich am Ende des
Films fragen, wer der Böse ist. Der Iraker, der den Amerikaner
entführt, um zu überleben, oder die amerikanische Regierung, der
das Schicksal einer einzelnen Person relativ egal ist.
Volle
Horror-Page-Punktzahl für die Story. |