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Der alptraumgeplagte Aaron Boone leidet sehr
unter seinen nächtlichen Visionen. Denn sie scheinen mehr als nur Fiktion
zu sein. Immer wieder träumt er dasselbe. Von einer Stadt, die von Dämonen
bewohnt wird. Der Ort Midian scheint für ihn immer realer zu werden und
deshalb sucht er sich professionelle Hilfe. Psychiater Dr. Decker soll seine
Leiden lindern. Boone erzählt Dr. Decker von dem, was er des Nachts erlebt.
Dieser hört auch gespannt zu, hat aber auch seine privaten Gründe
hierfür. Und nicht nur weil er seinem Patienten die Morde anhängen will,
die ein Psychopath in der Gegend begangen hat. Dr. Decker ist schon seit
langem auf der Suche nach dem Ort Midian und seinen monströsen Einwohnern.
Aaron Boone scheint nun eine neue Möglichkeit für Dr. Decker zu
sein, die Stadt zu finden und auszulöschen. Durch einen geschickten
Schachzug erfährt der Psychiater wo sich der Zutritt zur Stadt befindet und
entledigt sich Boone, der bei einer Polizeiaktion, als mutmaßlicher
Serienmörder, erschossen wird. Decker will nun Midian zerstören und seine
Bewohner vernichten. Doch er ahnt nicht, dass Boone als Toter im Reich der
Monster aufgenommen wurde und diese vor einem Angriff warnt. Doch die
Schlacht um die mysteriöse Stadt scheint unausweichlich… |
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Die Geschichte, die uns Clive Barker in „Cabal
– Die Brut der Nacht“ präsentiert, gehört ohne Frage mit zu dem
Besten, was der Horror-Film je hervor gebracht hat. Dass der Autor und
Regisseur über ein Ausnahmetalent verfügt, hat er nicht zuletzt mit „Hellraiser
– Das Tor zur Hölle“ bewiesen. Die Geschichte rund um Aaron Boone ist
zwar nicht unbedingt einfach zu verstehen, wer den Film aber einmal gesehen
hat, wird nicht davor zurückschrecken ihn das zweite Mal in den
Videorekorder zu schieben. Gleich der Beginn weiß zu überzeugen.
Man wird in eine fantastische Welt geführt, von der man nicht weiß ob sie
einen erstaunen oder erschrecken soll. Ob sie real oder fiktiv ist. Ob der
Protagonist verrückt oder nicht verrückt ist. Letzteres ist zwar zu
erahnen, dennoch kann man sich nicht wirklich sicher sein. Man bleibt
wirklich während der gesamten Spielzeit am Ball. Wird quasi dazu gezwungen.
Auch wenn ein leichtes Gefälle der negativen Art vorhanden ist, was die
Story betrifft.
Positive Aspekte für das Gelingen des Streifens sind neben der erwähnten
Geschichte die Masken, die mit viel Phantasie und Liebe zum Detail erstellt
wurden. Hier wurden Monstren geschaffen, die Ihresgleichen suchen. Auch die
Kulissen können sich sehen lassen. Der Friedhof und die Stadt der Monster
sind wunderbar gestaltet. Und das natürlich ohne CGI.
Was auffällig ist, dass Clive Barker es versteht, die Monster nicht von der
grausamen Seite darzustellen. Zumindest meistens. Wie auch in „Hellraiser“,
kann man durchaus Sympathien für die hässlichen Geschöpfe entwickeln.
Gerade auch weil Gut und Böse nicht eindeutig definiert sind. Ebenso ein
guter Kniff ist Barker mit der Darstellung des Psychiaters Dr. Decker
gelungen. Nicht nur, dass diese Person sehr besonders ist (An dieser Stelle
soll nicht zu viel über den Charakter verraten werden) sie wird auch von
jemand Besonderem gespielt. Kein Geringerer als Kult-Regisseur David
Cronenberg konnte für diese Rolle eingestellt werden. Und er spielt sie
sehr authentisch, was einer Meisterleistung nahe kommt. Protagonist Aaron
Boone wird von Craig Sheffer gemimt. Ihm kann auch eine gute Leistung
attestiert werden.
Ebenfalls gut ist die Musik, die abwechslungsreich und fast immer stimmig
daherkommt. Danny Elfman hat hier eine sehr gute Akustik auf die Beine
gestellt, die viele Szenen atmosphärisch aufwertet. „Cabal – Die Brut
der Nacht“ ist und bleibt wohl einer der besten Horror-Filme, die es je
gegeben hat. Irgendwann soll auch mal die lange angekündigte Director’s
Cut-Fassung auf den Markt kommen, die dann noch mehr Details enthalten soll,
vor allem blutige. Denn besonders blutig ist „Cabal – Die Brut der Nacht“
nicht unbedingt. Was aber leicht durch die mysteriöse Geschichte und die
schön grausamen Bilder kompensiert wird. |