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In
einer japanischen Schulklasse gibt es ein Mobbing-Opfer. Dieses
wird so lange gehänselt und drangsaliert, bis das Mädchen den
Freitod wählt. Wenig später geht es für die Schulklasse nach
Korea auf Klassenfahrt. Die Lage ist trotz des Ereignis aus der
nahen Vergangenheit sehr entspannt.
Zumindest bis eine höllische MMS die Runde macht. Wer diese empfängt
bekommt eine Botschaft aus der Zukunft. Von sich selbst. Und bald
darauf ist der Empfänger tot. Später erweitert sich die digitale
Botschaft. Mit dem Text „Leite sie weiter oder stirb“. Die
Klasse gerät in eine aussichtlose Situation. Sie muss
herausfinden, was hinter den Videobotschaften aus der Zukunft
steckt, bevor alle verloren sind... |
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2003
fing alles mit „The Call“ an. Ein japanischer
Horror-Film, von Takashi Miike, der mit einer ziemlich neunen
Thematik daherkam und Handybesitzern das Fürchten lehrte. Da dies
gut funktionierte gab es zwei Jahre später ein Sequel und eine
TV-Serie zum Thema. Ein Jahr später folgte, fast logisch, Teil
drei der Serie, der den Abschluss zu bilden scheint. Zumindest
kann man das aus dem Titel „The Call 3 – Final“ ableiten.
Alle drei Teile haben das gemeinsam, dass sie prinzipiell nichts
Ungleiches erzählen. Aber aufgrund der guten Geschichte, rund um
die Anrufe aus der Zukunft, ist das auch nicht zwingend nötig.
Bei Genre-Kollegen wie beispielsweise „Der Fluch – The Grudge“,
„Saw“ oder auch „Final Destination“ funktioniert das
Weitererzählen einer vorhandenen Story ja auch bestens.
Wie also auch hier. Der dritte Call weiß eigentlich von Anfang
bis Ende zu gefallen. Mit kleinen Schwächephasen, aber auch mit
echten Highlights. Das der Film vorhersehbar ist, dürfte
eigentlich niemanden stören, denn die Szenen, die dann kommen
wenn man sie erwartet, sind ausnahmslos gut gemacht und lassen
beim Zuschauer erstaunen, grusel oder mitzittern. Je nach
Begebenheit. Da macht das Zugucken echt Spaß. Der geneigte
Splatter-Fan kommt bei den Tötungsreigen allerdings nicht ganz
auf seine Kosten. Die blutigen Spezialeffekte werden nur dezent
eingesetzt. Zwar mit klitzekleinen Ausnahmen, die aber das FSK16
der deutschen Veröffentlichung nie gefährden.
Regisseur Manabu Asô (bekannt aus japanischen TV-Produktionen und
kleinen Filmen) hat viel Wert auf die Optik gelegt. Er hat schöne
Menschen vor der Kamera rumlaufen, nette Drehorte gewählt und
auch an die ein oder andere außergewöhnliche Kamerafahrt
gedacht. Nur bei einigen Effekten hapert es ein wenig. Aber Asô
versteht es, wie man Schwung in die Geschichte bringt. Zumindest
größtenteils. Die meiste Zeit sitzt man gespannt vorm Bildschirm
und beobachtet, wie die Bedrohung für die Schüler wächst. Zu
Beginn ist die Spannung sehr hoch. Dann verflacht sie etwas. In
den Szenen der Mitte respektive dem Ende des Films wird aber auf
die Hintergründe eingegangen, was ja nicht vollkommen sinnlos
ist.
Die Atmosphäre ist nicht so dicht, wie bei einem echten Gruseler.
Die Protagonisten laufen durch normale Kulissen und werden vom
Horror bei alltäglichen Dingen erwischt. Zumindest meistens. Wie
die Hauptdarsteller sich durch die Kulissen bewegen, ist durchaus
nett zu verfolgen. Die überwiegend jungen Darsteller machen einen
recht guten Job. Da die Charaktere nicht sonderlich intensiv
durchleuchtet werden, zumindest bei den meisten, wird dem überwiegenden
Teil der Darstellern auch nicht viel abverlangt.
Insgesamt gesehen ist „The Call 3 – Final“ ein handwerklich
gut gemachter Film, der es versteht gut zu unterhalten. Der Plot
wird zwar niemanden vom Hocker hauen, der sich bereits mit „The
Call“ beschäftigt hat, aber dank einiger Kleinständerungen (
z.B. Weiterleitung der Todesnachricht), einen frischen Plot,
netter Darsteller und spannender Einlagen, ist er ein sehr
empfehlenswerter Film für die Horror-Gemeinde. |