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John Reilly und seine Frau
Susan haben das Glück, eine uralte Burg in Italien geerbt zu haben. Die
Amerikaner machen sich bald auf den Weg in das fremde Land um ihr neues
Anwesen zu begutachten. Ihre blinde Tochter Rebecca haben John und Susan
natürlich auch mitgenommen und das soll sich als gar nicht mal so schlecht
herausstellen.
Rebecca spürt nämlich, dass mit der alten Burg irgendetwas nicht stimmt.
Sie meint zu wissen, dass sich irgendwer hier aufhält und diese Tatsache
beunruhigt sie. Doch ihre Eltern glauben dem Teenager nicht und schieben es
auf ihre Überempfindlichkeit. Selbst als des nachts ein Wimmern zu hören
ist, meinen sie das es sich nur um den Wind handle, der dieses Geräusch
produziert.
Was die drei allerdings nicht wissen, ist das in dem Keller der „Castle
Freak“ haust, ein grauenhaftes Monstrum, dass seit über 40 Jahren dort
angekettet ist und endlich befreit werden will. Er wurde dort von seiner
Mutter, die derweil verstorben ist, grausam gefoltert und will sich nun an
der Menschheit rächen. Als sich das Wesen befreien kann, kommt es zu einer
Kette unglaublicher Ereignisse und die drei Amerikaner sind in höchster
Gefahr... |
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Allein schon die Namen der
Beteiligten, zergehen einem wie Kleinhirn auf der Zunge! Neben dem
Kultregisseur Stuart Gordon „Re-Animator“, „Dagon“, „Fortress“,
stehen Jeffrey Combs „Re-Animator“, „Bright of Re-Animator“, „Beyond
Re-Animator“ und Barbara Crampton „Re-Animator“ vor der Kamera, was
den Eindruck entstehen lassen könnte, dass man mit der Erfolgscrew von dem
legendären „Re-Animator“ versucht hat ein weiteres Meisterwerk zu
schaffen.
Ob „Castle Freak“ allerdings ein Meisterwerk geworden ist, möchte ich
nicht unbedingt bestätigen. Wir haben es hier zwar mit einem erstklassigen
Film zu tun, aber zu einem Kultstreifen hört schon ein bisschen mehr, als
das was man hier sehen kann. Er ist zwar sehr spannend, hat eine gute
Atmosphäre und eine interessante Story, die etwas an „Das Haus der
Vergessenen“ von Wes Craven erinnert und verfügt auch über gelungene
Spezialeffekte, aber das gewisse Etwas fehlt trotzdem.
„Castle Freak“ beginnt recht bedächtig und steigert sich im Laufe der
Zeit zu einem beklemmenden, deprimierenden Streifen, der ohne Frage zum
Nachdenken anregt. Zum einen gibt es da die Geschichte um den Freak, die
wirklich bitter ist und zum anderen ist die Beziehung des Elternpaars alles
andere als harmonisch. Man erfährt Sachen, die in einer tragischen Art und
Weise erzählt werden und ein grausames Erlebnis in der Vergangenheit
beleuchten. Gezeigt wird dies sehr eindrucksvoll, was nicht zuletzt mit den
Überzeugenden Leistungen der Protagonisten zu tun hat.
Leider gibt es von dem Film mal wieder eine zerstückelte und eine uncut
Fassung, die seltsamerweise auf VHS und DVD jeweils vom gleichen Label
präsentiert werden. Auf VHS gibt es ihn von VPS in einer 88 Minütigen
Fassung und in der Uncutfassung, die mit dem Aufkleber „Director´s Cut“
versehen ist. Für die DVD Versionen ist Laser Paradies verantwortlich, wo
es auch ein mal die 88er und die 91er gibt.
Insgesamt gesehen ist „Castle Freak“ also ein einwandfreier
Horrorstreifen, der zu unterhalten weiß und, in der richtigen Fassung, mit
einer Menge Splatter daherkommt. Zudem stimmen Schauspieler, Atmosphäre und
Spannung, sodass eine Weiterempfehlung logisch ist. |