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Mitten in einem einsamen, riesigen Waldgebiet
fällt ein toter Rabe hinab auf einen Stein, der sich daraufhin löst und
ins Tal hinab rollt um dann genau auf der Windschutzscheibe des Wagens von
Dr. Madsen zu landen. Dr. Madsen erschrickt, verliert die Kontrolle über
sein Fahrzeug und rast in den entgegenkommenden Gefangenentransporter. Es
gibt viele Verletzte und die Gefangenen nutzen die Gunst der Stunde um die
Polizisten zu überwältigen und zu ermorden, dabei wird jedoch einer von
ihnen schwer verletzt und braucht einen Arzt. Doch woher nehmen, so Mitten
in den Wäldern? Welch Zufall, dass ausgerechnet im anderen Unfallfahrzeug
sich ein Arzt befindet, der somit gleich als Geisel genommen wird.
Die Zeit drängt, denn in wenigen Stunden dürfte sich die Polizei auf die
Suche nach dem vermissten Gefangenentrott machen, ergo gibt es nur einen
Weg, den die Kriminellen nehmen können – den Weg durch die Wälder. Der
Zustand ihres verletzten Kameraden verschlechtert sich jedoch enorm und eine
Operation scheint unausweichlich, doch wo durchführen?
Nach ein paar Stunden erreichen die Kriminellen schließlich eine kleine,
düstere Waldhütte, deren Bewohner sie sogleich überwältigen. Die
Bewohner scheinen äußerst gläubig zu sein, tragen sehr alte Kleidung und
sprechen einen seltsamen Dialekt. Eine von ihnen – Alice wird sogleich
dazu angehalten, Dr. Madsen bei der geplanten Operation zu unterstützen.
Alice bittet die Männer ständig, gleich nach der OP wieder zu
verschwinden, stößt dabei jedoch bei den Kriminellen auf taube Ohren. Dr.
Madsen muß dem Verwundeten schließlich den Arm abnehmen, gleichzeitig
erleidet ein kleines Mädchen – anscheinend die kleine Tochter eines der
Bewohner, einen seltsamen Anfall und die Geschichte nimmt einen Lauf, mit
dem niemand hätte rechnen können...
Dr. Madsen wird im Wald von der Polizei aufgefunden, von den Kriminellen
fehlt jegliche Spur und die Geschichte des Doktors ist einfach
unglaubwürdig. Auf seiner Kleidung befinden sich diverse Blutspuren. Er
wird verhaftet und soll zusammen mit einigen anderen Kriminellen in einem
Gefangenentransporter ins Gefängnis gebracht werden.
Da fällt ein toter Rabe vom Himmel, trifft einen Stein, der hinab rollt und
ein Reh aufschreckt, das daraufhin auf die Fahrbahn springt und auf der
Windschutzscheibe eines Autos landet. Die Fahrerin erschrickt und schleudert
mit ihrem Wagen über die Fahrbahn, der anrauschende Gefangenentransporter
rast in das Fahrzeug. Die Gefangenen nutzen die Gunst der Stunde und
überwältigen die Polizisten, dabei wird einer von ihnen schwer verletzt
und Dr. Madsen wird als Geisel mitgenommen, auf der Flucht durch die
Wälder... |
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1. DIE PREMIERE:
Der Film, auf dem ein Fluch liegt!!! Aber irgendwie auch lustig, denn
bereits im Dezember 2005 sollte die Weltpremiere dieses Filmes beim
Splatterday Night Fever (ein Filmfestival, das alle paar Monate im Saarland
stattfindet und das sich mit dem Genre Horror- und Splatter befasst) gezeigt
werden, jedoch mit der Vorführ-DVD stimmte etwas nicht und sie hängte sich
dauernd auf. Selbst nach zahlreichen Versuchen klappte es noch immer nicht
und somit musste die Premiere kurzerhand vertagt werden. Etwa 3 Monate
später fand bereits das nächste Splatterday statt und somit auch der
nächste Versuch für diese Weltpremiere. Die inzwischen neu erhaltene DVD
wurde hierfür eigens vor Beginn auf unterschiedlichen DVD-Playern getestet
und sie funktionierte problemlos! Vorsichtshalber wurde diesmal auch eine
VHS Kopie angefertigt. Das Splatterday konnte also beginnen…sogar
Regisseur Olaf Ittenbach, nebst seiner Gemahlin Martina waren anwesend. Doch
das Splatterday wäre nicht das Splatterday, wenn nicht wieder etwas schief
laufen würde, denn dies geschah bisher noch bei jedem der Festivals (sei
es, dass ein Mikrofon oder DVD-Player den Geist aufgaben oder ähnliches)
und somit fieberten wir dem Beginn des Filmes entgegen. Zuerst schien
wirklich alles zu klappen, doch bereits nach wenigen Minuten hängte sich
auch diese DVD wieder auf und die dem Wahnsinn nahen Veranstalter Yazid und
Ricky mussten nun doch nach einigen Versuchen auf das VHS Tape
zurückgreifen, das zum Glück dann endlich funktionierte. Das Publikum nahm
das Missgeschick auch diesmal mit Humor auf, denn irgendwie gehören Pannen
beim Splatterday nun mal dazu!
2. STORY / ATMOSPHÄRE / EFFEKTE:
Die Story finde ich sehr gelungen, zwar bleiben noch einige Fragen offen,
jedoch ist die Idee mit der immer wiederkehrenden Kettenreaktion perfekt in
Szene gesetzt und bietet auch einige schöne Überraschungen! Was anfangs
noch als Actionfilm daherkommt, entpuppt sich nur allzu bald als
Horrorgeschichte der besonderen Art, die von Anfang bis Ende äußerst
spannend zum mitfiebern anregt.
Ein paar Zeitsprünge sind ebenfalls enthalten, die recht gut umgesetzt
wurden. Vor allem die Atmosphäre ist wieder mal sehr gelungen. Der
nebelverhangene endlos scheinende Wald und besonders die düstere Hütte im
Wald, wo der größte Teil des Geschehens abläuft, sind hervorragend in
Szene gesetzt und könnten nicht besser gewählt sein!
Die Effekte sind nach bester Ittenbachmanier und somit definitiv nichts für
zu zartbeseitete Leute, da hier ordentlich viel Filmblut zum Einsatz kommt.
Wem der Name Olaf Ittenbach bisher kein Begriff war, er ist in der
Splatterszene bekannt, da er einer der besten Fachleute dieses Genre ist und
seine Filme größtenteils indiziert wurden/werden. Hier wird nicht
weggeblendet wenn Gliedmaßen verstümmelt oder entfernt werden, die Kamera
hält drauf…wem sich bei solchen Anblicken der Magen umdreht, der sollte
Ittenbachfilme lieber meiden! Die Fangemeinde solcher Filme dürfte sich
jedenfalls bei Chain Reaction wohl fühlen! Nebenbei sei auch noch erwähnt,
daß Olaf Ittenbach ein recht sympathischer Mensch ist, der auf den
Splatterdays auch gerne für Autogrammwünsche und Photos zur Verfügung
steht.
Die offizielle DVD des Filmes wurde leider mal wieder verstümmelt.
Lediglich auf dem Splatterday lief er bisher uncut und die Presse-DVD ist
ebenfalls uncut erhältlich. Uncut dauert der Film 98,25 Minuten. Lediglich
in Österreich wird eine uncut-Kauf-DVD davon erscheinen. In Deutschland ist
bisher mal wieder nur eine 96/97 Minuten lange Fassung zu bekommen.
3. DIE DARSTELLER:
Als erstes wäre hier wohl Martina Ittenbach zu nennen, die die Rolle der
Alice perfekt in Szene setzt. Kein nerviges, scheinheiliges Gekreische wie
in so manch einem Hollywoodfilmchen wird einem hier vorgesetzt, nein Frau
Ittenbach weiß durchaus zu überzeugen! Bisher spielte sie bereits in
einigen TV Produktionen kleinere Rollen, sowie in einigen Filmen ihres
Mannes mit (Garden of Love, Familienradgeber).
Christopher Kriesa spielte bereits in einer Vielzahl von Filmen mit
(Hellraiser Inferno, Legion of the Dead, Beyond the limits, Cast Away, The
Dentist, Bloodsuckers…), meist dabei jedoch kleineren Rollen, sein Gesicht
dürfte einem also durchaus bekannt vorkommen, auch wenn man mit dem Namen
vielleicht nicht direkt etwas anfangen kann, so wie ich. Die Hauptrolle des
Dr. Douglas Madsen steht ihm jedenfalls sehr gut.
Sehr gut gefallen hat mir auch Dan van Husen (Enemy at the gates, Rigor
Mortis…) in der Rolle eines der Kriminellen, ich weiß nicht wieso, aber
er erinnert mich ein wenig an Hannibal Lector und passt somit ideal in seine
Rolle als durchgeknallter Verbrecher, der möglichst wenig Gefühlsregungen
zeigt.
Fazit:
Der Film kommt definitiv nicht als ein B-Movie
daher. Von mir gibt es volle Punktvergabe und Empfehlung für alle
Horror-/Splatterfilmfreaks!!! Kein sinnloses abschlachten wird einem hier
geboten, sondern durchaus ein Film mit ausgereiften Effekten, guten
Darstellern und Story! Lediglich Leuten mit nervösem Magen rate ich von dem
Film ab, da er halt teilweise sehr blutig ist! |