The Children

OT: The Children
ca. 81 Minuten
GB 2009
 
Regie
Tom Shankland
Darsteller
Eva Birthistle
Raffiella Brooks
Jake Hathaway
William Howes
u.a. 
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Zwei Familien verbringen die freien Tage zwischen Weihnachten und Sylvester in einem abgeschiedenen Landhaus. Alles scheint perfekt: Es ist harmonisch, draußen liegt Schnee und die Stimmung ist ausgesprochen gut. Die kleinen Kinder amüsieren sich gut, zumindest bis eine Krankheit die Runde macht. Den Kleinen wird nach und nach übel. Aber es sind nicht nur körperliche Veränderungen, welche die Kinder durchmachen. Sie scheinen sich auch geistig zu verändern. Es sieht so aus, als ob sie böse werden.

So ist zumindest die Theorie von Teenager Casey. Die Eltern wollen das Husten und die Übelkeit als normale Grippe sehen. Doch das soll sich ändern, als es den ersten blutigen Unfall gibt...



 

Wieder mal die Engländer. Die Herren und Damen von der Insel haben es uns ja in den letzten Monaten schon gezeigt, dass sie bestrebt sind Europas Filmmacht zu werden respektive bleiben. Gerade im Horror-Bereich. Mit ganz neuen Beiträgen wie „Eden Lake“, „Book Of Blood“ oder beispielsweise auch „Severance - Ein blutiger Betriebsausflug“.

Und die Engländer zeigen uns, dass guter Horror nicht zwingend aufwändig sein muss. Wie in dem hier besprochenen Film: „The Children“. Man nehme eine handvoll Kinder, ebenso ein paar Erwachsene und eine Person, die sich alterstechnisch irgendwo dazwischen befindet. Diese Menschen packt man in eine abgelegene Hütte im verschneiten Wald und schon hat man alles, was man braucht. Regisseur Tom Shankland, der zuvor den Horror-Streifen „WΔZ“ drehte, hat mit diesem minimal Aufwand einen soliden Horror-Streifen gedreht, dessen Sichtung sich ohne Frage lohnt. Der Horror entsteht dabei nicht mit dem Dampfhammer, sondern wird in subtiler Art und Weise hinzugefügt. Erst mag man gar nicht glauben, dass das Grauen von den kleinen Kindern ausgehen soll. Denn diese sind niedlich zu betrachten und anfangs alles andere als angsteinflößend. Doch schleichend, wie ein Virus-Infekt, keimt das Böse aus. 

Getragen wird der Film unter anderem von den guten Darstellern. Gerade bei Kindern ist das ja immer so eine Sache. Aber hier gibt es wirklich kaum etwas zu bemängeln. Auch bei den Erwachsenen ist alles im Lot. Es spielt sich zwar keiner mit absolutem Können in den Vordergrund, die dargebotenen Leistungen reichen aber, damit sich der Betrachter wohlfühlen kann. Was auch zum Gelingen des Films beiträgt sind die schönen Kameraaufnahmen. Schnee ist immer gut. Und mit Blut vermischter Schnee sieht dazu auch noch gut aus. Die Macher haben sich beim Einfangen der Bilder durchaus Mühe gegeben. Mit einigen Schmankerln wie Bilder aus der Vogelperspektive oder gute Weitwinkelaufnahmen kann man eine atmosphärische Stimmung erzeugen.

Die Atmosphäre ist in solchen Momenten stark spürbar. Gerade in den Szenen mit der malerischen Winterlandschaft oder im warmen Haus. Da macht das Zugucken echt Spaß. Atmosphäre und Spannung verhalten sich ein Wenig entgegengesetzt. Je mehr Spannung aufkommt, desto mehr Atmosphäre entweicht. Was prinzipiell natürlich nicht schlimm ist. 

Splatter gibt es auch. Und das bei dem Tabuthema „Kind im Horror-Film“. Es wird sich hier nicht nur die Frage gestellt, ob man seinem eigenen Kind etwas antun könnte, sondern auch nachgefragt wie viel jemand von seinem Kind ertragen kann. Die Splatterszenen sind gut dosiert und durchaus als hart zu bezeichnen. Kopf, Schienbein, Auge, Därme.... Kaum ein Körperteil wird hier nicht in Mitleidenschaft gezogen.

Aber bei „The Children“ ist auch nicht alles Gold was glänzt. Das Kindergeschrei kann einem sicherlich auf die Nerven gehen. Dann gibt es das Problem, dass die bösen Kinder irgendwie nicht wirklich böse rüberkommen wollen. Ihrem Handeln ist zwar die böse Absicht zu entnehmen, ihr Verhalten ist aber nicht zwingend horrorfilmreif. Hierbei handelt es sich ja schließlich nicht um einen schlechten Zombie-Film. Was zudem nicht sonderlich gut gelungen ist, ist das Gefälle des Films. Von ruhig nach unruhig. Im letzten Drittel des Films überschlägt sich alles. Die Schnitte wirken dabei manchmal zerfahren.

Somit bleibt unterm Strich ein nicht ganz positiver Eindruck zurück. Der Film ist zwar gut, aber keiner der seinen Höhepunkt am Ende erreicht. Hätte man ein wenig mehr erzählt, wäre es ein Spitzen-Film geworden. Und Gelegenheiten dafür gab es genug.

Review by ThS

Der Autor

Splatter
Spannung
Story
Ekelfaktor
Atmosphäre
Gesamt

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Bildmaterial
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