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Mittelalter: „Teutonische Ritter“
massakrieren eine Bande von Satansanhängern. Um das Böse zu bannen, wird
auf deren Massengrab eine Kathedrale errichtet. Jahrhunderte später (1988):
Bei Restaurationsarbeiten wird ein magisches Siegel in einer gotischen
Kathedrale einer deutschen Großstadt zerstört. (Welche Kathedrale das wohl
ist?) Die freigesetzten dämonischen Kräfte sorgen bei den Bewohnern und
Gästen des Gotteshauses für schreckliche Visionen und allerhand physische
Schäden... Ja, das waren noch Zeiten. |
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Der Name Argento (ob als Produzent oder
Regisseur) auf Covern oder Filmplakaten sorgte in den 70ern und 80ern noch
für glänzende Augen bei Horrorfans, für blankes Entsetzen beim
katholischen Filmdienst. Heute scheint das ja angesichts seiner letzten,
sagen wir mal „unglücklichen“ Auswürfe eher umgekehrt zu sein. Mit „The
Church“ zeigt Regisseur Michele Soavi, nach „Aquarius, Theater des Todes“,
als gelehriger Schüler Argentos, dass er seine Hausaufgaben mit Bravour
gemacht hat.
Unverkennbar ist daher auch die Handschrift
des „Meisters“: Abgefahrene, wilde Kamerafahrten (u.a. wird das Massaker
der Eingangssequenz durch das kreuzförmige Helmvisier eines Ritters
verfolgt), teilweise sehr steriles Farbenspiel, das die Schreckensvisionen
der Protagonisten noch verstärkt, und Splatterszenen, die, wohl dosiert und
keineswegs selbstzweckmäßig wirkend, ihren Effekt nicht verfehlen.
(Sehenswert: Ein Selbstmord mit einem Presslufthammer).
Die intelligente, fesselnde, vereinzelt auch
komödiantische Ansätze bietende Handlung wird untermalt von der (diesmal
nicht aufgesetzt wirkenden) atmosphärischen Musik von „Goblin“ und
setzt sich wohltuend von den übrigen Stalk’n’Slash oder Teeniehorror-
Movies ab. Warum allerdings die
Personen der Handlung so depperte deutsche Namen wie Lotte, Ewald, Hermann,
Otto, Heinrich, etc. haben bleibt wohl das Geheimnis der Synchronisation
(wobei ich zugegebener Weise nicht sagen kann, ob diese nicht aus der
Originalversion übernommen sind...)
Fazit: Sehr guter, stellenweise extrem
splattriger Gothic- Okkulthorror. Bei weitem besser als die aktuellen „Meilensteine“
des Genres. Frank Trebbin gibt ihm **** (von ***** Handlungspunkten) / 7
(von 10 Splatterpunkten) (Trebbin,
F.: Die Angst sitzt neben Dir II. Berlin, 1991. S.47) |