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Jesus,
ein kleiner Junge, lebt mit einigen Mitbewohnern in einem Bunker-System. Er
rennt mit seinem Camcorder umher und macht Aufnahmen von den verschiedenen
Personen. Man weiß nicht wo sich die Belegschaft des Bunkers befindet, noch
in welcher Zeit sie leben. Fest steht nur, dass sie ihre Behausung
offensichtlich nicht verlassen können.
Ein alter Mann, der räumlich etwas getrennt von den übrigen lebt, scheint
mehr zu wissen. Doch er will sein Wissen nicht vollständig preisgeben. Er
hat wohl gute Gründe hierfür. Er verhält sich da fast wie die anderen
Erwachsenen. Vielleicht hat alles etwas mit der Stunde zu tun. Der Stunde,
in der es kalt wird und die Bewohner sich verbarrikadieren müssen… |
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Eine interessante Geschichte ist es, was gute
Filme ausmacht. Interessant, neu, unterhaltsam. All diese Attribute treffen
auf den spanischen Filmbeitrag „The Cold Hour“ zu. Einen Film mit einer
Endzeit-Story, der dem Betrachter erst nach und nach ins seine düsteren
Details einweist.
Die Machart ist dabei interessant zu beobachten. Mal mit einer Videokamera,
mal mit einer normalen, werden Bilder eingefangen, die stets beklemmend,
beengte Zustände übermitteln. Die Gruppe scheint es in ihrer Situation
nicht leicht zu haben. Der kleine Protagonist Jesus interviewt seine
Kollegen, was eine gute Vorstellung der Charaktere ist. Vielleicht etwas
plump, es funktioniert aber ganz gut. Man kann erkennen, wer welche Position
inne hat, wer wie tickt und wie die verschiedenen Verhältnisse
untereinander sind. So bleibt es, zusammen mit der allgemeinen Ungewissheit,
stets spannend.
Die Kulissen sind glaubhaft, auch wenn man hier und da mal den Eindruck hat,
sich im Pappbunker aufzuhalten. Die Darsteller spielen ebenfalls
authentisch. Das tut dem Film gut. Die relativ unbekannten Gesichter wissen
sich vor der Kamera zu präsentieren. Der eine sicherlich besser als der
andere. Es bleibt aber ein positiver Gesamteindruck zurück. Und das ist bei
einem B-Movie doch schon mal etwas.
Spannungstechnisch bewegt sich „The Cold
Hour“, wie bereits erwähnt, auf einem hohen Niveau. Hier und da erleidet
die Spannungskurve zwar einige negative Dellen, da auch allgemeine
Lebenssituationen aufgegriffen werden. Eifersucht, Liebe,
Eltern-Kind-Beziehungen und so weiter. Dies schafft aber auch den Eindruck
eines „normalen“ Lebens in der Abschottung. Nur halt unter besonderen
Umständen.
Und diese Umstände schaffen es dann wiederum, dass keinerlei normales Leben
möglich ist. Die Spannung ist groß, wenn „die Stunde“ wieder näher
rückt. Die Stunde, in der es kalt wird. Was dann kommt ist großes
Mystery-Kino. Mit dichter Horror-Atmosphäre und Gänsehautgarantie. Wenn es
an die Türe klopft und Etwas diese rüttelt und schüttelt, wünscht man
sich eine Decke, zum über die Augen und Ohren ziehen. Hier kommen dann auch
einige Spezialeffekte der blutigen Art zu tragen, allerdings wohldosiert und
nicht darauf aus, alleine durch ihr Dasein zu schocken. Der Grund, warum man
sich schlussendlich aber keine Decke vor die Fratze hängt ist die Tatsache,
dass man immer noch wissen will, was draußen eigentlich los ist.
Wer
als Horror-Fan „The Cold Hour“ noch nicht gesehen hat, sollte
schleunigst etwas dagegen unternehmen. Es ist zwar bei weitem kein perfekter
Film, da vieles zu schlicht ist, aber etwas worauf der geneigte
Horror-Film-Gucker stets wartet. Etwas Innovatives, was nebenbei auch noch
zu Gruseln vermag. Ein Endzeit-Film, der eine trübe Stimmung verbreitet.
Ein Film, der atmosphärisch dicht ist und einfach Spaß macht. So sieht’s
aus. |