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Auf
einer abgelegenen Insel leitet der Genforscher Nathan Phipps (William
Langlois) auf die Initiative des US Generals Foster (Jay Richardson) hin ein
Experiment mit Komodo-Waranen. Bei den Versuchen geht allerdings etwas
schief, die Tiere werden riesengroß und schaffen es, zu entkommen. Nur mit
knapper Not können Phipps und seine Männer von der Insel fliehen, doch
aufgrund einiger Dokumente, die ihnen gefährlich werden könnten, sollten
sie entdeckt werden, müssen sie noch einmal zurück, um diese Unterlagen zu
zerstören.
Zur
selben Zeit landet eine Gangsterbande auf der Insel, die nach einem
Casinoraub unfreiwillig notlanden muss. Die Gang, geführt von dem
gewissenlosen Kriminellen Drake (Paul Logan), stößt natürlich schnell auf
Phipps und seine Männer. Die beiden unterschiedlichen Gruppierungen
erkennen, dass es besser ist, zusammen zu arbeiten, um sich gegen die
monströsen Komodo-Warane verteidigen zu können. Blöd nur, dass die
Monster einen Schleim absondern, der Menschen bei Hautkontakt zu
Zombie-ähnlichen Kreaturen macht, weshalb es bald zu massiven Verlusten
unter den Forschern und den Gangstern kommt. Als General Foster dann auch
noch den Entschluss fasst, die Insel bombardieren zu lassen, stehen die
Chancen, lebend von der Insel zu kommen, alles andere als gut... |
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Wer sich bereits
ernsthaft mit dem Thema Tierhorrorfilm auseinandergesetzt hat, wird
sicherlich unschwer erkannt haben, dass es mehrere hundert Vertreter dieses
Genres gibt und es so schwer ist, einen Film herauszupicken, der einen vom
Inhalt her anspricht. Ich habe mir deshalb eine sehr praktische, wenn auch
etwas masochistische Technik angeeignet, indem ich mir einfach jeden Müll
ansehe, der auch nur entfernt etwas mit Tierhorror zu tun hat. Dabei stößt
man zwar auf sehr viel Schund, sammelt jedoch auch Erfahrung und ein
gehöriges Wissen über das Genre, weshalb gelegentliche Ausrutscher fast
schon belanglos sind. Auf "Curse Of The Komodo" habe ich mich
aufgrund des Covers, das mich vielmehr an ein PC Spiel, als an einen Film
erinnerte, nur zögernd eingelassen, doch den letztendlichen Anschub gab mir
dann der Name des Regisseurs - Jim Wynorski. Dieser hat bereits über 50
Filme gedreht, die zu einem großen Teil in die Sparte B-Movie fallen, was
eigentlich nur von Erfahrung und Kenntnis zeugen kann. Und obwohl
"Curse Of The Komodo" letztendlich alles andere als sehr schlecht
war, muss ich doch sagen, dass ich ein bisschen mehr erwartet hätte.
Wynorski hat ein
großes Vorbild, an dem er sich auffallend und ausgiebig orientiert; Steven
Spielberg, bzw. "Jurassic Park". Anleihen und Ähnlichkeiten
finden sich zuhauf, das wird niemand bestreiten können, der beide Filme
gesehen hat. Bereits die Parallele in der Anfangsszene ist unbestreitbar,
wenn die Kamera über eine dicht bewachsene Insel fliegt und so
wunderschöne Naturbilder einfängt. Unterlegt mit einer passenden Musik
bekommen wir malerische Berglandschaften, undurchdringliche Wälder und
tiefe Gewässer zu sehen, die oftmals in riesigen Wasserfällen münden. So
weit, so gut, ich muss sagen, bis zu diesem Zeitpunkt hat mit der Film sehr
gut gefallen, doch leider, leider macht er kurz darauf bereits einen Fehler,
der den meisten Filmen dieser Art schlichtweg das Genick bricht: Es wird
bereits in den ersten Minuten durch dunkle, kaum zu erkennende Szenen
versucht, Spannung und Atmosphäre aufzubauen, was jedoch gehörig nach
hinten losgeht. Ein Film wie "Curse Of The Komodo" muss sich
seiner B-Movie Herkunft keinesfalls schämen, mir persönlich ist es lieber,
wenn ein hässlich gestaltetes Monster direkt gezeigt, als nur angedeutet
wird, wie hier, in den ersten Minuten geschehen.
Der nächste, grobe
Fehler: Jim Wynorski scheint einer von den Regisseuren zu sein, die Wert auf
Story und Charaktere legen, was an und für sich lobenswert, in einem
Billigfilm wie diesem jedoch absolut unangebracht ist. So wird oft
minutenlang geredet, bis es wieder actionreich zur Sache geht, und dies
sorgt leider sehr schnell dafür, dass sich beim Zuschauer bereits nach
kurzer Zeit Langeweile breit macht. Und dabei ist dies doch so unnötig! In
seinen actionreichen Szenen haut "Curse Of The Komodo" nämlich
voll auf die Kacke und präsentiert Explosionen, billige Komodo-Warane, die
in all ihrer schlechten Aufmachung Jagd auf Menschen machen uvm. Hier wird
jeder Trash/B-Movie-Liebhaber in jedem Fall zufriedengestellt, um so mehr
tut es mir weh sagen zu müssen, dass Wynorski einen Großteil seiner
Chancen verspielt hat, weil er sich einfach nicht auf seine Stärken
verlassen hat.
Wieso? Nun
vermutlich hielt er sich in einem Anflug von Größenwahn für einen
talentierten Geschichtenerzähler, anders kann ich es mir nicht erklären.
Würde sich "Curse Of The Komodo" die komplette Spielzeit über
auf die Stärken verlassen, die ihn in den Besten Szenen so unterhaltsam
machen, dann hätte dies durchaus ein Trash-Kracher werden können, so
versickert er aber unnötig oft in purer Belanglosigkeit.
Wer bei den schauspielerischen Leistungen mit nichts gutem rechnet, den
verstehe ich durchaus, so ist das Subgenre des Tierhorrorfilms für
gewöhnlich nämlich nicht gerade ein Anlaufpunkt für Oscaranwärter. Doch
keine Angst, auf der Liste der Darsteller finden sich erstaunlicherweise
einige relativ bekannte Namen, die dem Freund des B-Movies sogar ein Begriff
sein könnten. So agiert an vorderster Front ein gut aufgelegter Tim Abell,
der bereits in Filmen wie "Raptor", "Wir waren Helden"
und "Desert Thunder" zu sehen war. Sicherlich kein Weltstar, aber
dennoch ein Gesicht, dass der eine oder andere eventuell wiedererkennen
wird.
Die restlichen
Schauspieler teilen sich in zwei Lager auf: Da hätten wir einmal die
Dilettanten und des weiteren die, die wenigstens ihr bestes geben. Während
manch einer nur lustlos durchs Bild stolpert, gibt es durchaus auch
Lichtblicke innerhalb des breiten Aufgebots an Schauspielern, so dass
"Curse Of The Komodo" unter diesem Anhaltspunkt gar nicht so
schlecht ist, wie man vielleicht befürchten könnte.
Zwar hatte ich von
Zeit zu Zeit meinen Spaß mit "Curse Of The Komodo", doch leider
hat Jim Wynorski die gegebenen Möglichkeiten nicht genutzt und aus einem
potenziellen actionreichen Trashklopper einen Film fürs Fließband
abgeliefert. Die völlig sinnfreien Nacktszenen, die Verfolgungsjagden und
die billigen Warane machen Spaß, keine Frage, um so negativer fallen dafür
aber die Versuche auf, eine Story einzubauen. Dies macht den Film leider
langweiliger als er eigentlich ist und sorgt dafür, dass man des öfteren
automatisch einen Blick auf seine Uhr wirft. Was letztendlich bleibt ist
eine "Jurassic Park" Kopie, aus der man wesentlich mehr hätte
machen können, was jedoch nicht bedeutet, dass Fans von Tierhorror und
trashigen B-Movies nicht mal einen Blick riskieren können.
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