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Eine
amerikanische Forschergruppe, zieht es in eine der Wissenschaft völlig
unbekannte Höhle, die sich irgendwo in den rumänischen Kaparten befindet.
Angeführt von Wissenschaftler Dr. Nicolai betritt die Gruppe in freudiger
Erwartung ein unerwartet großes Höhlensystem, welches von riesigen
Wassergräben durchzogen ist. Aus diesem Grund sind auch Profi-Taucher mit
im Team, die es den Wissenschaftlern möglich machen sollen, das
Labyrinthsystem zu durchqueren.
Viel wissen sie nicht über den Ort, an dem sie sich die nächsten 12 Tage
aufhalten sollen. Es gibt allerdings Sagen von seltsamen Dingen, und vor 30
Jahren ereignete sich ein schlimmer Unfall. Aber die Taucher fangen
unbeeindruckt an, einen Weg in das Innere zu finden und die verschiedenen
Tunnel zu kartieren. Doch bereits beim ersten Stopp eines Vortauchers
passiert etwas Merkwürdiges: Ein seltsames Tier taucht auf. Offensichtlich
Teil eines eigenständigen unbekannten Ökosystems.
Die Taucher und Forscher dringen weiter in die Höhle vor. Die unbekannte
Tierwelt, die über viele Jahre von der Außenwelt getrennt war, erscheint
ihnen immer merkwürdiger. Und bedrohlicher! Denn schon bald merken die
Expeditionsteilnehmer, dass sie hier in der Tiefe selbst das unteren Ende
der Nahrungskette bilden... |
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Es
hat den Anschein, als hätte die amerikanische, respektive die englische,
Filmindustrie im Jahre 2005 für die Handlung ihrer Filme einen Schauplatz
wiederentdeckt, der für eine dichte Horror-Atmosphäre und viel Spannung
steht: Die Höhle. Ein größeres Erdloch oder einige schießfreudige
Hinterwäldler sind im Horror-Film seit jeher beliebt, da Filme dieser
Subgenre zu über 90% für beste Unterhaltung stehen.
Neben dem sehr guten "The Descent" (GB 2005) wurde nahezu
gleichzeitig "The Cave" (USA 2005) gedreht. Also kann man beim
letztgenannten Film ausschließen, dass es sich um ein Plagiat handelt, das
lediglich auf der Erfolgswelle mitschwimmen will. "The Cave" ist
zudem auch anders strukturiert und erzählt seine ganz eigene Geschichte.
Diese ist durchaus gut aufgebaut und weiß den Betrachter von Anfang an gut
zu unterhalten. Man sollte natürlich nicht erwarten, dass "The
Cave" dem Zuschauer etwas bis dato noch nie gesehenes bietet, da
Monster-Filme dieser Art alle irgendwie gleich sind. Aber er setzt sich
zumindest deutlich von den zahlreichen B-Produktionen ab, nicht zuletzt
wegen des viel höheren Budgets von über 30 Million Dollar. Mit diesem
finanziellen Polster entstand dann nicht nur ein ordentliches Drehbuch, es
konnten auch recht talentierte Darsteller engagiert wurden, die ihre Sache
durchaus gut machen und ihren Charakteren sogar ein wenig Tiefe verleihen
können. Und wie man weiß, ist das bei Filmen dieses Subgenres nicht gerade
die Regel.
Spannung kommt vom ersten Moment an auf und wird bis zum Ende des Films
aufrechtgehalten. Auf langweilige Momente braucht man gar nicht erst warten
und zum Glück gibt es auch nur sehr wenige Füllszenen und dramaturgisch
bedeutungslose Dialoge. Dazu gibt es dann immer wieder sehr atmosphärische
und klaustrophobische Szenen, die von herrlich anzusehenden
Höhlen-Aufnahmen unterstrichen werden, und viel Abwechslung garantieren.
Freunde von spektakulären Kamerafahrten kommen ebenso auf ihre Kosten, wie
diejenigen, die schnelle Schnitte in Horror-Filmen mögen. Auch das Monster
wird Fans von Monster-Filmen ohne Frage gefallen. Mit einer markanten
Ähnlichkeit zu H.R. Gigers "Alien" hat es aufgrund der sehr guten
Optik durchaus das Potential zu einer Kult-Figur zu werden.
Extrem dunkle Szenen und die schnellen Schnitte werden vom Neu-Regisseur
Bruce Hunt gezielt dazu genutzt, um die Gewaltdarstellung etwas abzumildern.
Es ist in den verschiedenen Szenen kaum zu erkennen, was genau mit den
Opfern passiert. Es ist sowieso bemerkenswert anzusehen, wie der gesamte
Film trotz des hohen Body-Counts mit nur wenigen Splatterszenen auskommt,
was ihm von der FSK wohl problemlos eine FSK 16 Einstufung bescheren sollte.
"The Cave" ist ein gutes Beispiel dafür, dass gute Horror-Filme
auch ohne Blut- und Gewaltorgien funktionieren können.
Allerdings bringt "The Cave" auch den ein oder anderen negativen
Aspekt mit sich, wie zum Beispiel einige Situation, die maßlos überdreht
sind. Auch der gute, aber etwas seltsame Schluss, von dem aber an dieser
Stelle nichts verraten werden soll, weiß nur bedingt zu gefallen. Ebenfalls
zu kritisieren sind die CGI´s. Es sind zwar nur einige weniger gelungen,
doch diese sehen aus als stammen sie aus einem Film, der in der Anfangszeit
der Computer animierten Bilder gedreht wurde.
Insgesamt gesehen muss man aber zum Schluss kommen, dass "The
Cave" ein Film ist, der Horror-Fans auf jeden Fall gefallen wird. Er
ist spannend, atmosphärisch, abwechselungsreich und bietet viele Hingucker,
wie ein erschreckendes Monster, tolle Höhlen, merkwürdige Kreaturen und so
weiter und so weiter... Er erfindet das Genre zwar nicht neu, dass ändert
aber nichts daran, dass er zumindest in der Horror-Szene ein Erfolg werden
dürfte. |