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Der Maler Cho verpasst seiner Kunst eine sehr
individuelle Note. Er tötet Frauen, bemalt sie und verspeist sie
anschließend. Bei seinem sechsten "Bild" wird er ertappt und
eingesperrt. Die Staatsanwaltschaft vernimmt Cho, der allerdings nicht sehr
kooperativ ist. Er soll zum Tode verurteilt werden.
Sein Anwalt sieht das allerdings etwas anders. Er ist der Überzeugung, dass
Cho von dem Geist eines anderen Mannes besessen ist, der vor über 60 Jahren
eine tödliche Affäre mit einer Hure hatte... |
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Der
koreanische Filmbeitrag "The Circle - Reinkarnation eines
Kannibalen" scheint entweder eine schlechte Story zu haben oder eine,
die nicht unbedingt für den Horror-Film begeisterten Mitteleuropäer
geeignet ist. Nach der nachvollziehbaren Einleitung, die atmosphärisch
gelungen ist, schweift der Film in eine undurchschaubare Erzählung ab, die
schnell zum Nervtöter wird.
Anders
als in vielen Horror-Beiträgen, die in letzter Zeit aus Fernost
rüberschwappten, versucht "The Circle" nicht in erster Linie zu
gruseln, sondern die morbide Geschichte um den kannibalischen Künstler zu
erzählen, der allerdings nicht wirklich so kannibalisch ist, wie es das
Cover der DVD erhoffen lässt. Daher wirk das Ganze auch nur wenig
verstörend.
Der
Protagonist, ganz offensichtlich ein Frauenmörder, wird von seinem
Verteidiger als unschuldig dargestellt. Er sei vom Geist eines früheren
Killers besessen. Richtig innovativ ist das nicht und von der Erzählweise
her auch nicht sonderlich gelungen, da die Story viel zu viele Fragen
aufwirft. Zudem wirken die Darsteller an vielen Stellen ein wenig
überfordert und sind zu allem Übel teilweise mit unpassenden
Synchronstimmen ausgestattet.
Das
alles wäre aber sicherlich noch zu ertragen, wenn der Film einigermaßen
interessant zu verfolgen wäre. Das ist allerdings nicht der Fall. Wenig
vorteilhaft für einen Film mit Überlänge. Im zweiten Teil der Handlung
wird die Geschichte zwar etwas verlagert, doch leider nicht spannender, und
es gibt auch keine wirklichen Aufklärungen über das Geschehen. Und das
würde sich der Betrachter sicherlich wünschen. Für Freunde von blutigen
Spezialeffekten gibt es kaum etwas zu sehen, so dass die FSK 16 Einstufung
durchaus Sinn ergibt.
"The Circle" ist zwar ein optisch professionell gedrehter Film,
der allerdings aufgrund seiner langatmigen Handlung das offensichtlich recht
hohe Budget nicht rechtfertigt. Schade eigentlich, da der Film sicherlich
über viel mehr Potential verfügt als er schlussendlich preisgibt. Das
asiatische Publikum jedenfalls scheint damit leben zu können, schließlich
hat der Film dort nicht nur negative Kritiken bekommen (z.B. von der Korea
Times).
Für
Asia-Fans mit viel Durchhaltevermögen mag "The Circle" eventuell
ein guter filmischer Beitrag sein, der Ottonormal-Zuschauer, der eher auf
Filme wie "Ring", Dark Water" und Konsorten steht, wird bei
"The Circle" sicherlich nur bedingt unterhalten werden und den
Kauf der DVD eventuell bereuen. |