Dark Island - Lost In Paradise

OT: Dark Island
ca. 84 Minuten
Kanada 2009
 
Regie
Sam Gorski
Niko Pueringer
Darsteller
Jai Koutrae
Zero Kazama
Mary Christina Brown
Victoria Floro
u.a. 
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Auf einer einsamen Insel sollen ein paar Wissenschaftler und ein Soldat einen Job für einen Chemiekonzern erledigen. Als sie auf dem Eiland ankommen, entdecken sie ein paar seltsame Dinge und treffen bald auf einen der Leute, die schon auf der Insel arbeiten. Bei der Arbeit ist offensichtlich irgendetwas schief gegangen. Irgendwas, dass aus harmlosen Arbeitern menschliche Ungeheuer gemacht hat...



 

Eine handvoll Leute fährt aus irgendeinem Grund auf eine einsame Insel, von wo aus natürlich niemand entkommen kann und trifft dort auf irgendwas, das ihnen an die Pelle will. Das ist der Stoff aus dem nicht wenige Horror-Filme gemacht sind. Meist in den Regionen des B-Movie angesiedelt. 

Und die Häufigkeit gibt den Filmen Recht, denn viele von ihnen funktionieren ganz gut. Man kann seltsame Tiere auf der Insel darstellen, Zombies, Kannibalen oder ähnliche Monstren. Zudem hat man es meist mit einer schmucken Optik zu tun: Berge, Strände und klare Gewässer.

Dies alles ist eine Steilvorlage für Filmschaffende wie die Regisseure Sam Gorski und Niko Pueringer. Die beiden Neulinge wollen in ihrem ersten Filmbeitrag kein Risiko eingehen und greifen auf oben bereits genannte Elemente zurück. Zudem lassen sie deutlich erkennen, dass sie die Serie „Lost“ verfolgt haben und sich nicht nur die Insel dort abgeguckt haben, sondern auch das Rauchmonster und andere Auffälligkeiten.

Dass „Dark Island“ nicht auf höchstem Niveau gedreht wurde, wird dem geschulten Auge recht bald klar. Es gibt zwar einige Action-Einlagen, schöne Landschaftsaufnahmen und rätselhafte Begleiterscheinungen, es wird aber auch eine Menge gequatscht. Wie es nun mal so üblich ist, in Filmen, die nicht über einen großen finanziellen Rückhalt verfügen.

Die Optik macht durchaus spaß. Es gibt die angesprochenen Landschaftsaufnahmen, die schön sind und zudem gut von der Kamera eingefangen werden. Hier sieht man, dass man sich hinter der Linse etwas Mühe gegeben hat und das Objektiv nicht einfach nur wild draufhält. Auch wenn es ein manches Mal etwas arg wackelt. Der Schnitt kann sich ebenfalls sehen lassen.

Was nicht so toll ist, ist das es ziemlich dauert bis der Film in Fahrt kommt. Es gibt zwar immer mal Szenen, welche die vorherrschende Inhaltslosigkeit etwas auflockern. Bis man ein paar Infos bekommt, worum es eigentlich geht, dauert es aber ein Weilchen.

Was ganz gut aussieht sind die Effekte der rauchigen Art. Wie erwähnt, wohl von „Lost“ inspiriert, bringt man ein paar computeranimierte Bilder auf den Schirm, die Rauch-Dinger darstellen. Diese sind sicherlich das Aushängeschild des Streifens und als gelungene Einlagen zu bezeichnen, die sowohl für Spannung und Stimmung sorgen. Auf der anderen, der blutigen Seite hat man dafür aber reichlich gespart. Zu sehen gibt es quasi nichts was Freunde des Splatters erfreuen könnte. Einige Einschusslöcher bilden da schon den Höhepunkt an Spezialeffekten.

Darstellerisch bekommt man pures Mittelmaß geboten. Von der namenlosen Crew werden die oberflächlich angelegten Charaktere recht professionell runtergespielt. Weder nach oben, noch nach unten können große Ausschläge registriert werden. 

Nach der Betrachtung kommt man folglich zum Schluss, dass „Dark Island“ zwar ein wenig belanglos ist, aber durchaus in Ordnung geht. Großes Hollywood-Kino darf man natürlich nicht erwarten. Für Nebenbei lohnt „Dark Island“ aber durchaus.

Um es mit Cheech und Chong zu sagen: „Viel Rauch um nichts“. Oder zumindest nicht viel...

Review by ThS

Der Autor

Splatter
Spannung
Story
Ekelfaktor
Atmosphäre
Gesamt

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Bildmaterial
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