|
Auf einer einsamen Insel
sollen ein paar Wissenschaftler und ein Soldat einen Job für
einen Chemiekonzern erledigen. Als sie auf dem Eiland ankommen,
entdecken sie ein paar seltsame Dinge und treffen bald auf einen
der Leute, die schon auf der Insel arbeiten. Bei der Arbeit ist
offensichtlich irgendetwas schief gegangen. Irgendwas, dass aus
harmlosen Arbeitern menschliche Ungeheuer gemacht hat... |
|
Eine handvoll Leute fährt aus
irgendeinem Grund auf eine einsame Insel, von wo aus natürlich
niemand entkommen kann und trifft dort auf irgendwas, das ihnen an
die Pelle will. Das ist der Stoff aus dem nicht wenige
Horror-Filme gemacht sind. Meist in den Regionen des B-Movie
angesiedelt.
Und die Häufigkeit gibt den Filmen Recht, denn viele von ihnen
funktionieren ganz gut. Man kann seltsame Tiere auf der Insel
darstellen, Zombies, Kannibalen oder ähnliche Monstren. Zudem hat
man es meist mit einer schmucken Optik zu tun: Berge, Strände und
klare Gewässer.
Dies alles ist eine Steilvorlage für Filmschaffende wie die
Regisseure Sam Gorski und Niko Pueringer. Die beiden Neulinge
wollen in ihrem ersten Filmbeitrag kein Risiko eingehen und
greifen auf oben bereits genannte Elemente zurück. Zudem lassen
sie deutlich erkennen, dass sie die Serie „Lost“ verfolgt
haben und sich nicht nur die Insel dort abgeguckt haben, sondern
auch das Rauchmonster und andere Auffälligkeiten.
Dass „Dark Island“ nicht auf höchstem Niveau gedreht wurde,
wird dem geschulten Auge recht bald klar. Es gibt zwar einige
Action-Einlagen, schöne Landschaftsaufnahmen und rätselhafte
Begleiterscheinungen, es wird aber auch eine Menge gequatscht. Wie
es nun mal so üblich ist, in Filmen, die nicht über einen großen
finanziellen Rückhalt verfügen.
Die Optik macht durchaus spaß. Es gibt die angesprochenen
Landschaftsaufnahmen, die schön sind und zudem gut von der Kamera
eingefangen werden. Hier sieht man, dass man sich hinter der Linse
etwas Mühe gegeben hat und das Objektiv nicht einfach nur wild
draufhält. Auch wenn es ein manches Mal etwas arg wackelt. Der
Schnitt kann sich ebenfalls sehen lassen.
Was nicht so toll ist, ist das es ziemlich dauert bis der Film in
Fahrt kommt. Es gibt zwar immer mal Szenen, welche die
vorherrschende Inhaltslosigkeit etwas auflockern. Bis man ein paar
Infos bekommt, worum es eigentlich geht, dauert es aber ein
Weilchen.
Was ganz gut aussieht sind die Effekte der rauchigen Art. Wie erwähnt,
wohl von „Lost“ inspiriert, bringt man ein paar
computeranimierte Bilder auf den Schirm, die Rauch-Dinger
darstellen. Diese sind sicherlich das Aushängeschild des
Streifens und als gelungene Einlagen zu bezeichnen, die sowohl für
Spannung und Stimmung sorgen. Auf der anderen, der blutigen Seite
hat man dafür aber reichlich gespart. Zu sehen gibt es quasi
nichts was Freunde des Splatters erfreuen könnte. Einige
Einschusslöcher bilden da schon den Höhepunkt an
Spezialeffekten.
Darstellerisch bekommt man pures Mittelmaß geboten. Von der
namenlosen Crew werden die oberflächlich angelegten Charaktere
recht professionell runtergespielt. Weder nach oben, noch nach
unten können große Ausschläge registriert werden.
Nach der Betrachtung kommt man folglich zum Schluss, dass „Dark
Island“ zwar ein wenig belanglos ist, aber durchaus in Ordnung
geht. Großes Hollywood-Kino darf man natürlich nicht erwarten. Für
Nebenbei lohnt „Dark Island“ aber durchaus.
Um es mit Cheech und Chong zu sagen: „Viel Rauch um nichts“.
Oder zumindest nicht viel... |