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Yoshimi Matsubara ist eine junge Mutter und
nach ihrer Scheidung auf der Suche nach einer neuen Wohnung für sie und
ihre kleine Tochter Ikuko. Nach einigen Misserfolgen findet sie endlich eine
passende Behausung, auch wenn diese nicht unbedingt das ist, was sie sich
vorstellt. Das gesamte Haus ist etwas heruntergekommen und in der Wohnung
nässt es, auf grund des anhaltenden Regens, dafür ist sie aber recht groß
und günstig.
Das Einleben will in der Folgezeit nicht
richtig klappen, denn irgendetwas scheint nicht ganz zu stimmen. Ikuko
findet auf dem Dach des Hauses eine Tasche, die weggeworfen wird aber immer
wieder auftaucht. Zudem gibt es einen Wasserfleck an der Deckenwohnung, der
immer größer wird, obwohl es in den letzten Tagen nicht mehr geregnet
hat.
Auch
hören die Beiden des Nachts Schritte aus der Wohnung über ihnen, die
allerdings verschlossen und lange nicht mehr bewohnt ist. In der
Vergangenheit lebte dort eine Familie, deren Tochter spurlos verschwand.
Vielleicht ist die Wohnung ja doch nicht so unbewohnt, wie es anzunehmen
ist... |
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Japan und die Gruselschocker, zwei Begriffe
die Ende des letzten und Anfang dieses Jahrtausends einfach zusammen genannt
werden müssen. Mit „Ring“ fing alles an und ein Ende kann wohl erst
dann kommen, wenn sämtliche Variationen des Gruselschockers bis ins letzte
Detail abgefilmt wurden.
„Dark Water“ muss diesem Genre natürlich
auch zugeordnet werden und er setzt sich nicht wirklich viel von seinen
Mitstreitern ab. Es geht darum Angst zu erzeugen, sie in einer düsteren
Atmosphäre aufrecht zu erhalten und sie dann schließlich, gegen Ende, mit
verstörenden Bildern zum Höhepunkt zu treiben. Allerdings gibt es da einen
kleinen Haken, denn „Dark Water“ entpuppt sich als wahrer
Spätstarter.
Spät ist natürlich Definitionssache, aber
hier geht es erst wirklich spät zur Sache. Man muss knapp 60 Minuten damit
verbringen, relativ unwichtigen und unspannenden Szenen zu folgen, die in
einer Art und Weise erzählt werden, die nicht wirklich unterhaltsam ist.
Einzelne Szenen werden unnötig in die Länge gezogen und es wird eindeutig
zuviel gezeigt, was keinen so recht interessiert. Gruselige Szenen sind
Mangelware und von dem Mysteriösen bekommt man a) nichts erzählt und b)
außer einem Schatten nichts zu sehen.
Dann aber, nach gut einer Stunde geht es in
das Eingemachte und wer bis dahin noch nicht eingeschlafen ist bekommt auch
eine ordentliche Gruselpackung, mit der dazugehörigen Geschichte
präsentiert. Hier stimmt wirklich fast alles. Es ist äußerst spannend,
die erzählte Story ist mysteriös und leicht verstörend und die
Atmosphäre wird von Minute zu Minute dichter. Ob dies den Film letztendlich
dann aber rettet, kann wohl nur jeder für sich selbst entscheiden. Fakt
ist, dass Filme wie „Ring“ oder „The Eye“ einfach mehr Potential
haben und vor allem auch mehr Wert auf verschiedenen Charaktere legen. „Dark
Water“ begnügt sich damit, die wenigen Figuren oberflächlich zu
beschreiben und die einzig wirkliche Hauptdarstellerin, Yoshimi Matsubara,
recht undurchleuchtet dastehen zu lassen. Gespielt wird diese Rolle zwar
ganz passabel, aber was nutzt einem das, wenn man nicht wirklich etwas über
sie erfährt?
So muss man zum Schluss kommen, dass „Dark
Water“ zwar ein typischer Gruselbeitrag aus Japan ist, es aber mit seinen
Konkurrenten nicht aufnehmen kann. Eine gute halbe Stunde ist da einfach zu
wenig, auch wenn er bei einigen Betrachtern, aufgrund des guten Endes,
sicherlich besser in Erinnerung bleiben wird. |