Daybreakers

OT: Daybreakers
ca. 94 Minuten
Australien, USA 2009
 
Regie
Michael Spierig
Peter Spierig
Darsteller
Isabel Lucas
Ethan Hawke
Willem Dafoe
Sam Neill
u.a. 
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Im Jahre 2019 hat sich die Welt grundlegend geändert. Nun regieren Vampire die Erde. Die Menschheit wurde stark reduziert, was die herrschenden Blutsauger in Probleme drängt. Es gibt viel zu wenig Blut um alle Nachtwandler zu sättigen. Daher ist die Pharmaindustrie auf der Suche nach einer Ersatznahrung.

Edward Dalton ist einer dieser Vampire, die nach einer neuen Nahrungsquellen forschen. Im Gegensatz zu seinen Kollegen ist er allerdings gemäßigt im Umgang mit seinen menschlichen Probanden. Als Edward eines Tages den schrägen Elvis kennen lernt, erzählt der ihm, dass er sich von einem Vampir in einen Menschen verwandelt hat. Dies ist für den Forscher ein komplett neuer Ansatz, den er, auch aus eigenem Interesse, verfolgt. Aber eine Transformation, so sie denn klappt, kommt nicht für alle Vampire in Frage. Denn der aufgebaute Sozialstaat kennt Menschen nur als Blutlieferanten...



 

Vampir-Verfilmungen gibt es wie Sand am Meer. Da ist es eigentlich immer etwas Besonderes, wenn man einen Film mit etwas anderer Thematik vor die Nase gesetzt bekommt. Wie im Falle des Streifens „Daybreakers“, einer Millionen-Produktion mit Star-Besetzung.

Die Grundidee in „Daybreakers“ ist ebenso neu wie aktuell. 2009 herrscht die globale Finanzkrise auf der Erde. 10 Jahre später die fiktive Blutkrise, welche die Preise für den roten Lebenssaft explodieren lässt. Das Gerüst der Gesellschaft kann in sich zusammenfallen, wenn nicht ein paar heldenmutige Draufgänger eingreifen. Typisch amerikanisch halt, aber glücklicherweise recht gut umgesetzt.

Gleich zu Beginn merkt man, dass der Film über eine gute Qualität verfügt. Es werden tolle Bilder eingefangen und nette Kameraeinstellungen präsentiert. Der Grundton des Films ist düster, dunkel und leicht chaotisch. Die Atmosphäre dazu stimmig. Die Anfangsminuten sind zudem interessant zu verfolgen. Die Welt der Vampire wird vorgestellt. Ihr Treiben veranschaulicht. Die Blutsauger forschen mit Tierversuchen an einer Lösung des Problems. Menschen halten sie sich in Blutbanken, die ein wenig an „Matrix“ erinnern.

Die Regisseure Michael und Peter Spierig („Undead“ 2003) haben sichtlich Wert auf das Erzeugen einer düsteren Stimmung gelegt. Dies funktioniert auch einwandfrei. Allerdings muss man einem Film auch noch eine Geschichte mit auf den Weg geben, damit man die 90 Minuten Spielzeit voll machen kann. In dieser spielt Ethan Hawke („Gattaca“, „Training Day“ u.a.) den Blutforscher, der dank Willem Dafoe („Der blutige Pfad Gottes“, „eXistenZ“ u.v.a.) einen neuen Forschungsweg einschlägt. Prinzipiell ist das interessant, in der Umsetzung kommen aber einige weniger unterhaltsame Szenen und langatmige Gespräche auf. Man könnte sogar von einigen Längen sprechen.

Zwischendrin kommt es dann immer wieder zu netten Szenen. Gesplattert wird, für eine FSK 16 Einstufung, durchaus ordentlich. Da bekommt man einige Blutverluste zu sehen. Ekelig wird es hier und da auch mal, was an Kotzeinlagen und Explosionen festzumachen ist. Die Effekte können sich wirklich sehen lassen. Auch bei den Masken hat man sich Mühe gegeben. Neben den normalen Vampiren gibt es auch noch ausgehungerte Subsider, die über ein fürchterliches Äußeres verfügen. Was kritisiert werden muss, sind einige der zahlreichen Feuer-Szenen. Vampire neigen ja dazu, bei Kontakt mit Sonnenlicht zu verbrennen. In „Daybreakers“ kommt dies auch vor. Dank CGIs haben die Macher sicherlich den ein oder anderen Dollar sparen können, allerdings sehen die computeranimierten Feuerszenen auch etwas sparsam aus...

Die Darsteller spielen ordentlich, brauchen sich aber nicht sonderlich anzustrengen, da die Geschichte und die Effekte im Vordergrund stehen. Zudem geben die Rollen nicht sonderlich viel her. Eine Durchleuchtung der Charaktere ist nur oberflächlich vorhanden.

Unterm Strich bleibt „Daybreakers“ trotz einiger Schwächen gut in Erinnerung. Der Film verfügt über eine etwas andere Geschichte, solide Darsteller, eine gute Kamera, splattrige Effekte, Gore-Einlagen, eine düstere Horror-Atmosphäre und sogar etwas Spannung. Das ist gutes Vampir-Endzeit-Kino mit einem Hauch von Sozial-Kritik.

Review by ThS

Der Autor

Splatter
Spannung
Story
Ekelfaktor
Atmosphäre
Gesamt

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