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Im Jahre 2019 hat sich die
Welt grundlegend geändert. Nun regieren Vampire die Erde. Die
Menschheit wurde stark reduziert, was die herrschenden Blutsauger
in Probleme drängt. Es gibt viel zu wenig Blut um alle
Nachtwandler zu sättigen. Daher ist die Pharmaindustrie auf der
Suche nach einer Ersatznahrung.
Edward Dalton ist einer dieser Vampire, die nach einer neuen
Nahrungsquellen forschen. Im Gegensatz zu seinen Kollegen ist er
allerdings gemäßigt im Umgang mit seinen menschlichen Probanden.
Als Edward eines Tages den schrägen Elvis kennen lernt, erzählt
der ihm, dass er sich von einem Vampir in einen Menschen
verwandelt hat. Dies ist für den Forscher ein komplett neuer
Ansatz, den er, auch aus eigenem Interesse, verfolgt. Aber eine
Transformation, so sie denn klappt, kommt nicht für alle Vampire
in Frage. Denn der aufgebaute Sozialstaat kennt Menschen nur als
Blutlieferanten... |
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Vampir-Verfilmungen gibt es
wie Sand am Meer. Da ist es eigentlich immer etwas Besonderes,
wenn man einen Film mit etwas anderer Thematik vor die Nase
gesetzt bekommt. Wie im Falle des Streifens „Daybreakers“,
einer Millionen-Produktion mit Star-Besetzung.
Die Grundidee in „Daybreakers“ ist ebenso neu wie aktuell.
2009 herrscht die globale Finanzkrise auf der Erde. 10 Jahre später
die fiktive Blutkrise, welche die Preise für den roten Lebenssaft
explodieren lässt. Das Gerüst der Gesellschaft kann in sich
zusammenfallen, wenn nicht ein paar heldenmutige Draufgänger
eingreifen. Typisch amerikanisch halt, aber glücklicherweise
recht gut umgesetzt.
Gleich zu Beginn merkt man, dass der Film über eine gute Qualität
verfügt. Es werden tolle Bilder eingefangen und nette
Kameraeinstellungen präsentiert. Der Grundton des Films ist düster,
dunkel und leicht chaotisch. Die Atmosphäre dazu stimmig. Die
Anfangsminuten sind zudem interessant zu verfolgen. Die Welt der
Vampire wird vorgestellt. Ihr Treiben veranschaulicht. Die
Blutsauger forschen mit Tierversuchen an einer Lösung des
Problems. Menschen halten sie sich in Blutbanken, die ein wenig an
„Matrix“ erinnern.
Die Regisseure Michael und Peter Spierig („Undead“ 2003) haben
sichtlich Wert auf das Erzeugen einer düsteren Stimmung gelegt.
Dies funktioniert auch einwandfrei. Allerdings muss man einem Film
auch noch eine Geschichte mit auf den Weg geben, damit man die 90
Minuten Spielzeit voll machen kann. In dieser spielt Ethan Hawke
(„Gattaca“, „Training Day“ u.a.) den Blutforscher, der
dank Willem Dafoe („Der blutige Pfad Gottes“, „eXistenZ“
u.v.a.) einen neuen Forschungsweg einschlägt. Prinzipiell ist das
interessant, in der Umsetzung kommen aber einige weniger
unterhaltsame Szenen und langatmige Gespräche auf. Man könnte
sogar von einigen Längen sprechen.
Zwischendrin kommt es dann immer wieder zu netten Szenen.
Gesplattert wird, für eine FSK 16 Einstufung, durchaus
ordentlich. Da bekommt man einige Blutverluste zu sehen. Ekelig
wird es hier und da auch mal, was an Kotzeinlagen und Explosionen
festzumachen ist. Die Effekte können sich wirklich sehen lassen.
Auch bei den Masken hat man sich Mühe gegeben. Neben den normalen
Vampiren gibt es auch noch ausgehungerte Subsider, die über ein fürchterliches
Äußeres verfügen. Was kritisiert werden muss, sind einige der
zahlreichen Feuer-Szenen. Vampire neigen ja dazu, bei Kontakt mit
Sonnenlicht zu verbrennen. In „Daybreakers“ kommt dies auch
vor. Dank CGIs haben die Macher sicherlich den ein oder anderen
Dollar sparen können, allerdings sehen die computeranimierten
Feuerszenen auch etwas sparsam aus...
Die Darsteller spielen ordentlich, brauchen sich aber nicht
sonderlich anzustrengen, da die Geschichte und die Effekte im
Vordergrund stehen. Zudem geben die Rollen nicht sonderlich viel
her. Eine Durchleuchtung der Charaktere ist nur oberflächlich
vorhanden.
Unterm Strich bleibt „Daybreakers“ trotz einiger Schwächen
gut in Erinnerung. Der Film verfügt über eine etwas andere
Geschichte, solide Darsteller, eine gute Kamera, splattrige
Effekte, Gore-Einlagen, eine düstere Horror-Atmosphäre und sogar
etwas Spannung. Das ist gutes Vampir-Endzeit-Kino mit einem Hauch
von Sozial-Kritik. |