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Zugegeben,
zu Beginn ist der Film doch äußert demotivierend und langweilig.
Man meint zu glauben, dass man dieses Ganze „plötzliche-Zombie-Epidemie-rafft-ganze-Menschheit-dahin“
schon zu Genüge gesehen hat. Vor allem dann, wenn der Protagonist
direkt zu Beginn von einem der Fleischfressenden in den Arm
gebissen wird. Man weiß förmlich von Beginn an, was am Ende
alles passiert. Die Frage ist nur, ob irgendjemand überlebt. Und
das Einzige, worauf man sich überhaupt noch freuen will, sind die
liebevoll gestalteten Effekte der Macher dieses Films…
Denkste! Da wird man ordentlich hinters Licht geführt. Die erste
halbe Stunde ist zwar ordentlich langweilig, aber danach geht ganz
schön die Post ab. Spätestens wenn einem der Zombies im Keller
der Penis abfällt, macht sich der gemeine Zombiekenner Gedanken:
„Na, was is‘ denn da los? Ist das vielleicht gar kein Zombie?
Hat das Ganze mit dem Kometen vielleicht doch was Neues?“ Hier
kann man getrost sagen: „Oh ja!“
Den Blick auf das abgefallene Geschlechtsteil und die
nachfolgende, genaue Untersuchung durch die anderen Personen kann
man sich sehr gut sparen, aber irgendwie prägen sie sich doch
derart ins Gedächtnis ein, dass man vorerst nichts mehr essen
will. Total ekelhaft. Respekt! Chris Pontius würde es am besten
auf den Punkt bringen: „That was fun! Let´s never do this again!“
Aber genug des Lobes, denn das Drehbuch hat auch einige Makel.
Denn die Dialoge sind grade zu Beginn sehr, sehr, sehr einschläfernd
und auf einer Ebene, die selbst die Ludolfs übersteigen könnten,
wenn sie denn nur wollten.
Allerdings scheint dies definitiv nicht an der Intelligenz der
Drehbuschreiber zu liegen, denn Steve werden im Laufe des Films
echt komplizierte Worte in den Mund gelegt, die man am liebsten
erst mal nachschlagen möchte, wenn man denn Zeit hätte. Aber
naja… Irgendwie schien man auch auf Nummer sicher gehen zu
wollen, indem man eine (fiktive) Ex-Pornodarstellerin in den Film
eingebaut hat, die zwischendurch immer mal wieder erzählen muss,
wie viele Männer sie mit welcher Körperöffnung beglücken
durfte und wie toll sie doch als Mutterfigur für ihre Tochter
ist. Liebe Drehbuschreiber, lasst das. So was haben Filme mit
ausgeklügelten Storys echt nicht nötig.
Ein bisschen nervig erscheinen die Schnitte zwischen den
verschiedenen Szenen, die überblendet werden. Das ganze erscheint
wie eine mit sämtlichen Effekten ausgestattete Powerpoint-Präsentation,
die ihre Effekte nur erhalten hat, um dem Prüfer zu zeigen, wie
toll ihr Urheber doch ist. Allerdings auch der einzige Punkt, dem
man dem wenig erprobten Regisseur Jake Kennedy als nicht so gut
anheften könnte.
Beachtenswert ist, dass alle Schauspieler ihren Job gut machen,
seien es die Hauptdarsteller Travis Brorsen (bisher lediglich
kleine Auftritte in Serien wie „J.A.G.“, „Desperate
Housewives“ oder „Bones“) als Steve, Roshelle Pattison („Punish
The Wicked“) als Mimi oder Chris Ivan Cevic („Cardinal
Code“) als Simon.
Das wichtigste aus diesem Film ist jedoch, was er uns mit auf den
Weg ins wahre Leben gibt: Falls der Asteroid Apophis vom Kurs
abkommt und möglicherweise mit der Erde ein kleines Date haben
sollte, dann greift alle zu Whisky, Wodka oder allem anderen
Hochprozentigen. Warum? Schaut es euch am besten selbst an, der
Film ist sehenswert! |