|
Wer hinter der Story einen nicht
wirklich sinnvollen Plot erwartet, liegt sicherlich richtig, denn
diese B-Produktion will alles andere, aber nicht mit einer
sensationellen Story aufwarten. Vielmehr geht es den Mannen um
Matthew Leutwyler darum, ein Effektfeuerwerk abzubrennen und man
muss sagen, auch wenn es sich um einen B-Movie handelt, dass es
ihnen gelungen ist.
Dies merkt man dann auch schon relativ früh. Erst muss man zwar
noch eine etwas lahmende Einleitung über sich ergehen lassen, in
der versucht wird einem die oberflächlichen Charaktere näher
zubringen, was natürlich nicht gelingt, aber als sich die Personen
dann im Hotel „Bed And Breakfast“ einfinden, geht es recht
zügig zur Sache. Der erste Hingucker ist zwar kein splattriger,
doch man merkt das einen etwas in der Art von „Bad Taste“ oder
vielleicht auch „Braindead“ oder „Undead“ erwartet. Also
eine Splatter-Komödie.
Und in der Tat... zu den Mengen von
Kunstblut gesellt sich langsam und unsicher auch eine Art Humor, die
aber wohl eindeutig Geschmackssache ist. Bei Streifen wie den eben
genannten Splatterfilmen können sicherlich 95% der geneigten
Zuschauer über die Witze lachen, bei „Dead And Breakfast“ wird
sich diese Zahl aber drastisch verringern, da es zuviel
übertriebenen Klamauk gibt, der stellenweise sehr lächerlich
wirkt. Zudem meinten die Machen wohl dem Film noch mehr
Ernsthaftigkeit rauben zu müssen indem sie einige Comic-Einlagen
eingebaut haben und einen Country-Sänger engagiert haben, der immer
wieder mit einigen Auftritten versucht, das bereits Gesehene
wiederzugeben. Man muss allerdings zugeben, dass die Tracks
akustisch gut rüberkommen und den Film etwas kurzweiliger machen.
Besonders dann, als der Cowboy das Rappen für sich
entdeckt...
Mit zunehmender Zeit wird die Story
immer flacher, aber glücklicherweise nehmen die Trickeffekte zu und
bevor es zum finalen Endkampf kommt, der zugegebenermaßen erst
etwas zu lang und das wirkliche Ende viel zu kurz rüberkommt, hat
man schon einige Einlagen gesehen, die selbst gestandenen
Splatterfreaks die Münder offen stehen lassen.
Schauspieltechnisch darf man, wie bei
der Story, keine hohen Ansprüche stellen, allerdings gibt sich ein
ganz grosser die Ehre. Kein geringerer als Schauspiellegende David
Carradine, zuletzt in Tarantinos „Kill Bill: Vol 1+2“ zu sehen,
spielt mit, dies allerdings nur extrem kurz. Der Rest der Crew
spielt die Rollen ganz passabel, was wohl auch nicht wirklich
schwierig war, da sich die schauspielerischen Ansprüche in diesem
Streifen in Grenzen halten.
„Dead And Breakfast“ ist nichts
desto trotz ein zu empfehlender Film für die Zielgruppe. Wer auf
recht sinnlose Splatterkomödien steht, bei denen man beruhigt mal
ein Bier zuviel trinken darf, wird hier bestens bedient. Story,
Spannung und Atmosphäre halten sich zwar in Grenzen, dafür gibt es
aber abgedrehte Spezialeffekte, die man als Fan gesehen haben
sollte.
Noch etwas Bemerkenswertes am Rande:
Die hier erhältliche DVD trägt ein FSK 16 und hat wohl ähnliches
erlebt, wie Genre-Nachbar „Undead“, denn trotz heftiger Effekte
wurde nicht geschnitten, was wohl bedeutet, dass die FSK keinen
Blick in das Material riskiert hat...
|