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Ana hat ihr Kind verloren. Dies ist
prinzipiell schon grausam genug. Doch Ana hat es besonders
schlimm getroffen. Denn ihre Tochter wurde Gegenstand eines
Snuff-Videos. Dies hat sie nach langer Suche herausgefunden und
eben solange hat es gedauert, bis sie die Identität vom
Vertreiber des Videos ermitteln konnte.
Über eine Website namens Gorehouse, auf der Ana ursprünglich das
grausame Video fand, nimmt sie an einem Treffen für Sadisten
teil. Der erlesene Kreis von Psychopathen will bei der
Folter-Hinrichtung eines Menschen dabei sein und die Show
genießen. Doch dann kommt alles anders als gedacht. Ganz anders… |
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Bei dem Filmbeitrag „The Death Factory
Bloodletting“ bekommt man es zwar mit einer kostengünstigen
B-Produktion zu tun, doch setzt sich der Streifen durch seine
eigenwillige Art deutlich von seinen, meist durchschnittlichen,
Genrekollegen ab. Es geht, kurz angerissen, um eine Mutter, die nach
Rache sinnt, verschiedenste Psychos, ein Monster-Mädchen mit
Krallenhänden, eine Chemie-Fabrik, einen Jesus-Freak und dessen
degenerierte Gefolgschaft.
Dies klingt nach guter Unterhaltung und die bekommt man auch
geboten. Der Film beginnt intensiv. Dieses Niveau kann er über lange
Zeit erhalten werden. Zudem gibt es immer wieder interessante
Einschübe. Beispielsweise als die sadistischen Protagonisten
vorgestellt werden. Es gibt verschiedenste Typen, die allesamt
plump, aber unterhaltsam charakterisiert werden. Da sind ein
schwarzer Sklavenhändler, einen Neonazi, eine Domina samt humanen
Spielgerät, eine Nutte, einen Kinderschänder und die Frau, die nach
Rache sinnt.
Die knisternde Atmosphäre hält sich sehr lange auf einem hohen
Niveau. Dazu tragen die minimalistischen Kulissen in dem
Fabrikgebäude bei. Man ist beim Betrachten ebenso gespannt wie
angewidert. Das Geschehen um die Folter-Hinrichtung wirkt, den
Umständen entsprechend, recht realistisch und erinnert im Groben an
Filme wie „Hostel“. Dazu gibt es dann eine passende Musik. Manchmal
nur Geräusche und manchmal derbe Heavy-Mucke.
Ähnlich wie im genannten Folter-Streifen geht es auch hier recht
derbe zur Sache. Wenn sich die Gewalt auch eher im Kopf des
Betrachters abspielt, was nicht negativ zu werten ist. Blutige
Szenen gibt es zudem. Und das nicht zu knapp, sodass die Freigabe
für ausschließlich Erwachsene sinnig erscheint.
Regisseur Sean Tretta („The Great American Snuff Film“) bietet dem
Betrachter einen tiefen Einblick in die Psyche von gestörten
Persönlichkeiten. Legt seelische Abgründe offen. Zum Glück wird das
Ganze durch die Tatsache abgeschwächt, dass es mit dem bekrallten
Monster-Mädchen etwas irrealer wird. Ansonsten wäre der Stoff nur
schwer zu verkraften.
Darstellerisch bekommt man solide Kost geboten. Mit einigen
Ausschlägen nach unten. Immerhin verstehen es die Akteure ihren Job
so gut zu machen, dass der gute, authentische Gesamteindruck nicht
zerstört wird.
Interessant zu erwähnen ist noch, dass „The Death Factory
Bloodletting“ offenbar so etwas wie der Nachfolger des Brad Sykes
Film „Death Factory“ von 2002 ist. Viel haben die beiden Streifen
aber nicht gemeinsam und es ist auch nicht notwendig, das „Original“
zu kennen.
Insgesamt betrachtet hat man es bei „The Death Factory Bloodletting“
mit einem netten Streifen zu tun, der über das Potential verfügt
durchaus länger im Gedächtnis des Betrachters zu verweilen. Man
sieht ihm zwar an, dass er etwas unter dem geringen Budget leidet
und die knisternde Spannung kann nicht die kompletten 90 Minuten
gehalten werden, aufgrund der düsteren Atmosphäre, dem Bösen und der
Andersartigkeit des Streifen lohnt sich der Blick für
Horror-Junkies. |