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Eine Frau erzählt einem
Mädchen die Geschichte vom Rotkäppchen und übereicht ihm ein Geschenk in
Form einer Puppe, welche eine vorgezogene Gabe zum Geburtstag ist. Die Frau
ist sichtlich verunsichert und als hätte sie es geahnt, ist sie wenige
Momente später tot. Sie wurde rücklings von einem Mann erdrosselt.
Schnitt
Fünf Jungschauspieler befinden sich auf dem Weg zu einem Gastspiel, zu dem
sie in ein Schloss eingeladen wurden, dass sich in den weiten Wäldern
Frankreichs befindet. Kurz vor dem Ziel machen sie bereits Bekanntschaft mit
zwei Angestellten des Hauses, die ihnen etwas merkwürdig vorkommen. Als sie
den merkwürdigen Schlossherren kennen lernen, bleibt dieser Eindruck
ungetrübt bestehen. Allerdings machen sie sich keine großen Gedanken, da
die Gage extrem hoch ist und die jungen Talente vom großen Geld träumen
lässt.
Die Schauspieler sollen das Stück des Rotkäppchen vortragen und einige
Zeit auf dem Schloss verbringen. Sie versuchen sich so gut es eben geht
einzuleben, doch es kommt immer wieder zu kleinen Ungewöhnlichkeiten
zwischen den völlig verschiedenen Personen. Als sie dann endlich das Stück
für den taubstummen Sohn des querschnittsgelähmten Schlossherren vortragen
können, soll sich ihre Situation drastisch ändern. Es kommt zu einer
Begegnung mit der Polizei, die einen Serienmörder sucht und auch zum ersten
Todesfall innerhalb der Gruppe. Die noch Überlebenden haben logischerweise
eine große Angst, doch sie wissen nicht ob es besser ist sich der Gefahr im
Schloss zu stellen oder tief in die Wälder zu flüchten... |
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Der französische Horrorfilm
hat ja in den letzten Jahren einiges zum leicht ansteigenden Erfolg des
Genres beigetragen, da sie meist eine eigene Sprache sprachen und sich doch
deutlich von den Mainstream-Produktionen aus Amiland abgesetzt haben. „Deep
In The Woods – Allein mit der Angst“ ist allerdings nicht zu den
hervorragenden Beiträgen zu zählen, wenn er auch ein Film des
Slasher-Subgenre ist, der sich technisch von seinen typischen Vorgängern
unterscheidet.
Das es in einem Slasher um Morde eines unbekannten Fremden geht ist logisch
und dieses Strickmuster kann man sicherlich nicht ohne weiteres missachten,
wenn man das Subgenre nicht gänzlich verlassen will. Doch „Deep In The
Woods – Allein mit der Angst“ beinhaltet erotische Aspekte, hat kuriose,
wenn auch leicht übertrieben wirkende Charaktere und bietet sich nicht so
flach dar, wie einige seiner Kollegen.
Gleich zu Beginn hat man den Eindruck, dass dieser Film etwas besonderes
hat, weil er Spaß macht, gut unterhält und man gleich mit der Vielzahl
verschiedenster Charaktere konfrontiert wird, was für enorme Abwechslung
sorgt und Interesse weckt, da man mehr von ihnen wissen möchte. Für ein
wenig Spannung, eine gelungene Gruselatmosphäre und schöne
Landschaftsbilder wurde auch gesorgt und so hofft man, dass alles so
weitergeht. Dies ist aber leider nicht der Fall, denn als es zur Sache geht,
da die ersten Protagonisten ihr Leben lassen müssen, flacht der Streifen
merklich ab, ohne das es einen ersichtlichen Grund dafür gib.
Vielleicht liegt es an der Tatsache das der fremde Killer eigentlich gar
nicht so fremd ist, oder man langsam aber sicher von den verschiedenen
Personen und ihren verschiedenen Eigenschaften die Schnauze voll hat. Aber
der Hauptgrund ist wohl, dass sich der Film langsam aber sicher in
Langeweile verliert und man eigentlich gar kein Interesse am Ausgang der
Geschichte hat. Ein Einfügen einiger Spezialeffekte hätte sicherlich noch
etwas retten können, aber leider gibt es auch hier, exklusive der
gelungenen Anfangssequenz, für ein FSK 18 herzlich wenig zu sehen. Positiv
zu erwähnen wären nur noch die durchaus gelungenen Kamerafahrten durch den
Wald und die solide agierenden Schauspieler, die durchweg einen guten
Eindruck machen. Der Eine mag sicherlich talentierter als der Andere sein,
der Gesamteindruck ist aber durchaus positiv.
Für den Film gilt dies aber nicht. „Deep In The Woods – Allein mit der
Angst“ beginnt zwar furios, lässt dann aber ebenso stark und ist am Ende
einer von vielen Streifen, die berechtigterweise in den zahlreichen
Filmregalen verstauben werden. Bei aller Liebe zum französischen Film, aber
gutheißen kann man die Arbeit von Lionel Delplanque leider nicht.
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