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Wenn man
sich die Biografie von Regisseur John Landis mal genauer betrachtet,
muss man zweifelsfrei zum Schluss kommen, dass er nicht gerade ein
reinrassiger Horror-Regisseur ist. Mit Filmbeiträgen wie "Kentucky
Fried Movie" oder beispielsweise auch "Der Prinz aus
Zamunda" hat er eher die Lachmuskeln des Betrachters gefordert.
Und er hat es sich nicht nehmen lassen, in "Deer Woman"
einige lustige Elemente einzubauen.
Das
Drehbuch konnte natürlich nur ein Blutsverwandter von John Landis
schreiben, damit dessen Witz auch zum tragen kommt. Sohn Max hat
eine gute Vorlage verfasst, die dann vom Vater zu einem guten Film
gemacht wurde. Das komödiantische dominiert nicht unbedingt, zeigt
sich aber in einigen Szenen - und das nachhaltig. Zum Beispiel eine
Szene, in der sich der Protagonist vorstellt, wie der Mord im Truck
zustande kam:
Der
LKW-Fahrer und eine hübsche Frau gehen küssend aus einer Kneipe,
dann steigen sie in seinen Truck ein, wo die Dame ihn mit einem
Rehbein verdrischt. Die Kamera schwenkt zurück auf das Gesicht des
Polizisten, der für seine eigene Vorstellung nur ein Kopfschütteln
übrig hat. Von diesen Szenen gibt es dann noch ein paar weitere,
zum Beispiel eine, wo der Fahrer von einem Hirsch getötet wird, der
dann die Frau entführt. Wirklich sehr, sehr witzig!
Der
Horror kommt bei all der Komik auch nicht zu kurz. Die Frage nach
dem Täter wird erst gegen Ende beantwortet, was einerseits eine
gruselige Stimmung verbreitet und andererseits nicht schlecht für
die Spannung ist. Die Hintergründe für die Tat sind auch sehr
interessant und innovativ, an dieser Stelle soll jetzt allerdings
nicht zuviel auf die Thematik eingegangen werden, um dem
potentiellen Betrachter die Spannung nicht zu nehmen. Darstellerisch
befinden sich die Protagonisten in einem gesunden Mittelmaß. Es
werden keine Überleistungen und auch kein Stuss geboten. Lediglich
die "Deer Woman" spielt etwas zurückhaltend, was
allerdings an ihrer Rolle liegt.
Alles
in allem ist "Deer Woman" eine sehr unterhaltsame Folge
der "Masters Of Horror" Serie. Sie ist wie viele andere
auch, ganz anders als die anderen, was ja gewissermaßen den Reiz
der Reihe ausmacht. John Landis ist es gelungen, zwei Genres zu
verbinden, die eigentlich gar nicht mal so leicht zu verbinden sind.
Aber das steckt ja nun mal in seinem Blut und für das Gelingen
bürgt er mit seinem guten Namen.
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