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In dem kleinen Örtchen
Buffalora, der inmitten der Lombardei liegt, lebt der junge Francesco
Dellamorte. Er ist Totengräber und somit für den örtlichen Friedhof
verantwortlich. Dabei unterstützt ihn der geistig zurückgebliebene Gnaghi,
der in seiner eigenen Welt lebt und kaum ein Wort herausbringt. Der
Friedhof, den die beiden pflegen, ist allerdings kein gewöhnlicher, sondern
er birgt ein bisher ungelöstes Geheimnis in sich.
Denn des nachts steigen die Toten aus ihren Gräbern, die sieben Tage zuvor
beerdigt wurden. Sie haben sich in blutrünstige Bestien verwandelt und
Francesco hat nachts viel Arbeit mit ihnen, da er ihnen die Köpfe
wegschießen muss. Ansonsten hat der junge Italiener nur noch ein Hobby und
zwar das Herausstreichen von frisch Verstorbenen aus seinen
Telefonbüchern...
Eines Tages verändert sich Francescos Leben dann aber schlagartig. Er lernt
eine hübsche Frau kennen, deren Mann vor kurzem auf seinem Friedhof
begraben wurde. Er verliebt sich in die attraktive Frau und schon bald kommt
es zu einem innigen Liebesspiel, dass auf dem Grabstein des verstorbenen
Ehemannes stattfindet. Diesem scheint das gar nicht zu gefallen und so
steigt er aus der Gruft um seine „Ex“ zu beißen. Da diese nun mit dem
Virus infiziert ist, der die Toten wieder aufstehen lässt, tötet Francesco
die Frau, in die er sich so verliebt hat.
Dieses Ereignis geht nun nicht spurlos an dem jungen Totengräber vorbei.
Seine Realität scheint zu verschwimmen, nicht zuletzt, weil sich Gnaghi in
den abgetrennten Kopf eines jungen Mädchen verliebt hat und nun gedenkt das
sprechende Körperteil zu heiraten. Francesco dreht nun förmlich durch und
erlöst einem nach dem anderen von seinem, wie Francesco denkt, schlimmen
Schicksal... |
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„DellaMorte DellaMorte”
ist keiner der klassischen Horrorfilme aus dem Lande der Meisterregisseure,
er ist ein sehr moderner Film, der aber an die alten Werte anknüpft.
Michelle Soavi, der beim Großmeister Argento lernte, hat hier eine Art Film
geschaffen, die es vorher noch nicht gab. Es gibt eine direkte Verknüpfung
des Zombiegenre, dass ja lange genug geschlummert hat, mit einer kräftigen
Prise „Argento“-Horror. Es ist klar zu erkennen, dass sich Soavi von
seinem Mentor hat beeinflussen lassen, denn es gibt viele unlogisch wirkende
Elemente, die so verschachtelt sind, dass die gesamte Story zu einer
unterhaltenden und sehr fesselnden Geschichte wird. Neben der Dichte der
Story gibt es einige humoristische Elemente, die für Abwechslung sorgen und
eine glänzenden Atmosphäre, die nicht zuletzt wegen der Friedhofskulisse
so beeindruckend ist.
Wie nachzulesen ist, hat sich Hollywood seiner Zeit bemüht, dem Film im
Lande der unbegrenzten Möglichkeiten zu drehen, was aber zum Glück daran
scheitete, dass sich Soavi weigerte Matt Dillon als Protagonist
einzustellen. Meiner Meinung nach ist das wirklich das beste, was der
Italiener machen konnte, denn in „DellaMorte DellaMorte” gibt es
europäisches Spitzenkino zu sehen und keinen dahingeklatschten Mainstream.
Die Geschichte fasziniert von vorne bis hinten, was nicht zuletzt an den
Charakteren liegt, die sich im wesendlichen auf Francesco, seinen Gehilfen
und dessen „Geliebte“ beschränken. Francesco ist ein sehr komischer Typ
Mensch, der mit dem realen Leben wohl schon vor Begin der Romanze
abgeschlossen hatte. Das sich dies nach den Geschehnissen steigert ist
logisch und wir dürfen dies in einer Art und Weise betrachten, wie ich sie
noch nicht sah. Der Zurückgebliebene ist ebenfalls jemand, der wenig
Lebensmut zu haben scheint. Dies ändert sich allerdings, als er den
abgetrennten Kopf eines Mädchen kennen lernt. Er weicht diesem von nun an
nicht mehr von der Seite und scheint locker und voller Lebensfreude... Die
Akteure spielen ihre Rollen wirklich hervorragend, was für das Horrorgenre
ja nicht unbedingt üblich ist.
Splatter gibt es natürlich auch zu betrachten. Zwar nicht übermäßig,
aber dafür von perfekter Qualität. Meist werden zwar „nur“
Kopfschüsse gezeigt, es gibt allerdings auch einige Szenen, die es echt in
sich haben und mit Sicherheit die Fans des Splatterfilms erfreuen werden.
„DellaMorte DellaMorte” ist wirklich ein Vorzeigewerk des modernen
Horrorfilms und wie man wieder einmal klar erkennen kann, sind es die
Italiener, die sich nicht vom großen Geld blenden lassen und das machen,
was der Horrorfilmliebhaber sehen will. Einen meisterhaften Horrorfilm, mit
einer fantastischen Geschichte und einer gehörigen Prise Splatter.
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