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Lina und Martin wollen einem
Freund einen Gefallen tun und schmuggeln Alkohol von Schweden nach
Norwegen.. Die Fahrt führt sie, dank einer Umleitung, durch das
schwedische Grenzgebiet - Die skandinavische Wildnis.
Nach einem Handyproblem und einem Treffen mit einem seltsamen
Einheimischen gibt es ein Reifenproblem, was an einem solchen Ort
natürlich nicht gerade von Vorteil ist. Gefangen in der Einöde
versuchen Lina und Martin Hilfe zu finden.
Schon bald treffen sie auf einen Polizisten und sind erleichtert.
Doch das Pärchen freut sich zu früh... |
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Filme aus Skandinavien sind ja
oftmals einen Blick wert. Gerade wenn es um Genre-Beiträge zum
Horror-Film geht. Im Fall „Detour“ ist das auch so. Auch wenn
der Film alles andere als typisch norwegisch, respektive
skandinavisch, rüberkommt.
Denn die Thematik ist altbacken. Zum Verzehr geeignet, aber alles
andere als frisch. Alles was in diesem Streifen abgefilmt wurde
hat man so, oder so ähnlich, schon mal in einem anderen
Horror-Film gesehen. Neues gibt es nicht. Dadurch, dass der Film
aber gut gemacht ist, kann man ihn gut betrachten. Der
Unterhaltungswert stimmt ebenso, wie die Machart.
Es gibt ausreichend Spannung und Atmosphäre, wobei letztere sogar
überdurchschnittlich ist. Die Hardrock-Musikeinlagen sind gut.
Zudem ist die Laufzeit des Films mit etwas über 70 Minuten recht
gering, was bei altbekannter Thematik kein Nachteil ist.
Nach einem sehr ruhigen und durchaus normalen Beginn ändert sich
die Lage für unsere Protagonisten zunehmend. Horror-Klischees
werden dabei reihenweise bedient: Das Handy ist nicht aufgeladen,
man muss eine Abkürzung nehmen, der Reifen platzt, der Motor
springt nicht wieder an, im Wald trifft man auf Rednecks... Aber
das Zusammengewürfelte hat auch etwas für sich. In vielen Szenen
denkt man: „Das kenne ich doch aus dem Film xyz. Und das aus zyx.“
Da ist mitraten angesagt, welchen Film-Klassikern Regisseur Severin
Eskeland einen öffentlichen Ehrenerweis bringt.
Bei den blutigen Szenen hat
Severin Eskeland früher, beim Betrachten der Klassiker des Genre,
wohl weggesehen. Denn in seinem Werk gibt es kaum
Splatter-Einlagen. Und die fehlen dem Film. Man denkt sich, wenn
schon nichts Neues erzählt wird, muss es wenigstens krachen. Auf
einen lauten Knall wartet man aber vergeblich. Des Weiteren ist
nicht gut, dass die Täter nicht richtig vorgestellt werden. Bei
der Familie aus Texas (Die mit der Kettensäge), der hier wohl
auch gehuldigt wird, wusste man Bescheid. In „Detour“ kann man
die Hintergründe nur erahnen.
Was man vor Bekanntgabe des Fazits noch positiv erwähnen muss,
sind die grundsoliden Leistungen der beteiligen Darsteller. Das
Geschehen wird glaubhaft rübergebracht und wirkt zu keinem
Zeitpunkt gekünzelt.
„Detour“ ist somit etwas für den Genre-Fan, der nicht immer
das Allerneuste, Allerbeste und Allesüberschattende sehen muss.
Es ist grundsolide Horror-Kost, als Hommage verpackt und bestens
verdaulich. |