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Der Umweltforscher Dr.
Shore ist für Untersuchungen an die Englische Küste abkommandiert. Dort
trifft er, neben umweltfeindlichen Funden, auf degenerierte Bewohner eines
kleinen Küstenörtchens, die gar nicht gut auf ihn zu sprechen sind. Shore
ist aber in erster Linie daran interessiert, für seinen Konzern „Doomwatch“
Informationen über eine eventuelle Verseuchung der Gegend heranzutragen und
kümmert sich nicht weiter um die aggressiven Einheimischen.
Seine folgenden Forschungen ergeben, dass sich im Wasser ein Hormon gebildet
hat, weil eine Cemie-Fabrik ihre radioaktiven Abfälle im Wasser entsorgt
hat. Dieses Hormon wird von den hier lebenden Menschen durch Nahrung aus dem
Meer aufgenommen und könnte bei den Bewohnern die hässlichen Missbildungen
und die Anzeichen der Acromegaly-Krankheit ausgelöst haben.
Bei dem Versuch, die Bevölkerung aufzuklären, stößt er allerdings auf
wenig Gehör. Die Einwohner des Dorfes sind nämlich fest davon überzeugt,
dass sie unter einer gottgewollten Erbkrankheit leiden. Und dies machen sie
dem Forscher mit aggressiven Mittel deutlich. Doch Shore gibt nicht auf und
soll noch grausame Funde machen… |
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Eigentlich hört sich die
Story von „Doomwatch“ gar nicht mal so schlecht an. Ein Forscher findet
radioaktiven Müll, der die Bewohner der näheren Umgebung zu Mutanten
macht. Das hat ja so oder so ähnlich auch schon in anderen Filmen wie zum
Beispiel dem guten alten „Crazies“ von George A. Romero funktioniert.
„Doomwatch“ hat aber das Problem, dass er nicht recht ein
Horror-Streifen sein will, sondern eher ein recht gewaltloser Öko-Thriller.
Der ehemalige „Hammer-Regisseur“ Peter Sasdy („Wie schmeckt das Blut
von Dracula?“) lässt die aggressiven Mutanten nämlich nicht richtig zu
einer bedrohlichen Gefahr werden. Sie verbreiten nur Ärger und Antipartie.
Die Deformationen selbst sind zwar nett anzuschauen, ohne die finale Gefahr
ist das dann aber eher zum bestaunen der Masken als zum einflößen von
Furcht.
Dabei ist „Doomwatch“ von der Spannung und Atmosphäre her gar nicht mal
so schlecht gelungen. Man stellt sich lange die Frage, was eigentlich
vorgeht und die Umgebung, sowie das kleine Fischerdorf an der Küste, sind
nett zu betrachten. Die eingefangenen Bilder sind sehr stimmungsvoll und
verbreiten in vielen Szenen in eine angenehme Stimmung.
Die spannenden Szenen kommen zumeist zustande, wenn der Protagonist von
einer geheimnisvollen Gefahr verfolgt wird. Anfänglich funktioniert das
auch, nimmt aber im Laufe des Streifens mächtig ab, da nichts wirklich
Schlimmes passiert. Das Ende ist dann in Sachen Harmlosigkeit kaum zu
überbieten, davon muss sich der geneigte Betrachter aber selbst ein Bild
machen. Das FSK 16 ist aber viel zu weit hergeholt. „Doomwatch“ ist
durchaus ein Film, der im sonntäglichen Nachmittagsprogramm laufen könnte.
Potential für einen großen Genre-Film war in der ursprünglichen Idee
sicherlich vorhanden. Da man aus „Doomwatch“ aber eher einen Thriller
als einen Horror-Film gemacht hat, ist das schlussendliche Resultat aber
eher enttäuschend. Zwar ist „Doomwatch“ recht intelligent gedreht, und
Ian Bannen („Dr. Jekyll and Mr. Hyde“ 1981, „Tanz der Hexen 2“ 1989)
liefert eine solide Leistung ab, der Film kann aber nicht überzeugen. Erst
Recht nicht die Freunde des Horror- und Mutanten-Films.
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