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Eric ist auf der Suche nach
seinem verschwundenen Bruder. Zusammen mit zwei Freundinnen
fährt der Trupp zu einem Gebäude, in dem der Vermisste
vermutet wird. Dort werden die drei schnell von seltsamen
Geschöpfen überwältigt und gefangen genommen. Noch ahnen die
Suchenden nicht, dass sie in „Dr. Moreaus Haus des
Schmerzes“ gefangen gehalten werden und alsbald für
Experimente des verrückten Wissenschaftlers herhalten
müssen… |
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Viel-Regisseur Charles Band („Puppet
Master“, „Evil Bong“ uva.) hat in „Dr. Moreaus Haus des Schmerzes“
mal wieder alles gegeben und bietet dem Zuschauer das, was man bei
einem echten „Band“ erwarten darf. Viele werden behaupten, dass das
gar nichts ist. Aber der Herr hat sich durch seine Art Filme zu
schaffen durchaus einen erlesenen Freundeskreis gebildet. Sicherlich
mögen seine Filme in Augen vieler abschreckend erscheinen: Keine
guten Darsteller, kein Geld, keine Zeit, keine Liebe fürs Detail.
Aber immerhin sind die Geschichten unterhaltsam und seine „Puppen“
sehenswert. Wie auch hier, in „Dr. Moreaus Haus des Schmerzes“.
Grundlage für die wiedergegebene Geschichte ist das H.G. Wells Werk
von 1896 „Die Insel des Dr. Moreau“, welches schon einige Male im
Film neu erzählt wurde. Dass Band dieses Geschehen von der Insel in
eine kostengünstige Fabrikhalle verlegt hat, darf Kenner der Szene
nicht wundern. Auch wurden einige Handlungsstreifen des Romans
abgewandelt, damit man alles möglichst preiswert gestalten kann.
Somit haben wir es hier mit einer recht eigenwilligen Interpretation
zu tun, die es allerdings versteht den Betrachter bei der Stange zu
halten. Bereits zu Beginn, als die seltsamen Kreaturen erstmals das
Scheinwerferlicht betreten, fragt man sich unweigerlich: „Was ist
hier denn los?“. Da das Erzählte interessant zu verfolgen ist, will
man in der Folgezeit unbedingt wissen was genau da los ist. Dieses
Wissen wird dann auch Stück für Stück freigegeben. Genau in der
richtigen Dosierung, damit eine solide Dauerspannung bestehen
bleibt, die das Aufkeimen von Langeweile meistenteils unterdrücken
kann.
Was nicht so prall ist, sind die Darsteller. Von recht schlecht über
schlecht bis hin zu „Totalausfall“ bekommt man hier so ziemlich
alles geboten. Allerdings keinen Akteur, der sich durch sein
Auftreten für höher budgetierte Filme empfiehlt. Irgendwie scheinen
die Leute keine rechte Lust am Spielen gehabt zu haben.
Wahrscheinlich weil sie den Film in einer Woche, für eine Mini-Gage
abdrehen mussten. So ist zumindest der Eindruck. Jacob Witkin als
verrückter Wissenschaftler hinterlässt noch den besten, schlechten
Eindruck. Was auch nicht ganz gelungen wirkt ist das Setting und die
damit verbundene Atmosphäre. Hier hätte man ruhig etwas mehr
ausarbeiten können.
Ganz nett sehen dagegen die Masken der „Viecher“ aus. Natürlich nur,
wenn man die richtige Portion „schlechten Geschmack“ als Betrachter
mitbringt. Das Ganze wirkt selbstverständlich extrem künstlich und
billig - hat aber etwas. Bei den blutigen Einlagen gibt es nicht
viel zu sehen. Man geht bei den einfach gehaltenen Szenen auch nicht
so ins Detail, was für Charles Band durchaus typisch ist. Trotzdem
hat der Film es geschafft, eine FSK 18 abzustauben.
Was zu guter Letzt zu sagen bleibt ist, dass „Dr. Moreaus Haus des
Schmerzes“ sicherlich nicht etwas für jedermann ist und Freunde des
A-Films sowie Sehern der andren Verfilmungen der Thematik wohl eher
vergraulen wird. Für nebenbei und für Freundes von Charles Band
taugt er aber ganz gut. Nicht zuletzt wegen der kurzen Spielzeit von
69 Minuten. |