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| OT: Dracula |
| ca. 95
Minuten |
| USA
1974 |
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| Regie |
| Dan Curtis |
| Darsteller |
Jack
Palance
Simon Ward
Nigel Davenport
u.a. |
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Immobilienmakler Jonathan
Harker macht sich im Jahre 1897 nach Transsylvanien auf, um einem gewissen
Grafen Dracula ein Anwesen in London zu verkaufen. Nach einer recht
beschwerlichen Fahrt erreicht Harker das Schloss des Grafen und ist von
dessen Eile, den Kauf betreffend, überrascht. Zudem scheint der alte Mann
etwas komisch drauf zu sein, da er immer wieder ein Bild, das Harker mit
sich trägt, betrachten muss, auf dem seine Verlobte und ihre beste Freundin
zu sehen sind.
Der Grund für das Betrachten liegt, wie der junge Immobilienverkäufer
nicht wissen kann, "einige" Jährchen zurück. Dracula kehrte
damals von einem Feldzug zurück und verlor seine Frau und verschwor sich
daraufhin den finsteren Mächten. Er schwor, seine Geliebte wieder zu finden
und nun ahnt er, dass sie in Form der besten Freundin von Harkers Verlobten
wiedergeboren ist.
Dracula entschließt sich nun nach London zu ziehen, um die Dame zu finden.
Harker wird im Schloss zurückgelassen, wo sich drei blutdurstige junge
Frauen um ihn kümmern. In der englischen Hauptstadt angekommen, soll der
Graf allerdings mehr Probleme bekommen, als ihm lieb ist... |
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"Dracula" ist
eine nette Adaption des bekannten Romans von Bram Stoker. 19 Jahre bevor
sich Francis Ford Coppola dieses Themas annahm, verfilmte Dan Curtis die
Geschichte mit Jack Palance in der Hauptrolle. Das Geschehen ist interessant
zu verfolgen und erstaunlich gut gedreht, obwohl der Streifen eigentlich nur
für das TV produziert wurde. Sicherlich ist dieser "Dracula"
nicht ganz so gut wie der von Coppola und sicherlich hält er sich nicht
ganz so genau an die Romanvorlage, er weiß aber gut zu unterhalten und ihm
kommt sein Alter zugute, zumindest für diejenigen, die sich gerne mal einen
etwas älteren Streifen angucken.
Auf die Story muss sicherlich nicht weiter eingegangen werden, da sie
hinlänglich bekannt sein dürfte. Viel wichtiger ist es, die Darsteller
respektive den Protagonisten mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Jack
Palance hat hier den Hauptpart übernommen, indem er den blutdürstigen
Vampir verkörpert. Das Maß aller Dinge ist im Bezug auf die Darstellung
des Draculas sicherlich Christopher Lee, der in diesem Streifen leider nicht
mitspielt. Seine Schauspielkollegen werden dann logischerweise mit an dem
Können des Großmeisters gemessen und eigentlich gibt es keinen, der Lee
das Wasser reichen kann. Jack Palance macht seine Sache allerdings
außerordentlich gut und weiß dem Betrachter durchaus mal einen Schauer
über den Rücken laufen zu lassen. Seine Darstellung ist sicherlich nicht
so charismatisch wie die von Christopher Lee, muss aber trotzdem als
herausragend bewertet werden. Die restliche Crew macht ebenfalls einen
ordentlichen Job, der das gute Gesamtbild abrundet.
Spannende Szenen gibt es leider nicht so viele im Streifen und auch an
Kunstblut wurde gespart, was das FSK 16, das die deutsche DVD trägt, etwas
übertrieben hoch angesetzt wirken lässt. Dafür gibt es aber eine dichte
Atmosphäre und viele Dialoge, die trotz ihrer Vielzahl zum größten Teil
nicht langweilig sind. Sicherlich gibt es die ein oder andere Szene, die
sich etwas zieht und hier und da kann auch mal kurz etwas Langeweile
aufkommen, im Großen und Ganzen ist die Unterhaltung aber gut.
Und trotz all dieser positiven Aspekte ist der Film nie wirklich bekannt
geworden. Das mag sicherlich daran liegen, dass Palance halt kein Lee ist,
der Streifen etwas zu familienfreundlich gedreht wurde und dieses alte Werk
von Francis Ford Coppola später kinogerecht modernisiert wurde. Alles in
allem ist es aber ein überzeugender Film, den man als Vampir- und
Horror-Fan durchaus mal gesehen haben sollte.
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