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Marianne Danielle, eine junge französische
Lehrerin, ist auf dem Weg in ein Mädcheninternat, wo sie eine neue
Anstellung bekommen hat. Nach der langen Reise von Frankreich nach
Transsylvanien wird sie kurz vor dem Ziel noch einmal aufgehalten, da ihre
Kutsche ohne sie weiterfährt, und kehr in das Schloss der Baronin Meinster
ein, die ihr Hilfe in der seltsamen Situation angeboten hat.
Die junge Französin erfährt, dass die
Baronin einen Sohn hat, der wahnsinnig sein soll und deswegen in seinem
Zimmer angekettet ist. Marianne Danielle will das aber nicht glauben, als
sie den jungen Baron sieht und vor lauter Mitleid befreit sie ihn von seinen
Ketten.
Dies
soll sich im Nachhinein allerdings als schwerwiegender Fehler herausstellen,
da der nun entflohene Baron ein Vampir ist, der sich alsbald daran macht,
seiner Mutter und anderen Personen das Blut auszusaugen. Glücklicherweise
ist aber der Vampirjäger Dr. van Helsing in der Nähe. Als er von
Vorfällen hört, macht er sich auf die Jagd nach dem Vampir, um der
Mordserie ein Ende zu machen... |
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"Dracula", zumindest der
Hammer-Dracula in Person des Christopher Lee, ist 1957 von Regisseur Terence
Fisher filmtechnisch vernichtet worden. Doch die Erfolgsproduzenten des
englischen Hammer-Studios wollten weiter auf der Welle des Erfolges
schwimmen, die der erste Teil auslöste. Christopher Lee wurde nicht mehr
eingesetzt, dafür durfte der junge, unerfahrene und uncharismatisch
wirkende David Peel in die viel zu großen Fußstampfen treten. Peel
versteht es zwar ganz gut, seine Rolle glaubhaft auf die Leinwand zu
bringen, doch einem Vergleich mit dem legendären Lee hält er nicht stand.
Vielleicht auch weil seine Rolle etwas seltsam daherkommt. Er ist offenbar
schon als Vampir geboren, da er seit seiner Jugendzeit Auffälligkeiten
aufwies, was im Film aber nur verschleiert rüberkommt. Glücklicherweise
haben die Macher aber nicht auf Peter Cushing als van Helsing verzichtet.
Cushing gibt "Dracula und seine Bräute" mit seiner herausragenden
schauspielerischen Klasse, wieder dieses gewisse Etwas, was
"Dracula" berühmt und beliebt gemacht hat.
"Dracula und seine Bräute" beginnt sehr atmosphärisch und
bereitet den Betrachter langsam auf das Vampirgeschehen vor. Vielleicht
sogar zu langsam, da es doch sehr lange dauert bis der Vampir in Freiheit
gelangen kann und sich an seinen ersten Opfern labt. Die Langatmigkeit ist
jedoch weitestgehend vorbei, wenn der Vampir seiner Gefangenschaft
entflieht. Hier und da gibt es zwar immer noch Szenen, die weniger
interessant sind, die meisten Einlagen wissen aber zu überzeugen. Der
Spannungsbogen fällt recht flach aus und erschreckende Momente sucht man
vergebens, dafür gibt es aber eine sehr dichte Gruselatmosphäre am
Schluss, ähnlich wie im Vorgängerfilm, in dem sie aber wesentlich weiter
verbreitet war.
Schade ist, dass es keine wirklich guten
Auftritte des Obervampirs gibt. Dracula hat da schon mehr für spannende und
gruselige Momente gesorgt. Auch die weiblichen Blutsauger können nicht
wirklich für Aufsehen sorgen. Gut dahingegen ist der Auftritt des Doktor
van Helsing, der in einer Situation besonders schwer zu kämpfen hat. Und
das nicht nur mit den mäßigen Spezialeffekten, die aufgrund ihres Alters
aber durchaus hinnehmbar sind. Darsteller Peter Cushing muss schon alles
geben, um sich einigermaßen aus der angesprochenen Szene herauszuspielen,
dies will ihm aber perfekt gelingen.
Auch
wenn Christopher Lee nicht mit von der Partie ist, kann man sich
"Dracula und seine Bräute" durchaus angucken. Erstens weil er ein
Klassiker ist, zweitens weil ein grandioser Peter Cushing mitspielt und
drittens weil der Film durchaus unterhaltsam ist. Zwar mit Schwankungen im
Unterhaltungsfaktor, die kann er aber mittlerweile durch seinen schönen,
alten Look wettmachen. |