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Eine
kinderfressende Hexe, eine Ratte mit Menschengesicht, Parallelwelten in
Zwischenwänden von heruntergekommenen Landhäusern. Und natürlich das
NECRONOMICON, das mystisch-dämonische Buch, Gegenstand vieler Geschichten
von H.P. Lovecraft. Gute Voraussetzungen für einen Horrorfilm. Noch besser
ist es, wenn der Stoff dann als Kurzgeschichte mit knapp einstündiger
Spielzeit verfilmt wird und dadurch unnötige Längen vermeidet. Am besten
jedoch, wenn für dieses Projekt Stuart Gordon auf dem Regiestuhl Platz
nimmt. Der Mann ist eben vom Fach, kennt sich aus mit den Lovecraftschen
Motiven. Das hat der Genre-Regisseur in der Vergangenheit oft genug
bewiesen: "Re-Animator", "From Beyond - Aliens des
Grauens" sind inzwischen Klassiker des modernen Horrorfilms. H.P.
Lovecraft und Stuart Gordon. Der Horror-Autor und der Filmregisseur. Zwei
Namen, die einfach untrennbar zusammengehören.
Die
Geschichte ist relativ geradlinig erzählt und weiß über die meiste Zeit
gut zu unterhalten. Das Geschehen rund um die Hexe in der Parallelwelt
sollte natürlich nicht allzu ernst genommen werden, da die Geschichte doch
recht weit hergeholt ist. Aber gerade deswegen bietet sie viel Raum für
mysteriöse Spannung und eine nette Horror-Atmosphäre.
Die
Darsteller agieren recht glaubwürdig. Man sieht schon, dass keine
Spitzenkräfte gecastet wurden, allerdings war das für die Geschichte auch
nicht unbedingt notwendig. Die Charaktere werden nur soweit durchleuchtet,
dass man ihre Rolle im Film versteht. Und das geht recht einfach.
In
Sachen Effekte hat Stuart Gordon ordentlich hingelangt. Sicherlich nicht mal
ansatzweise so blutig wie "Re-Animator", aber doch sehr
ansehnlich. Es gibt eine herrlich schaurige Ratte, die hässliche Hexe und
immer wieder blutige Effekte, die das "Keine Jugendfreigabe"
durchaus rechtfertigen.
"Dreams
In The Witchhouse" ist ein unterhaltsamer und spannender Beitrag Stuart
Gordons, der sicherlich zu den besseren "Masters Of Horror" zu
zählen ist. Mit einer außergewöhnlichen Geschichte vermag er Freunde des
phantastischen Films gut zu erschrecken und natürlich auch zu unterhalten.
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