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Nach Sams Collegeabschluss und dem
Einstieg in die Familienfirma „Walczak and Sons“, die Gebäude
abreißt, reist sie zu wegen ihres ersten Auftrags zu einem
Wohngebäude mitten in der Einöde. Kurz nach Ankunft erfährt sie
schon grausige Geschichten über den Architekten durch die
letzten verbliebenen Mieter des Hauses. Dieser soll den alten
Ägyptern gleich lebendige Menschen eingearbeitet haben, da nur
durch solche lebenden Seelen ein Gebäude für die Ewigkeit
geschaffen werden kann. Schaudermärchen oder grausame Wahrheit? |
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Horrorhaus – oder auch nicht
Man kann ja eigentlich schon drauf kommen, wenn man den
Klappentext liest: Ein Geisterschloss in Modern, zwar ohne
Geister, aber dafür mit bekloppten Architekten. Irgendwie viel
versprechend, wenn die Story nicht so langwierig wäre. Bis es
denn endlich spannend wird, vergehen viele Minuten.
Verschwendete Minuten. Denn wirklich aufklärungsreich sind sie
nicht; es werden zwar ein paar Schaudergeschichten zum Haus
erzählt, aber Gänsehautfeeling erzeugt das leider nicht. Damit
driftet man von einem viel versprechenden Horror ab zu einem
durchschnittlichen Film voller Freaks. Chance vertan.
Doch nicht nur „Marissa“
Positiv überrascht werden all jene sein, die Mischa Barton aus
der Kassenschlagerserie „O.C. California“ als etwas rebellische
und eigenwillige, zu Depressionen und üblen Ausschweifungen
tendierende Tochter von Millionären kennt. Die meisten
Schauspieler können nur eine Art von Menschen verkörpern. Mischa
Barton nicht. Mit ihrer Darbietung einer eher zurückhaltenden
Jungbaumeisterin ist sie sehr überzeugend und somit auch einer
der wenigen positiven Erscheinungen dieses Films.
„… gruseligster Horrorfilm des Jahres“?
Dies ist unter anderem eine der Schlagzeilen, die das Cover der
DVD prägen. Hört sich sehr vielversprechend an. Grusel und
Horror sollten das Gemüt niederschmettern, Gänsehaut erregen.
Der Zuschauer muss vor lauter Angst in seine Bettdecke oder
einen Bierdeckel beißen, weil er es nicht aushält. Durch Mimesis
sollte Mitleid mit der Hauptperson erzeugt werden,
dementsprechend muss man jeden einzelnen Kratzer, den der
Held/die Heldin erleidet, mit Schmerzenstränen beweint werden.
So wäre es in einem gruseligen Horrorfilm am besten. Wie ist es
bei diesem?
Das Gemüt wird lediglich durch die Einführung niedergeschmettert
– in das Bett, weil man drauf wartet, dass es endlich losgeht.
Die Hauptperson im Film wird zwar richtig gut gespielt, aber
mehr auch nicht. Um ihr eine Träne nachzuweinen, ist sie einfach
zu Profillos.
Gab es 2009 keine besseren Horrorfilme? Oder ist „Eingemauert“
einfach kein Horrorfilm? Fragen, die anscheinend jeder für sich
selbst beantworten sollte.
Alles in Allem keine purer Horrorfilm, aber trotzdem ein
sehenswerter Thriller und Langeweilefüller, der im falschen
Genre eingemauert wurde. |