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Jahre nach einem verheerenden Atomkrieg hat die Menschheit zwar überlebt,
allerdings in einer nahezu unbewohnbaren Umgebung, besiedelt lediglich von
teils stark degenerierten Mutanten. Um die wenigen Menschen bei Laune zu
halten, haben die Fernsehmacher ein ganz besonderes Programm namens
"Endgame" geschaffen, in dem Menschen gegen Menschen bis zum Tod
kämpfen. Natürlich werden diese Gladiatorenkämpfe auch von einem
Hauptsponsor begleitet, der den Überlebenden einreden will, dass sie ihre
Körper mit zusätzlicher Power-Nahrung mästen müssen.
Champion dieser Gladiatorenkämpfe ist Ron Shannon, der sich schon einige
Dollar durch das Eliminieren von Feinden verdient hat. Ron ist immer auf der
Suche nach Geld und freut sich, als mal ein bisschen Abwechslung in sein
Leben kommt. Er wird von einer hübschen Frau beauftragt, sie und ihre
mutierten Artgenossen, die alle über seherische Fähigkeiten verfügen, an
einen sicheren Ort zu bringen, der durch unsicheres Gebiet führt. Die
Belohnung soll eine Ladung Gold sein, die sich Ron natürlich gerne
verdienen will. Doch der lange Weg ist nicht nur steinig, sondern birgt auch
einige Gefahren in Form von Mutanten und einem stark an
nationalsozialistische Schlägerhorden erinnernden, Polizeitrupp... |
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Wenn
das nicht mal Namen sind: Joe D'Amato, George Eastman, Laura Gemser, Al
Cliver, Gordon Mitchell, Michele Soavi... alle wirken in dem Italo-Streifen
"Endgame" mit, der trotz der namhaften Darstellerriege und dem
bekannten Schmuddelregisseur alles andere als erste Sahne ist.
Zugegeben gibt es auch schlechtere Genrebeiträge dieses viel verfilmten
Themas, doch so richtig kann "Endgame" keinen vom Hocker hauen.
Der Plot beginnt recht unterhaltsam, da man es mit einer kleinen
"Running Man"- Einlage zutun bekommt, die auf mehr hoffen lässt,
aber auch gleich offenbart das es sich bei dem deutschen Tape, das bis dato
die einzige hier erschienene Auflage ist, um eine geschnittene Fassung
handelt. Die Schnitte sind sogar so offensichtlich, dass man eigentlich
keine Lust zum Weitergucken hat. Aber der erste kurze Auftritt von George
Eastman und die Tatsache, dass der Plot wirklich unterhaltsam beginnt,
entschädigt ein wenig für die fehlenden Gore-Szenen. Die FSK- Freigabe ab
18 ist im übrigen dennoch angebracht, da es einige Ballereien gibt und in
geschnittenen Szenen offensichtlich ist, was passiert ist.
Auf Action muss man von Anfang an nicht verzichten und auch im weiteren
Verlauf gibt es immer wieder Einlagen zu sehen, in denen es mächtig einen
auf die Fresse gibt und wild geschossen wird. Auch Liebhaber von Auto- und
Motorradunfällen kommen nicht zu kurz. Das Gute an "Endgame" ist,
dass diese Szenen immer wieder wechseln und man ständig neuen Situationen
ausgesetzt wird. Zugegebenermaßen merkt man einigen dieser Szenen an, dass
sie etwas in die Länge gezogen wurden, um einen abendfüllenden Spielfilm
hinzubekommen.
Das Beste und vor allem das Ansehnlichste sind natürlich die Protagonisten.
Der bereits angesprochene George Eastman spielt den Fiesling Kurt Karnack.
Böse Rollen gehören ja zu seiner Paradedisziplin und somit erübrigt sich
jeder weitere Kommentar. Die schöne Laura Gemser spielt, genau wie George,
leider keine Hauptrolle. Allerdings sorgt Regisseur Joe D'Amato natürlich
wieder einmal dafür, dass die Zuschauer sie so betrachten dürfen, wie der
Allmächtige sie schuf... zumindest teilweise...
Als letzter im Bunde muss Al Cliver erwähnt werden, der die Hauptrolle des
mächtigen Ron Shannon spielt. Al wirkt jederzeit sehr authentisch und das,
obwohl es sich um einen Endzeitstreifen handelt, der alles andere als
realistisch wirken will.
Alles in allem ist "Endgame" sicherlich kein Film, der die Massen
begeistert hat und er wird es mit Sicherheit auch nie tun. Er hat aber
durchaus das Potential, einem kleinen Kreis von Genre- und Trash- Fans einen
unterhaltsamen Abend zu bescheren. Und vielleicht kommt ja früher oder
später ein Label in den Besitz der Filmlizenz und bringt den Streifen uncut
raus. Dann wäre er sicherlich noch etwas besser zu betrachten. |